Samstag, 6. Februar 2016

Ich bin in ein Kaninchenloch gefallen...


Heute habe ich die kostenlosen Lookbooks von Urban Threads entdeckt (den Shop kenne ich schon ganz lange) und ganz viel gestöbert. Ich weiß, im Grunde sind das nur Produktkataloge, aber viele Ideen kann man ja auch ohne die Stickereien umsetzen. Ich finde die Ideen jedenfalls sehr inspirierend.

Meine Favoriten aus den Urban Threads Lookbooks:

Das erste Lookbook noch ohne Nummer:
Ich liebe den Quilt mit Sternenhimmel und Milchstraße auf Seite 16/17!!!

Die Mondphasen auf Seite 14/15 sind sooo schöööön!!!
Und die Schreibmaschinentastatur auf Seite 18/19 ist echt cool!

Die Büchertasche auf Seite 4 finde ich toll. Meine Kinder haben Büchertaschen von der "Stiftung Lesen", ich brauche auch dringend eine schöne Büchertasche für unsere Büchereibesuche.

A propos Tasche, so eine Stricktasche wie hier auf der Titelseite brauche ich auch. Dingend!

Stickrahmen mal nützlich upgecycelt auf Seite 4.

Und dann habe ich festgestellt, dass es ja noch ganz viele andere, bezaubernde, kostenlose Lookbooks gibt, z.B. von Fleet & Flourish mit bezaubenden Patchwork-Ideen, z.B. das Kissen auf Seite 8, Nadelkissen auf Seite 37.

Ich kaufe ja schon seit über 10 Jahren keine Zeitschriften mehr. Mit Lookbooks und Pinterest bin ich vollkommen glücklich. Und Ihr?


Annas Perspektive



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Angela Sommer-Bodenburg
Titel: Anna von Schlottersteins Nächtebuch
illustriert von: Amelie Glienke
Verlag: rororo rotfuchs
Erscheinungstermin: 01.10.2012
192 Seiten
ISBN: 978-3-499-21560-5
Preis: 9,99 €

Klappentext:
Niemand, nicht einmal der kleine Vampir Rüdiger von Schlotterstein, durfte bislang lesen, was seine kleine Schwester Anna ihrem Nächtebuch anvertraut! Denn Nächtebuchschreiben ist für Vampire nicht nur verboten, es wäre auch für sie, ihren Bruder und dessen Menschenfreund Anton Bohnsack zu gefährlich. Wenn Lumpi oder gar Sabine die Schreckliche erfahren würden, was Anna alles erlebt hat – nicht auszudenken, was dann passieren würde! Also: Vorsicht bei der allergeheimsten Vampirlektüre!

Meine Meinung:
Die Idee, eine Vampirgeschichte später teilweise aus der anderen Perspektive zu erzählen, ist nicht neu (z.B. gab es schon vorher "Edward - Auf den ersten Blick" von Stephenie Meyer, übrigens kostenlos als PDF und für den Kindle erhältlich), aber mir gefällt das ganz gut. Ich war ja auch immer der Meinung, dass Anna von Schlotterstein viel zu selten bei Anton auftaucht, obwohl sie ein interessantes, starkes Vampirmädchen ist. Jetzt kommt sie endlich zu Wort!
Ihr Tagebuch enthält die Vorgeschichte der Familie von Schlotterstein, wie und warum Sabine damals zum Urvampir wurde, wie nach und nach alle anderen nachzogen, bis nur noch die kleine Anna ein Mensch war und allein die schwere Entscheidung treffen musste, ob sie sich ihrer Familie anschließt.
Anna beschreibt, wie die Familie mehrmals umziehen musste, wie Rüdiger Anton kennen lernte bis hin zu seinem Gruftverbot. Nebenbei schreibt Anna auch ganz ehrlich ihre Gedanken und Gefühle auf, es ist ja schließlich ein Nächtebuch. Und wir lernen die anderen Vampire aus der Gruft Schlotterstein etwas besser kennen, so dass z.B. Lumpi nicht mehr so eindimensional erscheint wie bisher.
Leider habe ich dieses Buch in der Bücherei erst entdeckt, nachdem ich den letzten Band "Die Frage aller Fragen" enttäuscht abgegeben habe. Wenn man das Nächtebuch zuerst liest, weiß man, was Anton alles weiß und kann sein Handeln etwas besser nachvollziehen. So bin ich ein wenig versöhnt, obwohl ich noch immer der Meinung bin, dass das Ende unverantwortlich ist.
Außerdem ist die Geschichte recht widersprüchlich, was die Verwandlung zum Vampir betrifft, wenn man "Die letzte Verwandlung", "Die Frage aller Fragen" und das Nächtebuch vergleicht.
Auch dieses Buch ist von Amelie Glienke illustriert, aber leider nicht mehr im gleichen Stil wie am Anfang. Ist ja nett, wenn sie sich weiterentwickelt und jetzt Graustufen (z.B. auf Seite 13 in der Leseprobe) verwendet, aber ich fand ihre Technik, wie sie nur mit Strichen die verschiedenen Formen und Strukturen erschaff, immer wunderschön. Naja, vielleicht soll der andere Stil auch verdeutlichen, dass dies Annas Sicht der Dinge ist. Und Frauen haben ja möglicherweise eine andere Wahrnehmung als Männer.

Tipp:
Es gibt eine kostenlose Leseprobe.


Donnerstag, 4. Februar 2016

"Kleine Räume, viele Möglichkeiten"





Titel: Kleine Räume, viele Möglichkeiten. Tolle Ideen für platzsparendes Wohnen
Verlag: Stiftung Warentest
Erscheinungsdatum: 10. März 2015
gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868514147
ISBN-13: 978-3868514148
Größe: 20,2 x 2,2 x 22,8 cm
Preis: 24,99 € als Hardcover, 20,99 € als PDF

Klappentext:
Kleine Räume haben Charme und Potenzial. Das sagt sich so leicht - und ist doch oft schwer zu glauben. Trauen Sie sich und machen Sie mehr aus Ihrem Zuhause! Das ist auch ohne Umbau möglich. Nutzen Sie den Platz, den Sie haben, bewusst und clever aus. Egal ob Wohnbereich oder Küche, Bad oder Kinderzimmer - dieses Buch liefert Ihnen jede Menge Ideen.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist kein "Coffee Table Book", sondern ein richtiges Arbeitsbuch. Zuerst werden Wohnung, vorhandene Möbel und Bedürfnisse analysiert. Dann wird gezeigt, wie man mit Licht, Farben, Mustern und Strukturen den Wohnraum gestalten kann. Anschließend geht es um die Möbel, deren Anordnung, Aufarbeitung und ggf. Maßanfertigung. Im viertel Kapitel werden Beispiele für die einzelnen Räume vom Flur bis zum Balkon gezeigt. Das letzte Kapitel behandelt das Ausmisten, das meiner Meinung nach an den Anfang gehört, denn wenn man erst einmal ordentlich entrümpelt, stellt man vielleicht fest, dass man gar nicht renovieren, umräumen oder Möbel kaufen muss.
Der theoretische Teil in den ersten drei Kapiteln hat mir sehr gut gefallen. Die Beispiele im vierten Kapitel sind eher enttäuschend. Ja, Regale, Schränke und Bettkästen sind tolle Erfindungen, Wahnsinn! Dass man Lampen an die Wand schrauben und einem Tisch mehrere Funktionen (z.B. essen und arbeiten) zuordnen kann, weiß ich auch schon.
Ich hatte das Buch aus der Bücherei ausgeliehen, weil ich gehofft hatte, Ideen für unsere Kinderzimmer zu finden, die nur ca. 8 qm klein und auch noch ungünstig geschnitten sind. Allerdings scheinen die Macher dieses Buches eine andere Definition von "kleinen Räumen" zu haben: Schlafzimmer 18 qm, Wohnzimmer 32 qm, wo leben die denn???

Tipp:
Bei der Stiftung Warentest gibt es eine Vorschau, die andere Seiten enthält als die im großen bösen Internetkaufhaus. Zum Einkaufen dann aber bitte wie immer in den Buchladen umme Ecke gehen. Danke!


Mittwoch, 3. Februar 2016

Die Geschichte der roten Wolle




Die Schwiegercousine mir hat vor langer Zeit drei große Tüten mit Garn und Stoff vermacht.


Das Garn war teilweise schon verstrickt. Also durfte das große Kind ribbeln und ich habe gewickelt.


Zunächst ist daraus ein Raglan-Pulli entstanden.
Ist das nicht süß, wie das kleine Kind sich auf die Zehenspitzen stellt, um die weiche Wolle (oder Mamas weichen Bauch?) anfassen zu können?


Leider lag der Pulli doch nur im Schrank, weil ich keine Jacke darüber ziehen konnte, dazu waren die Ärmel zu dick. Und wenn mir warm wurde, konnte ich ihn ja nur ausziehen. Eine Jacke wäre doch besser gewesen. Außerdem ist die Farbe für meinen Teint recht grenzwertig. Also noch einmal geribbelt.


(Leider wieder grottige Fotos, sorry)

Nachdem ich so viel Spaß mit meinem Schafrock habe, ist aus der roten Wolle auch ein Rock geworden. Mit Nadelstärke 9 gestrickt war der ruck zuck fertig. Mag übrigens jemand mit mir Stricknadeln tauschen?
Ursprünglich wollte ich das breite Rippenbündchen nach oben ziehen, aber es ist gar nicht enger als der glatt rechts gestrickte Teil. Also habe ich in die Unterkante einfach ein Gummiband gezogen (mit Schießpuffe!) und trage ihn jetzt falsch herum. Dazu passt mein Drachenshirt, das allerdings an allen Ecken und Enden auseinander fällt, ich habe es einfach schon zu oft getragen. Ich muss dringend neue Oberteile nähen. Und natürlich brauche ich für diese Rockform auch wieder eine andere Oberteillänge und -form als für Hosen oder weite Röcke. *seufz*


Immerhin habe ich jetzt auch herausgefunden, wie ich im Winter Röcke tragen kann: Sie müssen eng und kurz sein, dann passt auch meine Winterjacke drüber. Der nächste Rock ist schon in Arbeit, wenn der fertig ist, zeige ich mal ein Foto mit Winterjacke.

Als ich diese Fotos hier bearbeitet habe, kam übrigens das große Kind hinzu und sagte: "Mama, die Bilder sehen schön aus, weil du da so schön aussiehst." *schmelz*

Der Rock macht mit bei:


Dienstag, 2. Februar 2016

Grau und doch auch ein wenig bunt




Diese Handstulpen sind schon eine Weile fertig. Im Urlaub an der Nordsee haben sie mir sehr gute Dienste geleistet, z.B. am "Strand" von Friedrichskoog.


Ich habe einfach zwei gerade Schläuche in 2 rechts 2 links gestrickt und an der passenden Stelle jeweils ein Loch für den Daumen gearbeitet. Die Stulpen sind 25 cm lang.


Das Garn ist Fischer Wolle Feinstrumpf in der Farbe 2896 aus dem Nachlass meiner Mutter.


Von Weitem sieht es nur grau aus, aber aus der Nähe erkennt man zusätzlich rosa und schwarz.


Ich habe ein Knäuel mit 50 g und 205 m mit Nadelstärke 2,5 mm verstrickt. Das Garn fühlt sich beim Stricken herrlich an, daher waren die Stulpen schnell fertig.


A propos Stricknadeln, ich stricke ja normalerweise mit Metall oder Plastik (auch von meiner Mutter). Ich habe nur eine Holznadel, mit der ich leider nicht gern stricke. Es handelt sich um eine Knitpro Basix Birke 9 mm Rundnadel in 150 cm Länge. Die würde ich gern gegen eine Rundnadel gleicher Länge aus Plastik oder Metall in Stärke 5, 6, 8, 9 oder 10 mm tauschen. Falls sich eine Tauschpartnerin aus Berlin findet, könnten wir uns ja z.B. zum Tauschen und Stricken treffen, z.B. bei der Mittwochsmasche.


Und dann hätte ich noch diese vier einzelnen Nadeln abzugeben. Es sind alles Singles in den Stärken 5, 6, 8 und 10 mm. Damit kann man bestimmt spannende Effekte z.B. mit Lacegarn erzielen, wenn man die Reihen abwechselnd in verschiedenen Stärken abstrickt. Oder vielleicht hat jemand sogar passende Singles, damit wieder Paare entstehen können?

Wer mit mir tauschen will, findet meine Mailadresse im Impressum.

Die Stulpen machen heute mit bei:



Sonntag, 31. Januar 2016

Gehört und gelesen: "Sternschanze" von Ildikó von Kürthy


Das Buch hat mir meine Lieblingsschwiegermutter letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt. Als ich das Hörbuch neulich zufällig in der Bücherei entdeckt habe, dachte ich erst "Ach, da hab ich ja das Buch zuhause", aber dann habe ich es trotzdem ausgeliehen. Ich habe teilweise das Hörbuch gehört, teilweise aber selbst das Buch gelesen. Deshalb schreibe ich hier mal über beide Teile zusammen:



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Ildikó von Kürthy
Titel: Sternschanze
illustriert von: Gisela Goppel
Verlag: Rowohlt
Erscheinungstermin: 26.06.2015
352 Seiten
ISBN: 978-3-499-26690-4
Preis: 9,99 € (Taschenbuch), 17,95 € Hardcover, 9,99 € E-Book




Coverbild vom Argon Verlag zur Verfügung gestellt

gelesen von der Autorin
Preis: 7,99 €
ISBN 3839892767
Argon Verlag
Laufzeit 4 Stunden, 47 Minuten
4 CDs
ISBN 978-3-8398-9276-3
Erscheinungstermin: 23. Juli 2015
Preis 12,95 €

Klappentext:
Das ist keine Krise. Das ist eine Katastrophe! 
Bis eben war ich noch wohlhabend, verheiratet und gut frisiert. Und jetzt? Mein Leben ist nicht mehr wiederzuerkennen: Mein Mann will die Scheidung, meinen Liebhaber möchte ich behalten und meinen Friseur kann ich mir nicht mehr leisten. 
In diesem Moment sitze ich in einem sehr preiswerten Motel mit Raufasertapete und frage mich: War mein Betrug wirklich unverzeihlich? Was will ich retten – meine Ehe, meine Affäre oder mich? Brauche ich Hummer und eine professionelle Fußpflege zu meinem Glück? Und: Wer könnte ich werden, jetzt, wo ich niemand mehr bin?

Meine Meinung:
Ildikó von Kürthy schreibt wie immer gnadenlos ehrlich, was natürlich manchmal peinlich, aber oft auch sehr lustig ist. Dieses Buch ist aber darüber hinaus sehr philosophisch, manchmal auch traurig. Vielleicht berührt es mich aber so besonders, weil Ernte 23, Tabac, Schwimmunfall und Krebstod auch in meiner Familiengeschichte vorkommen.
Nach Mondscheintarif hat sich das Thema "Er ruft nicht an" ja immer nur wiederholt, aber hier ist das Haupthema ein anderes. Trotzdem zitiert sich die Autorin selbst, aber das fand ich ganz lustig.
Die Autorin liest das Hörbuch sehr gut und die Papierausgabe enthält viele schöne Illustrationen. Allerdings find ich es schade, dass auf dem Cover nur der Name der Autorin plastisch hervorgehoben ist, da hätte man viel mehr mit den Sternen spielen können.
Das Ende ist sehr vorhersehbar und ich hätte es mir anders gewünscht, aber alles in allem hat mir das Buch schon gut gefallen. Natürlich jammert die Protagonistin auf sehr hohem Niveau, aber ich finde es in Ordnung, sich gelegentlich mit solcher Lektüre von der wirklichen, grausamen Welt da draußen abzulenken.

Tipp:
Auf der Homepage des Rowohlt Verlags gibt es eine Leseprobe und beim Argon Verlag gibt es eine Hörprobe, im Downloadstore gibt es sogar drei Hörproben.


Donnerstag, 28. Januar 2016

Gelesen: "Aklak, der kleine Eskimo. Das große Rennen um den Eisbärbuckel" von Anu Stohner


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Anu Stohner
Titel: Aklak, der kleine Eskimo. Das große Rennen um den Eisbärbuckel
Illustrationen: Henrike Wilson
Preis: 12,99 € [D], 13,40 € [A], 17,90 CHF
gebundenes Buch
ISBN: 978-3-570-17227-8
Erschienen: 23.11.2015
144 Seiten
Verlag: cbj

Klappentext:
Eisschollefahren strengstens verboten! Das weiß doch jedes Eskimokind. Doch für Aklak, den kleinen Eskimo, gibt es nichts Schöneres als sich zusammen mit seinen Freunden vom großen Wal durch die Bucht schieben zu lassen und die Eisberge zu beobachten. Man darf sich eben nur nicht erwischen lassen ... 
Aber ausgerechnet die großen Eskimojungs aus der dritten Klasse ertappen die Freunde dabei. Sie haben den kleinen Eskimo schon lange auf dem Kieker und fordern ihn zum Schlittenrennen heraus: Dreimal um den Großen Eisbärbuckel und zurück - das können Aklak und sein braver Husky Tuktuk unmöglich gewinnen, niemals. Doch manchmal kommt es auch im Leben eines kleinen Eskimojungen unverhofft anders und sogar noch besser als in einem Traum.

Meine Meinung:
Die Hörbuch-CD ist noch immer ein großer Hit bei uns. Den Inhalt hatte ich bereits ausführlich gelobt. Deshalb wollten wir noch das Buch dazu haben, denn da ist die Geschichte noch ausführlicher erzählt und es gibt wunderschöne Bilder.
Das große Kind (7 Jahre, 2. Klasse) hat das Buch neulich an einem einzigen Abend durchgelesen, die große Schrift war dabei eine gute Motivation. Es liest die Geschichte auch gern dem kleinen Kind vor und imitiert dabei sogar die verschiedenen Stimmen und Betonungen der Hörbuchversion, was eine deutliche Verbesserung gegenüber seiner bisherigen, eher gleichmäßigen (*räusper*) Vorlesetechnik ist.
Fazit: Das Buch ist ebenso bezaubernd wie die CD und beide Teile ergänzen sich hervorragend.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es zwei verschiedene Leseproben (*klick* und *klick*)

Mittwoch, 27. Januar 2016

Rock "Schafe bei Nacht"

(Klick macht die Fotos größer.)


Als ich neulich die Schaf-Mütze für meine Freundin gestrickt habe, wollte ich mir unbedingt auch ein paar Schafe stricken. 
Aber ich mag solche Mützen an mir nicht. Also habe ich mir etwas anderes überlegt, wie Ihr sehen könnt: "Schafe bei Nacht" als Rock. 
Er war sooo schnell gestrickt und trägt sich ganz wunderbar. Hach, ich bin richtig verliebt!
(Der Rest ist Kaufkleidung, unter anderem eine Lammwolljacke, die mal meiner Schwester gehört hat, Danke!)


Und weil das Tragefoto so grottig ist, zeige ich Euch noch ein Foto vom Rock ohne Inhalt.


Die Schafe noch etwas näher.
Hier sieht man auch meine Lösung für den unteren Rand: Ich habe einen Schlingenanschlag gemacht, 10 Runden glatt rechts gestrickt, dann eine Runde linke Maschen und anschließend im Schaf-Muster. Nach 10 Reihen, das war bei mir die letzte Reihe vor den Hufen, habe ich die Anschlagsschlingen auf eine zweite Nadel genommen und immer paarweise mit den Maschen der aktuellen Reihe zusammen gestrickt.  Leider habe ich da wohl etwas zu fest gestrickt, sodass der Rock unten etwas absteht (vielleicht habe ich auch bei den Schafen zu fest gestrickt, keine Ahnung). Aber das stört mich kaum. Man könnte auch einen provisorischen Anschlag machen und die Maschen dann später auf die Nadel nehmen oder gleich eine Rundstricknadel in der Kante hängen lassen.
Ich habe den unteren Rand in Nadelstärke 3,5 und den Rest mit 4,0 mm gestrickt. Das grüne ist Merino von Doppler-Effekt-Pullover. Der Rest ist Polyacryl aus dem Nachlass meiner Mutter. Bei einem Rock finde ich das nicht so schlimm, denn darunter trage ich eh Leggins oder Strumpfhosen, außerdem schwitze ich in diesem Bereich auch nicht. Und warm genug ist der Rock trotzdem.


Diesmal habe ich außer in der obersten Schneeflockenrunde keine Fäden auf der Rückseite verkreuzt.  Die Spannfäden sind so kurz, dass ich da kaum beim Anziehen mit dem Fuß hängenbleiben werde. Und der Umfang ist groß genug, sodass der Rock ausreichend dehnbar ist.

Ich glaube, ich mach mir noch einen, vielleicht "Schafe in der Dämmerung" oder so.

Der Schaf-Rock macht mit bei:




Dienstag, 26. Januar 2016

Notizbücher verschönern mit Upcycling



Erstens: 
Werbung wird gnadenlos überklebt mit einem Stück von einem alten Kalenderblatt.


Viel schöner so!


Zweitens: 
Beschriebene Innenseite des Buchdeckels wird mit einem Stück aus einer Zeitschrift kaschiert.


Drittens: Genauso wie bei zweitens.

Die nun hübschen Notizbücher machen mit bei:


Sonntag, 24. Januar 2016

Der kleine Vampir und die Frage aller Fragen


Vorbemerkung:
Ich liebe den kleinen Vampir. Der erste Band war eins der ersten "richtigen" Bücher, die ich als Kind selbst gelesen habe. Jeder neue Band wurde sofort gekauft, verschlungen und immer wieder gelesen. Das sieht man den Exemplaren in meinem Regal auch deutlich an. 
Die Geschichte ist romantisch, ohne kitschig zu sein. Der Zauber der Nacht, der Traum vom Fliegen, das ewige Leben versus die ewige Verdammnis, das alles hat mich und viele andere Kinder fasziniert.  Und wenn man sich den Erfolg von Twilight, Black Dagger usw. anschaut, hält die Begeisterung für diese Themen nach wie vor bei Jugendlichen und Erwachsenen an.
Die Freundschaft zwischen dem Menschenjungen Anton Bohnsack und den Vampirkindern Anna und Rüdiger von Schlotterstein ist etwas ganz besonderes, weil sie neugierig auf die Welt und das Leben des jeweils anderen sind, sie tolerieren das Anderssein und schützen sich gegenseitig vor den Gefahren der Welt, in der sie eigentlich fremd sind.
Anton ist ein ganz normaler Junge aus einer ganz normalen Familie. Er ist weder super beliebt noch wird er in der Schule gemobbt, sondern er lebt ein Leben, wie viele Kinder damals auch, zumindest tagsüber. Ich konnte mich mit ihm identifizieren, obwohl ich ein Mädchen war, Geschwister hatte und meine Eltern geschieden waren.
Die Geschichten sind spannend, geheimnisvoll und manchmal gefährlich, ohne jedoch brutal zu sein.
Die TV-Serie fand ich damals auch ganz gut, obwohl da die Geschichte sehr verändert wurde. Dafür gab es eine tolle Titelmelodie, einen großartigen Gert Fröbe als Geyermeier und Jim Gray als Lumpi, den ich nach wie vor zum Niederknien sexy finde. *schmacht*
Nach dem achten Band "Der kleine Vampir liest vor" war für mich aber erstmal die Luft raus. Die Handlung wurde dünn, gleichzeitig gab es die Bücher nur noch als unhandliche, teure Hardcover. Ein paar Bände hatte ich in der Bücherei ausgeliehen, aber der Zauber war weg.
Den 20. Band "Die letzte Verwandlung" habe ich vor ein paar Jahren quer gelesen und das Ende fand ich ganz okay. Als ich nun dieses Buch hier in der Bücherei zufällig entdeckt habe, war ich doch neugierig und habe es mir ausgeliehen:



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Angela Sommer-Bodenburg
Titel: Der kleine Vampir und die Frage aller Fragen
illustriert von Amelie Glienke
Verlag: Rowohlt
240 Seiten
ISBN: 978-3-499-21725-8
Preis: 12,00 €
Erscheinungstermin: 25.09.2015

Klappentext:
Seit dreihundertdreiundvierzig Nächten hat Anton seine Freunde, den kleinen Vampir Rüdiger von Schlotterstein und dessen Schwester Anna, nicht mehr gesehen. Umso größer ist Antons Freude, als Anna eines Nachts auf seinem Fensterbrett sitzt. Als Obervampirin hat Anna eine Menge neuer Aufgaben und bittet Anton, ihr den Sommer über zur Seite zu stehen. Das kommt Anton wie gerufen, denn seit seine Eltern sich getrennt haben, haben sie kaum noch Zeit für ihn. Mit Anna aber versprechen es aufregende Ferien voller Abenteuer zu werden! Doch da ist auch noch die Frage aller Fragen, die Anna ihm nur dreimal stellen kann – und die Anton vor eine endgültige, unwiderrufliche Entscheidung stellt: Will er selbst zum Vampir werden?
Der spannende letzte Band der erfolgreichen Serie um den kleinen Vampir Rüdiger, seinen Freund Anton und Anna von Schlotterstein!

Meine Meinung:
Meiner Meinung nach ist dies ein alternatives Ende für alle, die mit dem Ende von Band 20 nicht zufrieden waren.
Die Grundstimmung ist auf einmal anders. Antons Eltern sind getrennt, wir erfahren aber nicht so richtig, warum, nur dass es einen großen Streit gegeben hat. Mich nervt das, wenn das Setting auf einmal so anders ist. Es scheint mir auch eine Modeerscheinung zu sein, dass bei Fortsetzungen nach langen Pausen die Paare grundsätzlich getrennt sind (mit fallen gerade nur Beverly Hills 90210 und Bridget Jones ein, aber es gibt noch mehr Beispiele). Natürlich ergeben sich daraus neue Problemstellungen und es passt ja auch zur Realität, trotzdem nervt es mich. (Sogar Tante Dorothee lässt sich scheiden, also ist die Liebe bei Vampiren wohl auch vergänglich, das war es mit der Romantik...)
Antons depressive Stimmung nach der Trennung seiner Eltern und durch das Hin und Her Dank geteiltem Sorgerecht ist nachvollziehbar. Hinzu kommen die für (Vor-)Pubertiere üblichen Stimmungsschwankungen, denn Anton ist irgendwas zwischen 10 und 14 Jahren alt. Nur schade, dass Antons Eltern das nicht begreifen und ihm helfen, damit umzugehen.
Es war relativ schnell klar, wie die Geschichte endet. Und ich finde das Ende wirklich schlecht. Anton setzt sich gar nicht richtig mit den Konsequenzen auseinander (im Gegensatz zu Louis in "Interview mit einem Vampir", der sich z.B. einen letzten Sonnenuntergang ansieht) und ich finde es sehr gefährlich, Kindern zu vermitteln, dass man aus Trotz und weil die Eltern gerade mal blöd sind, sein Leben buchstäblich wegwerfen sollte. Wäre seine Entscheidung anders hergeleitet, würde ich vielleicht anders darüber denken, aber so finde ich es wirklich verantwortungslos von Frau Sommer-Bodenburg.
Dass in diesem Buch eigentlich kaum etwas passiert, ist dabei eher nebensächlich.
Diese Rezension zu verfassen, hat fast länger gedauert, als das Buch zu lesen.

Tipp 1:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.

Tipp 2:
Unbedingt vorher "Anna von Schlottersteins Nächtebuch" lesen!

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