Sonntag, 26. April 2015

Gehört: "Die Krumpflinge - Egon zieht ein!" von Annette Roeder



Cover vom Hörverlag zur Verfügung gestellt

Die Krumpflinge - Egon zieht ein! (Band 1)
Lesung mit Musik
Gelesen von Stefan Kaminski
Ab 6 Jahren
1 Audio-CD, Laufzeit: 57 Minuten
ISBN: 978-3-8445-1613-5
€ 7,99 [D]  € 9,00 [A]  CHF 11,90
Verlag: der Hörverlag

Klappentext:
Die junge, dreiköpfige Familie, die in die alte Villa gezogen ist, streitet und schimpft nie miteinander. Doch genau das wird für die Krumpflinge zum Riesenproblem: Innerhalb kürzester Zeit ist der kostbare Krumpftee aufgebraucht! Um den Vorrat wieder aufzufüllen, soll jetzt Egon nach oben zu Familie Artich ziehen und dort mit allerhand Streichen dafür sorgen, dass ordentlich gestritten, geschimpft und geflucht wird. Egon nimmt die Herausforderung an, aber nicht alles läuft so, wie die Sippenchefin sich das vorgestellt hat ...

Meine Meinung:
Die Geschichte hat zwei Ebenen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es geht einerseits um die Krumpflinge, die im Keller einer alten Villa wohnen und sich aus Schimpfwörtern der Menschen leckeren Krumpftee brauen. Einer davon ist Egon, der für einen Krumpfling viel zu lieb ist und auch noch einen herzförmigen Fleck im Fell hat, womit ihn die anderen immer aufziehen. Andererseits geht es um Familie Artich, die im oberen Teil der Villa wohnt und den Namen zum Programm gemacht hat: Es darf nicht geflucht werden. Die Eltern sind sehr geziert und streng, der Sohn Albert ist sehr brav und hat (noch) keine Freunde, was unter anderem daran liegt, dass er sich nicht schmutzig machen und mit den lauten Nachbarskindern spielen darf. Das erinnert mich ein wenig an "Das Biest, das im Regen kam" von Angela Sommer-Bodenburg, während die Krumpflinge große Ähnlichkeit mit den Olchis haben.
Mich hat die Geschichte sehr berührt, gerade weil es um zwei Außenseiter geht, die versuchen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden, in der sie leben. 
Stefan Kaminski liest wunderbar und schenkt jeder Figur eine individuelle Stimme, sodass das Hörbuch fast ein Hörspiel ist.
Die Empfehlung ab sechs Jahren finde ich angemessen.

Samstag, 25. April 2015

Stickerbuch: "Architektur - Bau dir deine Stadt"



Cover vom Verlag zur Verfügung gestellt

Klappentext:

Gesucht: kleine Baumeister mit viel Fantasie

Ornamente, Türen, Bögen … mehr als 240 wiederablösbare Grundformen aus den wichtigsten Epochen der Architektur warten auf kreative kleine Architekten, um zu einer gotischen Kathedrale, einem antiken Tempel oder einer romanischen Kirche verbaut zu werden.

Viele Ausmalbögen, Bildelemente und Sachinformationen inspirieren die Kinder zu eigenen Entwürfen und regen sie an, mit Fantasie den eigenen Traum vom Haus, Kindergarten oder der Schule aufs Papier zu bringen.

Ab 6 Jahren
Paperback / Broschur 
16 Seiten 
22 cm x 27 cm
4 Bögen mit Stickern
ISBN: 978-3-7913-7222-8
€ 7,99 [D]  € 8,30 [A]  CHF 11,50
Verlag: Prestel


Meine Meinung:

Bisher fand ich Stickerbücher ehrlich gesagt nicht so spannend. Das waren aber auch immer quasi Malbücher mit den üblichen Bildern (Tiere, Autos etc.) und ein paar passenden Stickern. Dieses Stickerbuch ist anders. Es ist nicht so kindlich aufgemacht, aber trotzdem ein tolles Geschenk für Kinder. Es erzählt von Architektur im Allgemeinen und von verschiedenen Stilepochen. Es enthält Mal-Aufgaben z.B. für eine Ritterburg, ein Häuschen im Grünen oder das Traumhaus für Familie oder Freunde. Das Papier ist dick genug, dass man auch mit Filzstiften und sogar Tusche darauf malen kann, ohne dass es sich gleich auflöst oder wellt. Die enthaltenen Sticker sind Bauelemente wie z.B. Fenster, Türen, Säulen und Dächer, die beliebig kombiniert werden können. Es gibt Ausmalbilder und Bilder zum Weitermalen. Dabei stehen Fragen, die die Phantasie anregen, wie "Wer wohnt wohl in dieser Burg? Und was ist gegenüber zu sehen?" oder "Was für ein Gebäude könnte in der Mitte zwischen diesen Häusern stehen?"

Das große Kind baut mit großer Leidenschaft Häuser, Hochbahnstrecken, Türme und Bahnhöfe aus Lego, Bauklötzden, Pappschachteln oder im Sand. Neulich habe ich ja schon geschrieben, was hier für Immobilienpläne gemacht werden. Ich hoffe, das Kind wird sich freuen, wenn es dieses schöne Stickerbuch demnächst zum Geburtstag bekommen wird. (Und bei Nichtgefallen behalte ich es eben selber!)

Freitag, 24. April 2015

Gelesen: "Das Hochzeitsversprechen" von Sophie Kinsella



Cover vom Verlag zur Verfügung gestellt


Klappentext:
Hochzeitsnacht und Honeymoon – und der Albtraum vom Glück ist perfekt ...

Nach der jüngsten Enttäuschung hat Lottie endgültig die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Als sich da plötzlich Ben meldet, eine alte Flamme von ihr, geht alles ganz schnell. Denn Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch Single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Freunde und Familien der beiden sind entsetzt. Und schließlich machen sich Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren ...

Taschenbuch 
512 Seiten
ISBN: 978-3-442-47986-3
€ 9,99 [D]  € 10,30 [A]  CHF 13,90 
Verlag: Goldmann


Meine Meinung:

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Schwestern Lottie (Charlotte) und Fliss (Felicity) erzählt. Mit wenigen Sätzen umreißt Sophie Kinsella kurz die Situation, schon steckt man mittendrin und will wissen, wie es weitergeht. Für diesen Roman musste ich mir wirklich Zeit nehmen, denn mitten im Kapitel das Buch wegzulegen, war mir unmöglich. Am Ende jedes Kapitels gibt es einen Cliffhanger, sodass man auch dort nicht aufhören kann. Der Roman ist also nicht für Bus & Bahn oder Wartezeiten auf der Post oder beim Arzt geeignet. Zumal es oft darum geht, wie und wo und ob Lottie und Ben endlich „das Würstchen ins Brötchen stecken“ (so wird es im Buch im Beisein von Kindern formuliert). Mir wäre es peinlich, wenn da jemand fremdes in der Straßenbahn neben mir sitzen und gewisse Wörter im Buch sehen würde. Das lese ich lieber zuhause...
Die Dialoge sind großartig und es gibt sehr viel zu lachen. Manchmal blieb mir aber auch das Lachen im Halse stecken, weil eine Katastrophe die nächste jagt. Ich habe mit fast jeder Figur mitgelitten, vor allem mit dem frisch vermählten Paar, das verzweifelt versucht, endlich "die Ehe zu vollziehen" und immer wieder mit den verrücktesten Manövern daran gehindert wird.
Wie meist in solchen Romanen liegt die Lösung des Problems auf der Hand, ist das Glück zum Greifen nahe, und die Protagonisten tappen blind herum, bis sie am Ende endlich begreifen, was sie wirklich wollen, wen sie wirklich lieben, was im Leben wirklich wichtig ist. Aber das weiß man ja eigentlich vor der Lektüre. Und wenn man gerade Lust auf eine Komödie mit unerwartetem, aber romantischem Happy End hat, ist dieses Buch genau das Richtige.


Mittwoch, 22. April 2015

Me Made Mittwoch: Warnung! Augenschmerzen!



Ich fange mal vorsichtig an. Über meinem neuen Kleid trage ich eine lange Weste (oder ist das ein ärmelloses Kleid?), das mir meine Schwester mal für die erste Schwangerschaft geliehen hat. Ich finde, das Ding trägt sich auch prima ohne Baby im Bauch. Unter dem Kleid trage ich ein langweiliges Langarmshirt und Thermostrumpfhosen, denn morgens ist es noch sehr kalt.


Aber hier geht es ja um das Kleid, da muss ich wohl etwas mehr zeigen. Ich mache mal die Knöpfe auf und Ihr setzt die Sonnenbrille auf. Besser noch so eine Sonnenfinsternisschutzbrille!


Ta-dah! Die ganz harten klicken jetzt noch das Bild an, dann wird es größer.


Der Schnitt ist das Oberteil vom "Button Down Retro Dress" #123 aus Burda 09/2014, aber vorn im Stoffbruch zugeschnitten und mit nahtverdecktem RV in der Seite, kombiniert mit dem Rockteil von meinem Basic-Kleid. Eigentlich wollte ich nur ein Probekleid nähen, aber jetzt passt es so gut, dass ich es auch in echt trage. Trotz des furchtbaren Stoffes. Ich bin noch immer total von den Socken, dass mir ein Burda-Schnitt passt! Naja, zumindest das, was ich davon übrig gelassen habe. Und ich musste natürlich am Oberteil oben 1 cm und unten 3 cm wegnehmen.


Hier das Muster in voller Schönheit. *aua*
Was hat mich da auf dem Ufermarkt nur geritten???


Als ich neulich ein paar Tage allein war, weil Mann und Kinder verreist waren, hatte ich sogar so viel Zeit und Geduld, dass ich sogar einen Blindsaum genäht habe.


Von Hand! Hier die Rückseite.
Ich muss das Kleid unbedingt noch öfter nähen, aus schönem Stoff. Und ich muss sagen, die Kombination aus Teilungsnähten und Brustabnähern finde ich blöd. Wenn schon Teilungsnähte, dann ohne Abnäher! Ich habe schon eine Variation des Schnitts gezeichnet, bei der ich die Teilungsnähte versetzt und die Abnäher entfernt habe. Außerdem will ich Ärmel dazu haben. Ein Stoff ist schon zugeschnitten. Für ein Probekleid mit Ärmeln. Und dann warten da noch mindestens vier weitere: einmal uni lila, einmal lila mit weißen Punkten, einmal weiß mit grünen Blumen und einmal hellblau.

Selbst gemachte Kleidung aus wirklich schönen Stoffen, die man hoffentlich ohne Augenschmerzen betrachten kann, sehen wir auf dem MMM-Blog.

Dienstag, 21. April 2015

Wilde Hummel



Nachdem ich dem großen Kind eine Weste gestrickt hatte, wollte das kleine Kind auch gern was für die Übergangszeit haben. Farben und Muster hat es selbst ausgesucht. Meine Kinder suchen eh immer selber aus, was sie anziehen, ich gebe nur die grobe Richtung vor, z.B. "Es ist kalt, bitte zieht eine Strumpfhose an." Aber welche dann genau und wie kombiniert, das wählt das kleine Volk selbst.


Es ist ein einfacher Pullunder in glatt rechts geworden, nahtlos in Runden von unten nach oben gestrickt. Das Garn ist Bravo von Schachenmayr, 100 % Polyacryl, aus dem Nachlass meiner Mama. Das Orange leuchtet so heftig, dass eine Warnweste kaum nötig ist. 


Hier noch schnell ein leider unscharfes Foto, das aber immerhin die Form ganz gut zeigt.

Die wilde Hummel macht mit bei:

Mittwoch, 8. April 2015

Me Made Mittwoch: transparente Tunika



Ich gehe selten in Zeitungsläden und selbst wenn ich da mal in Nähzeitschriften blättere, so kaufe ich mir doch fast nie eine. Aber dieses Heft musste ich mitnehmen. Da sind so viele Teile drin, die ich nähen bzw. haben möchte.


Für den Anfang wählte ich diese transparente Tunika. Da lag doch noch so ein Stöffchen in einer meiner Kisten, das ich eigentlich immer nur von einer Seite auf die andere und wieder zurück geschoben hatte, seitdem es mir meine Mutter mal vom Flohmarkt mitgebracht hatte. Damit hatte ich nicht viel zu verlieren, falls "DianaModen NähStyle" (was für ein Name!) und ich nicht kompatibel sein sollten. 


Das Ding besteht im Grunde genommen nur aus einem Vorder- und einem Rückenteil, dazu ein Streifen für den Halsausschnitt. Eine prima Gelegenheit, um mal auszuprobieren, wie das Schnittmuster und die Anleitung so sind. Ich kam gut damit zurecht.


Es gibt zwei Schnittmusterbögen, die beidseitig bedruckt und eher klein sind. Zum Vergleich meine Schneidematte mit ca. 60 x 90 cm. Dafür muss man größere Teile aus zwei Stücken zusammenkleben, aber das ist noch immer besser als diese Downloadschnitte, bei denen man eine ganze Rolle Klebeband verbraucht.


Über die Passform kann man bei so einem locker fallenden Teil ja nicht viel sagen, aber es passt und das ist doch schon mal besser, als wenn es nicht passen würde.


Den Halsausschnitt habe ich etwas enger gemacht. Ich weiß zwar nicht, was das genau für ein Stoff ist, aber er fühlt sich recht kühl auf der Haut an, ist also prima für den Sommer (dann mit Trägertop und Leggings drunter). Jetzt im Frühling trage ich ein Langarmshirt und eine schmale Jeans darunter.


Diesmal waren der Teflonfuß und der Kantennähfuß meine besten Freunde.
Kann ich beide wärmstens für die Verarbeitung flutschiger, transparenter Stoffe empfehlen!


Französische Nähte sind hier natürlich Ehrensache. Auch wenn meine mehr "on the elephant side" sind, wie Mae Martin von Sewing Bee sagen würde. So what!


Und dann habe ich mich in letzter Zeit ja mit dem Thema Unterwäsche beschäftigt. (Ja, das wird wieder komische Suchanfragen geben. Neulich hatte ich mal mehrere Tausend Blog-Besucher aus Frankreich am Tag. Keine Ahnung, was an diesem Post so spannend war.) Auf jeden Fall habe ich ja vor langer Zeit mal meine Wäscheschublade entrümpelt und dabei unter anderem dieses weiße Exemplar beiseite gelegt, weil mir die Spitzenkante so gut gefiel. Beim Hören des aktuellen Podcasts von Muriel habe ich sie und auch das Falzgummi abgetrennt.


Nachdem der erste Versuch mit Baumwolljersey (ganz unten im Beitrag) mir von der Passform her nicht so gut gefiel, habe ich mal in meinen elasthanhaltigen Jerseyresten gewühlt und weitere Versuche gewagt.


Dabei habe ich natürlich die geretteten Teile verwendet.


Und ich kann sagen, wir sind im Geschäft, die Wäscheproduktion und ich!
Vor allem Viskosejersey fühlt sich super an. Die dickeren Jerseys sind bestimmt im Winter prima. Restekiste, ich komme!!!

P.S. Wer sich jetzt über meinen überproportionalen Output in den letzten Tagen wundert: Ich hatte letzte Woche vier Tage (und Nächte!) lang SFB (sturmfreie Bude), das musste ausgenutzt werden.

Wie die anderen so das Frühlingserwachen erleben, das sehen wir auf dem MMM-Blog.

Dienstag, 7. April 2015

Upcycling: Osterboxen




Wir benutzen ja zuhause Taschentücher aus diesen Pappboxen. Wenn die Boxen leer sind, kann man daraus eine ganze Menge schöner Dinge basteln (schaut mal, z.B. Tunnels, Autospender, Pixibox1 und Pixibox2).


In Kombination mit benutztem, grünem Geschenkpapier wurden daraus diesmal Osterboxen. Unsere Kinder bekommen immer möglichst das gleiche und auch immer etwas zum Kreativsein. (Die Stempelstifte gab es mal bei ALDI, aber sie sind leider nicht wasserlöslich. Die von Tchibo sind besser, weil man sie ganz einfach wieder von den Händen und aus der Kleidung waschen kann. Nein, ich bekomme kein Geld vom Kaffeeröster dafür. Ist ein kostenloser Mama-Tipp.) Die Schoki ist fair und bio, die Stoffhasen gab es mal von der Kita. Nach Ostern werden sie wieder auf wundersame Weise verschwinden und nächstes Jahr wieder vom Osterhasen gefüllt und gebracht.

Die Boxen machen mit bei:


"Neue" Pyjamas für das große Kind




Seitdem ich vor etwa vier Jahren wieder mit dem Nähen angefangen habe, gibt es bei uns keinen Altkleidersack mehr. Aussortierte Kleidung landet stattdessen in großen Taschen unter meinem Nähtisch und wird nach und nach verwertet. Gelegentlich durchforste ich diese Taschen zwar, wenn für ein akutes Charity-Projekt tragbare Kleidung gesucht wird, aber den Rest benutze ich als RohSTOFF zum Nähen. Nun war die Tasche mit den T-Shirts sehr voll, während gleichzeitig das große Kind wuchs und infolgedessen die Schlafanzüge zu kurz wurden. Wir haben zwar auch einige Kisten mit gebrauchter Kinderkleidung in allen zukünftigen Größen, aber Pyjamas in 122 waren da nicht zu finden. Also habe ich mir einen Stapel farblich zusammen passender T-Shirts gegriffen und daraus welche genäht. (Übrigens mit meiner alten Privileg, die mit Jersey viel besser klarkommt als meine teure Brother.)


Vorher habe ich ein paar Zeichnungen gemacht, um zu sehen, ob es Farbaufteilungen gibt, die irgendwie blöd aussehen, aber dem Kind und mir haben alle Varianten gefallen.


Da ich beim Zuschnitt manchmal um ein paar Löcher drum herum schneiden musste (das kommt davon, wenn man Hunde und Katzen in der Verwandtschaft hat) und der Spielraum eh nicht mehr so groß ist - obwohl ich teilweise Männer-XXL zerschnitten habe, um Kinder-122 daraus zu nähen!!! - habe ich teilweise die Ärmel heraus- und die Seitennähte aufgeschnitten. (Genauso wie Mister winning-without-pinning Matt von The Great British Sewing Bee stecke ich meine Schnittmusterteile nicht fest, sondern lege Gewichte drauf.)


Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.


Ich benutze übrigens kein Vlisodingens, sondern appliziere einfach durch ausschneiden, auflegen, festnähen. Na, wer kennt die Quelle des Snoopys?


FU, TU, HU, UP - die Unis in und um Berlin sind/waren für meinen Mann und mich Ausbildungsstätte oder Arbeitsplatz. Da gibt es auch einige T-Shirts zu verwerten. Mal sehen, wo die Kinder später landen...


Hier konnte ich nicht um das Loch herum schneiden, also kam ein Stück Auto-Jersey drauf. Das große Kind liebt diesen Stoff und freut sich, dass der Auto-Schlafanzug inzwischen dem kleinen Kind passt. Das kleine Kind freut sich sogar noch mehr. Und ich freu mich, dass ich die kleinen Schnipsel aufbewahrt habe und jetzt verwenden kann. Die großeren Reste wurden ja damals zu Kinder-Schlüppern.


Endlich habe ich mal die Kragenversäuberung mit Jerseystreifen à la Hamburger Liebe gemacht. Danke für das prima Kragenlatein!


Noch einmal ein Loch mit Auto-Jersey verdeckt.


Und den Kragen mit Jerseystreifen versäubert. In einer Kontrastfarbe sieht das richtig schick aus und vor allem nölt das Kind dann nicht, dass der Kragen piekt.



Die Hosen sind dagegen eher langweilig. Zwei sind dunkelblau, wobei ich die eine unten stückeln musste. Wie gesagt, XXL reicht gerade noch, ab jetzt muss ich wohl immer stückeln oder neuen Stoff für die Hosen dazu kaufen.


Ich habe übrigens so oft es ging, die T-Shirtsäume wiederverwendet. Das spart viel Arbeit.


An der hellblauen Hose gab es noch ein paar Löcher zu verstecken, aber das Kind freut sich wie gesagt über diese Auto-Schnipsel ganz besonders.


Aus den Resten habe ich gleich noch ein paar Schlüpper für die Kinder genäht.


Und nachdem das so einfach ging, sogar noch einen für mich. Besonders geeignet sind dafür die Ärmel der ausgeschlachteten T-Shirts. Den Saum kann man für den Bund benutzen und einfach ein Gummi einziehen. Bei diesem Exemplar bin ich zwar mit der Ausführung zufrieden, aber leider nicht mit dem Sitz. Aber ich bleibe dran. Nimm das, Textilindustrie!

So, die Bilderflut macht mit bei:



Sonntag, 5. April 2015

FJKA 2015: Finale



So, nachdem die Gurkenecke bereits besetzt ist, mache ich mich mal in der Streberecke breit. Genauer gesagt, in der Schmalspurstreberecke (wie viele Punkte das Wort wohl beim Scrabble bringt?), denn ich habe ja nicht einmal ein Jäckchen, sondern nur einen Pullunder gestrickt, das Ding hat also noch nichtmal Ärmel! Es ist also fertig und ich habe es mal neben eine Bluse gelegt, damit die beiden sich anfreunden können.


Falls Ihr Euch über die komische Kante da am unteren Ende wundert: Ich habe einen umgeklappten Saum gestrickt.


Dazu habe ich erst die Rippenmaschen abgekettet und nur den glatt rechts gestrickten Teil auf der Nadel gelassen. Diesen eine Reihe links, dann wieder einige Reihen rechts gestrickt und dann zusammen mit den Knubbeln der Rückseite einer Reihe auf gleicher Höhe abgekettet. Äh, war das jetzt verständlich?


Dann kam der Einsatz: Ich habe ihn zusammen mit der Bluse anprobiert. Aber irgendwie waren da so viele Stoff-Falten überall unter dem Pullunder, dass ich mich nicht wohl gefühlt habe. Na toll, der Pullunder ist fertig und passt auch, aber seine Aufgabe kann er nicht erfüllen. Letzte Woche (boah, Streber! Sogar eine Woche vor Abgabetermin fertig!) feierte meine Schwiegermutter ihren Geburtstag und ich war spät dran, also habe ich nicht sämtliche im Schrank hängende Blusen durchprobiert, sondern nach dem ersten Fehlversuch einfach ein schwarzes Langarmshirt drunter gezogen. So gefällt mir der Pullunder und ich fühle mich wohl. Die Blusen probiere ich mal durch, wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe. Vielleicht geht da ja doch was...

Alle anderen Frühlingsteile gibt es auf dem MMM-Blog zu sehen.
Und was bisher geschah, findet Ihr hier.


Samstag, 4. April 2015

Gelesen: "Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerpudding" von Margie Kinsky


Cover vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Margie Kinsky
Titel: "Ich bin so wild nach deinem Erdbeerpudding - Mein Familienleben mit 7 Kerlen"

Klappentext:
Als die gebürtige Römerin Margie Kinsky, Tochter einer böhmischen Gräfin und eines Italieners, 1983 ihren Bill heiratet, ahnt sie nicht, worauf sie sich da einlässt. Gut 30 Jahre später und nach dem großen Erfolg von Ehemann Bill Mockridges "Je oller, je doller" packt nun Margie Kinsky aus. Mit ihrem unverwechselbaren Humor gibt sie uns tiefe Einblicke in das turbulente Leben eines italo-deutsch-kanadischen Künstlerhaushalts. Sie verrät, wie man erfolgreich sechs wilde Jungs bändigt und dem Ehemann trotzdem die beste Ehefrau von allen ist. Ihre Geschichten, Tipps und Mama-Tricks machen einfach nur eins: gute Laune.
Mit jeder Menge Bonusmaterial: Listen zum Rausreißen, Faltanleitungen, Notizen und Kritzelbildchen.

Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten
ISBN: 978-3-8135-0633-4
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90

Meine Meinung:
Ich kannte Margie Kinsky und auch ihren Mann Bill Mockridge bis vor Kurzem gar nicht, als sie plötzlich in Talkshows (*klick* zur Mediathek) und Comedyshows wie Ladies Night auftauchte. Ihre Auftritte fand ich klasse und sie haben mich neugierig gemacht. 
Das Buch liest sich genauso wie Margie Kinsky spricht, sehr lebendig, lustig und mit großer Leidenschaft für die Dinge, die sie liebt. Das sind zuallererst ihre Familie und ihr Beruf, aber auch ihre Freundinnen, Italien, ihre Hunde, Essen, Geschenke uvm. Es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen. Durch den leichten Ton und die kurzen Kapitel ist es auch prima für unterwegs geeignet, allerdings kann es dann passieren, dass man plötzlich in der U-Bahn Tränen lacht und nicht mehr aufhören kann. (Wie gut, dass das in Berlin nicht so schlimm ist, die Stadt ist echt gut im Ignorieren.) Teilweise haben mich der Stil und das Thema an die Romane von Evelyn Sanders und Susanne Fröhlich erinnert. 
Die letzten Kapitel wirken leider, als hätte Margie Kinsky noch nicht genug Seiten geschrieben und so geht es teilweise um Themen, die nicht direkt mit ihren sieben Kerlen zu tun haben. Dadurch ist die Gliederung etwas unrund, aber das stört mich nicht so sehr. Das Buch beginnt und endet mit einer Sylvestergeschichte, am Ende bedankt sich Margie Kinsky für ein Jahr, dass sie jetzt mit uns Lesern verbracht hat. Aha, sie hat also ein Jahr gebraucht, um das Buch zu schreiben, aber das Buch ist nicht wirklich im Jahresverlauf geschrieben. Das hat mich etwas verwirrt, ist aber auch nicht schlimm.
Alles in allem eine sehr erheiternde Lektüre und wenn man bedenkt, was die Autorin nebenbei noch so alles wuppt, verzeiht man die kleinen Kritikpunkte sofort. 

Tipp:
Es gibt eine Leseprobe auf der Verlagshomepage.