Mittwoch, 2. Juli 2014

Me Made Mittwoch: Kleiderschnitt Update




Mein schwarzes Kleid trage ich sehr häufig und gern, allerdings wird es im Hochsommer wegen der Farbe zu warm sein. Leider gibt es diese schöne, leicht dehnbare und irgendwie raue, knitterige Baumwollqualität bei Karstadt nur in schwarz. Also habe ich mir mal so einen typischen glatten Baumwollstoff auf dem Markt gekauft.


Ich bin ganz zufrieden mit dem Schnitt, aber es trägt sich halt nicht so angenehm wie das schwarze. Ich fühle mich mit dem Stoff irgendwie, als hätte ich eine Kittelschürze an. Oder ein Nachthemd von meiner Uroma. Außerdem spannt der Stoff im Rücken verdächtig, wenn ich die Arme nach vorn strecke. Meine Schultern und Schulterblätter brauchen halt bei Bewegung viel Platz. Dabei ist das Kleid schon sehr geräumig, denn ich komme ohne Reißverschluss rein und raus. "Schlängeln à la Wiebke" nenne ich das. Beim nächsten Kleid werde ich die Oberteile mal im schrägen Fadenlauf zuschneiden. Und wenn ich die Arme über den Kopf hebe, rutscht das ganze Kleid hoch. Da werde ich beim nächsten Kleid mal die Tulpenärmel à la Lotti ausprobieren. Stück für Stück nähere ich mich meinem eigenen Kleiderschnitt für Webware.

Na wenigstens sind in meiner Kleidung keine Etiketten mit Hilferufen...
Heute früh im Radio gab es einen Beitrag über Pr*mark. Wer mal eine wirklich intelligente Auseinandersetzung mit dem Thema hören will, findet hier bei Hoxtonhandmade einen sehr empfehlenswerten Podcast.


Gegenlichtfotos sind nicht so günstig, ich weiß. Aber die Kamera in die Blumenkästen zu stellen und dann gegen die reflektierenden Fenster zu fotografieren, ist sicher auch nicht so gut.


Hier noch schnell das Muster aus der Nähe. Mal wieder Paisley, vielleicht werde ich damit doch so langsam warm.


Was wie eine Paspel aussieht, ist in Wirklichkeit nur eine Jerseykante, genauer gesagt ein Stück von einem alten T-Shirt. Bin halt 'ne alte Upcyclingtante...


Was die anderen Damen heute selbst gemachtes tragen, 
 sehen wir im MMM-Blog.



Dienstag, 1. Juli 2014

Badenixen Sew Along: Finale



(Hier geht's lang zu meinem ersten und zweiten Beitrag 
zum Badenixen Sew Along.)


Meine Badekombi ist fertig!
Leider hatte ich beim Nähen ein echt dickes Brett vorm Kopf. Ich habe mich bei der Hose nämlich gewundert, dass sie nach oben hin so kurz ist und habe die Schrittnaht deshalb immer wieder aufgetrennt und verschoben, am Ende sogar noch diesen schwarzem Gummibund angenäht, damit die Hose bis zum Bauchnabel (und hinten auch entsprechend hoch) reicht. Erst nachdem ich den überschüssigen Stoff abgeschnitten hatte, ist mir klar geworden, dass ich oben und unten vertauscht hatte. *Stirnklatsch*
Die ganze Aktion hat natürlich die Hose enger gemacht als geplant. Sie passt noch, auch wenn ich mich hinhocke. Aber die sportlichen Seitenstreifen werden jetzt stärker gedehnt als beim Shirt und das sieht doof aus. Egal, ich werde die Kombi trotzdem anziehen.


Außerdem haben sich meine beiden Nähmaschinen sehr gegen das Material gewehrt. Ich musste den Stoff immer wieder unter das Füßchen quetschen oder dran zerren, damit er überhaupt transportiert wird. Dementsprechen schlimm sehen die Nähte aus.

Alle Badenixen treffen sich zum Finale bei Lotti, die einen wirklich schönen Bikini gezaubert hat.

Außerdem macht mein Werk mit bei:


Montag, 30. Juni 2014

Schmetterling




Unsere Radieschen sind neulich (nachdem wir schon ganz viele geerntet hatten) plötzlich in die Höhe geschossen und haben zu blühen begonnen. Das lockt unter anderem Schmetterlinge an, die fleißig von Blüte zu Blüte flattern und dabei nicht nur hübsch aussehen, sondern den Pflanzen bei der Vermehrung helfen. Inzwischen haben sich schon ganz viele Samenschoten gebildet. Mal sehen, ob wir nächstens Jahr aus diesen Samen wieder neue Radieschen ziehen können. Hat da jemand Erfahrung?

Freitag, 27. Juni 2014

Badenixen Sew Along: Fortschritt




Wenn ich in der letzten Zeit mal am Nähtisch gesessen habe, dann meist um lästige Pflichtaufgaben zu erledigen: das große Kind wollte eine Tasche in die Kuschelhose haben, das kleine Kind hatte die Knie einer Kuschelhose durchgeschubbert, der Mann braucht einen neuen Kissen-Unter-Bezug, ...


Immerhin habe ich die Schnitte für meine Badekombi fertig und sogar schon alle Teile zugeschnitten.


Ich habe auch schon ein wenig genäht. Benutzt eigentlich jemand für dieses flutschige Zeug die Overlock? Ich nehme lieber diesen Stich (siehe Foto) meiner Nähmaschine, kombiniert mit dem Obertransportfuß. Ach, ich würde so gern noch zusätzlich den Nähfußdruck verringern, aber das scheint bei meiner Brother nicht möglich zu sein.

Alle Badenixen treffen sich bei Lotti, die mächtig tiefstapelt, so von wegen nix geschafft wegen Kopfweh, aber Teile am laufenden Band zugeschnitten und genäht. ;-)



Dienstag, 24. Juni 2014

Wäschesack



Neulich habe ich meine Wäscheschublade aufgeräumt und mich unter anderem endlich mal von den Snoopy-Modellen getrennt. Na gut, nicht getrennt, ich habe sie natürlich upgecycelt, zusammen mit zwei alten Biberbettlaken.


Erstere habe ich in Quadrate geschnitten und zu einem langen Streifen aneinander genäht.


Diesen Streifen habe ich zwischen Stücke des blauen Lakens gefasst.


Dann durfte endlich mal wieder die Stickmaschine ran.


Mit dem ersten Versuch war ich nicht ganz zufrieden.
Aber für den Müll ist er doch zu schade.
Wer mag ihn haben?
Schon weg!


Der zweite Versuch hat mir besser gefallen.


Zugband, Applikation, Aufhänger und Boden sind aus dem lila Laken.


So ein Beutel ist auf Reisen ungemein praktisch, entweder um darin die Schmutzwäsche nur zu sammeln oder um sie am Ferienort zum Waschsalon oder in den Waschkeller zu bringen.


Allemal besser als eine Plastiktüte!



Mein Werk macht mit bei:

Freitag, 20. Juni 2014

Kita-Plätze frei!!!




(Das Foto ist nicht in der Kita, sondern in unserem Wohnzimmer entstanden.)

Du lebst in Berlin und suchst für Dein(e) Kind(er) noch einen Platz in einer kleinen Halbtagskita mit liebevollen Erzieherinnen? Unsere Kita hat ab August noch freie Plätze. Betreuungszeit ist von 8 bis 13 Uhr. Es handelt sich um eine Gruppe mit 19 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren. Bei Interesse einfach per E-Mail (siehe Impressum) oder Kommentar melden.



Mittwoch, 18. Juni 2014

Me Made Mittwoch: Reste-Ringel-Raglan



Zurzeit ist es ja morgens noch recht frisch, wenn ich die Kinder zur Kita bringe.
Da ziehe ich meine neue Reste-Ringel-Raglan-Jacke an.
Gestern habe ich ausführlich berichtet, wie dieses Stück entstanden ist.


Dazu trage ich meinen lila Lieblingsrock und ein Ringelshirt, das ich hier zwar sicher schon einmal gezeigt habe, aber gerade im Archiv nicht finden kann.


Eigentlich wollte ich ja diese Bluse zeigen. Den Schnitt habe ich aus meinem Kleiderschnitt entwickelt. Leider hatte ich nur einen Meter dieser schönen, geblümten Seide, deshalb habe ich das Rückenteil anscheinend zu knapp zugeschnitten und nun kann ich es zwar an- aber nicht mehr allein ausziehen. Auch wenn ich z.B. einen Wäschekorb hochheben will, spannt der Stoff gefährlich im Rücken.


Schade, denn eigentlich gefällt mir die Bluse gut.
Vielleicht mag sie jemand haben?
Es ist ungefähr eine Größe 42.
(Meine Schulterbreite entspricht eher einer 44.)
Im Tausch hätte ich gern einen Meter Stoff.


Hier noch einmal das Muster aus der Nähe.
Die Seide ist übrigens bei 30 Grad in der Maschine waschbar.

Was die anderen Damen heute selbst gemachtes tragen, 
 sehen wir im MMM-Blog.



Dienstag, 17. Juni 2014

Vom 80er-Jahre Ungetüm zum Reste-Ringel-Raglan


Die Rügenfrau ist letztes Jahr umgezogen und hat vorher kräftig entrümpelt. Dabei kamen diverse Strick-UFOs (UFO=unfertiges Objekt) zum Vorschein. Als sie auf ihrem Blog drohte, sie in den Müll zu werfen, bot ich an, die Teile sinnvoll zu verwerten. Dabei sind schon ein Leibchen und ein Pullunder entstanden.


Im März (?) habe ich mir dann dieses Projekt vorgenommen. Was wie ein Ärmel aussieht, ist ein Pulloverrückenteil. Ja, in den 80ern hat man Säcke mit engen Bündchen und überschnittenen Schultern getragen. Das Vorderteil war auch dabei, aber ich habe natürlich erst fotografiert, als ich schon mitten im Werkeln war.


Ich bin sehr dankbar, dass die Rügenfrau die vielen Fäden noch nicht vernäht hatte, denn ich habe die Teile geribbelt.


Um mich nicht rettungslos zu verheddern, habe ich mir aus einer Cornflakespackung kleine Quadrate geschnitten und darauf die verschiedenen Fäden aufgewickelt. Ein kleiner Schlitz in jeder Karte verhindert ein unfreiwilliges Abwickeln.


Viele Quadrate ergeben viele kleine Knäuel.
Schon die Rügenfrau scheint da Reste verstrickt zu haben, denn es handelt sich um recht unterschiedliche Garne. Das graue z.B. ist mit doppeltem Faden verstrickt.


Kleine Knäuel zu großen gewickelt.
(Hätte ich auch sofort machen können, naja jetzt bin ich schlauer.)


Mit Resten aus dem Stash kombiniert.


Maschen- und Musterprobe gestrickt.


Die Rückseite ist auch interessant.


Und ein Raglan-Jäckchen in kraus rechts nach eigenem Entwurf für mich daraus gestrickt.
Vorn habe ich einen Reißverschluss aus meinem Vorrat eingenäht.
Und wie das Teil angezogen aussieht, zeige ich morgen.

Meine Werke machen mit bei:


Sonntag, 15. Juni 2014

Badenixen Sew Along - Jetzt geht's los!



Zu Bademode habe ich ja ein sehr zwiespältiges Verhältnis. Ich halte mich gern am Strand auf und ich schwimme auch wirklich gern, sowohl im Meer als auch im Frei- oder Hallenbad. Allerdings habe ich sehr blasse, sonnenempfindliche Haut, bin aber auch ein Eincreme-Muffel. Chemische Lichtschutzfilter kommen nicht an meine Haut, seitdem ich mich damals als frischgebackene Mama ausgiebig informiert habe. Bei diesen Filtern findet auf der Haut eine chemische Reaktion statt! Das kann nicht gesund sein und das ist es auch nicht. Es kann Sonnenallergie auslösen (ja, die kommt nicht von der Sonne, sondern von der Sonnencreme!) und sogar Hautkrebs verursachen. Ob es hingegen vor chronischen Hautschäden schützt, ist noch immer nicht bewiesen, siehe  z.B. Abschnitt "Studien" im Wikipedia-Artikel über Sonnencreme. Nein Danke! Dass diese Filter auch gern "organisch" genannt werden, finde ich total absurd, weil das so nach "Bio" klingt. Dabei handelt es sich um organische Chemie und wer in der Schule aufgepasst hat, weiß vielleicht noch, dass das einfach Substanzen auf Kohlen-Wasserstoff-Basis sind, im Gegensatz zur anorganischen Chemie.
Aber ich schweife ab. Jedenfalls nervt mich die Eincremerei, da die mineralischen Lichtschutzfilter zwar gesünder sind, aber leider auch sehr pastig. Außerdem kann ich mir nicht selbst zuverlässig den Rücken eincremen. Da ist es doch nur logisch, dass ich meine Haut mit möglichst viel Stoff schütze. Deshalb ist mein Plan, mir einen Strand- und Badeanzug in Form von einem Shirt und einer Radlerhose zu nähen. Das kommt auch meinem Bedürfnis entgegen, gewisse Partien, die durch das Kinderkriegen in Mitleidenschaft gezogen wurden, nicht der Öffentlichkeit zu zeigen. Und überhaupt, warum soll ich Teile meines Körpers bräunen, die außer sehr wenigen Leuten normalerweise eh niemand sieht?



Als Stoff habe ich da einen stretchigen Poly-Jersey in altrosa und bordeaux (also je Farbe einen Meter), den ich mir letzten Sommer am Maybachufer gekauft habe.


Für das Oberteil nehme ich meinen T-Shirt-Schnitt, dem ich sportive Seitenstreifen verpasse. Für die Hose nehme ich gerade den Schnitt von einer gut sitzenden Radlerhose ab (für so etwas benutze ich gern alte Kalenderblätter, hier mit Tiermotiven). Ich verlängere die Hose am Bauch etwas, damit sie nicht immer gleich unter selbigem hängt. Sie bekommt ebenfalls Seitenstreifen. (Irgendwie muss ich gerade an meinen Turnanzug denken, den ich hatte, als ich sechs Jahre alt war, denn der war orange mit grünen Seitenstreifen. *lach*) Zuerst werde ich Oberteil und Hose in bordeaux zuschneiden und die Seitenstreifen altrosa machen. Wenn am Ende noch Zeit ist, werde ich die umgekehrte Kombination auch noch nähen, dann vielleicht an den kritischen Stellen gefüttert, weil das altrosa doch recht hell und somit möglicherweise durchsichtig ist.

Alle Badenixen treffen sich bei Lotti, die mir mit ihrer genialen Idee, einen Badenixen Sew Along zu veranstalten, den nötigen Motivationsschub gegeben hat. Vielen Dank dafür!




Mittwoch, 11. Juni 2014

Me Made Mittwoch: bewährte Pastell-Kombination





Ich glaube, diese Kombination habe ich schon einmal hier gezeigt. Aber an heißen Tagen sind mein Blümchenrock und das zartrosa T-Shirt einfach ein unschlagbares Team.

Was die anderen Damen heute selbst gemachtes tragen, 
 sehen wir im MMM-Blog.