Dienstag, 25. April 2017

Mädchen- und Jungssachen


In letzter Zeit ist hier im Blog wenig los. Ich hätte viel, sehr viel zu zeigen. Aber momentan geht mir ein wichtiges Thema nicht aus dem Kopf. Also schreibe ich das mal alles auf. Es geht und Geschlechter- und Genderkram...

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Als Kind habe ich nie mit Puppen gespielt. Ich habe gern Häuser gebaut und eingerichtet, auch für Puppen, aber auch einfach so ganze Städte aus Lego oder Bauklötzen erschaffen. Ich habe auch gern Puppenkleidung gehäkelt und ihnen angezogen. Ich hatte eine Menge Kuscheltiere, die ich sehr geliebt und mit denen ich gekuschelt habe. Aber ich habe nie die typischen Rollenspiele gespielt. Stattdessen habe ich mich für Autorennbahnen, Eisenbahnen und Fischer-Technik interessiert. Leider gehörten diese Dinge immer den Jungs und die haben mich nicht mitspielen lassen, weil ich ein Mädchen war. Mit den Mädchen wollte ich nicht spielen, weil die immer nur Mutter-Vater-Kind spielen wollten. Um nicht immer allein spielen zu müssen, habe ich also manchmal doch mitgemacht und immer den Vater gespielt. Den wollte nämlich keine andere spielen. Dabei war das die coolste Rolle: von der Arbeit kommen, keine Hausarbeit machen müssen und bedingungslos geliebt werden.

Es gab in meiner Klasse ein Mädchen, das von den Jungs als Spielkamerad akzeptiert wurde. Sie trug nie Kleider oder Röcke, immer nur Hosen und niemals Rüschen, Glitzer, rosa oder lila. Sie fuhr ein Rennrad und hatte eine Spielzeugpistole mit diesen Knallplättchen auf rotem Papierband. Das alles hat sie nicht aus Berechnung getan, sondern weil sie es so wollte. Und sie durfte mit den Jungs spielen. Aber ich wollte mich nicht als Junge verkleiden. Ich hatte gern lange Haare, ich trug gern Kleider, auch mit Rüschen, Glitzer und in ALLEN Farben.

Mein Cousin in Süddeutschland war vier Jahre älter als ich und hatte als einer der ersten einen Computer. Als ich in den Ferien bei ihm und seinen Eltern war, hat er mir das Programmieren beigebracht. Ich war fasziniert. Natürlich auch von den tollen Spielen, die man darauf spielen konnte. Boulder Dash! Für mich noch immer eins der besten Spiele überhaupt!
Jedenfalls war es nie ein Thema, ob ich nun ein Mädchen bin oder nicht. Er hat mir alles gezeigt und beigebracht und auch seine Freunde haben mich akzeptiert. Erst zurück in Berlin bin ich auf Ablehnung gestoßen. Als ich begeistert von meinen Computererlebnissen erzählte und plante, mein Taschengeld zu sparen, um mir bald einen eigenen Computer zu kaufen und später Informatik zu studieren, kam nur die Frage: "Wieso denn das? Du als Mädchen? So ein Quatsch!" Niemand hat mich bestätigt oder unterstützt. Das hat mich so verunsichert, dass ich fortan nicht mehr darüber geredet habe.
Dann hatten die ersten Jungs aus meiner Klasse einen Computer. Und bis wir in der Schule fakultativen Informatikunterricht hatten, waren sie mir so weit voraus, dass ich keine Chance hatte, mitzumachen. Dem Lehrer war deutlich anzusehen, dass es ihm auch lieber war, mit den Jungs "richtige" Aufgaben zu machen, als mit mir den Anfängerkram. Meine Begeisterung für diese Dinge wandelte sich in Trotz. Wenn ihr mich nicht wollt, will ich euch auch nicht! Blöder Computerkram!
Dabei war ich Klassenbeste unter anderem in Mathe und Englisch, konnte mit meiner Logik alle an die Wand argumentieren. ABER DANN HALT NICHT!

In der Oberstufe hatte ich Mathe und Physik als Leistungskurse, weil ich in beidem Klassenbeste war und mir diese Fächer Spaß gemacht haben. Leider mochte der Physiklehrer keine Mädchen in seinem Kurs haben und er hat uns - das Rennradmädchen (s.o.) und mich - immer mies behandelt. Natürlich nie so, dass man damit zu einer übergeordneten Stelle hätte gehen können. Aber bei unseren Fragen hat er immer die Augen verdreht, als ob es gaaanz dumme Fragen wären und auch nur ganz knapp geantwortet. Er hat uns auch mündlich schlechter bewertet als die Jungs, obwohl wir mindestens genauso gut waren. Aber das kann man natürlich schlecht nachweisen.
Trotz der Note 5 in Physik habe ich ein gutes Abitur geschafft und nach einem Umweg über zwei Semester Geisteswissenschaften ein Ingenieurstudium absolviert. Oh Wunder, hier war ich in Physik wieder eine der besten. In Mechanik habe ich sogar als einzige von mehreren Hundert Studierenden die volle Punktzahl erreicht. Ich konnte inzwischen ganz gut die blöden Kommentare vom Lerninhalt abgrenzen. Aber damit Ihr auch Euren Spaß habt, erzähle ich mal zwei Anekdoten:

In Thermodynamik wusste ich als einzige die Antwort auf eine bestimmte Frage. Darauf ruderte der Professor ein paar Sekunden und sagte dann: "Klar, die Hausfrau weiß das natürlich."

In Werkstofftechnik zählte der Professor die verschiedenen Materialien auf: Metalle, Keramik, "und Kunststoffe, das wird vor allem die Damen hier interessieren, denn daraus macht man WINDELN!"

Wenn Leute von meinem Studienfach erfahren haben, kam oft die Frage: "Ist das nicht besonders schwer für ein Mädchen?" Ich habe damals sachlich geantwortet: "Nein, wir bekommen die gleichen Aufgaben wie die Jungs."
Heute würde ich sagen: "Ja, aber nur wegen der vielen blöden Vorurteile und Sprüche und weil wir in der Kindheit nicht genauso unseren Talenten entsprechend gefördert werden wie die Jungs!"

Ich wollte gern ein Praktikum in einer Gießerei machen, konnte aber nicht, weil es dort keine sanitären Einrichtungen und keinen Ruheraum gab.
[Dass ich nie Autogenschweißen gelernt habe, lag ausnahmsweise mal nicht an meinem Geschlecht, sondern an meiner Linkshändigkeit. Die Arbeitsplätze waren nur für Rechtshänder eingerichtet. Man konnte sie gar nicht mit links benutzen. Und ich hatte im rechten Arm weder die Kraft noch die Feinmotorik, um (als Anfängerin!) mit rechts zu schweißen.]

Auf einem Ausflug der Arbeitsgruppe, in der ich studentische Hilfskraft war, kamen die Kollegen alle in Doppelzimmern unter und hatten so auch nur den halben Preis für die Übernachtung zu bezahlen. Ich schlief allein im Zimmer und durfte doppelt so viel zahlen wie die anderen. Jetzt könnte man sagen: Dafür können doch die Kollegen nichts. Richtig. Ich aber auch nicht. Warum habe ich dann den finanziellen Nachteil?

Nach dem Diplom habe ich ein paar Jahre gearbeitet und dabei den ganz normalen Berufsalltag erlebt: Kunden, die lieber mit einem männlichen Kollegen sprechen wollten, obwohl ich am besten über das Projekt bescheid wusste. Kollegen, deren Augen stets auf meinem Oberkörper ruhten, wenn sie mit mir sprachen, selbst wenn ich einen Laborkittel oder einen dicken Winterpullover trug.

Jetzt bin ich seit neun Jahren "Familienmanagerin", wie man das heute nennt, wenn man nicht "Hausfrau und Mutter" sagen will. Gelegentlich werde ich gefragt, ob ich meinen Beruf vermisse. Nein, ich vermisse ihn nicht. Natürlich wäre ich gern finanziell unabhängig und für den Ernstfall abgesichert. Und es wäre schön, mehr Anerkennung zu bekommen. Aber mein Interesse für Technik kann ich wunderbar mit meinen Kindern ausleben. Ich bastle auch gern mit meinem Mann zusammen technische Lösungen, die es nicht zu kaufen gibt.

Objektiv betrachtet finde ich es tragisch. Denn ich könnte unserer Gesellschaft sicher sehr viel besser nutzen, Dinge erfinden oder verbessern, die Wirtschaft ankurbeln, ein Vorbild sein. Aber es ist so anstrengend, als Frau in einem "Männerberuf" ständig diese Vorurteile, die Sprüche, die Benachteiligungen auszuhalten. Und als Mutter von einem hochsensiblen Schulkind und einem hochbegabten Vorschulkind bin ich so schon chronisch erschöpft.

Mein Appell an alle: Ignoriert doch einfach mal das Geschlecht der Menschen, vor allem der Kinder. Die meiste Zeit ist doch das Geschlecht eines Menschen völlig unwichtig. Wenn jemand schöne Sachen strickt, ist das doch toll! Wenn jemand geniale Maschinen baut ebenso! Wenn ein Kind gern Zahnräder zusammenschraubt oder eine Puppe frisiert, ist es doch egal, welche Geschlechtsteile es in seiner Hose hat. Es ist egal!


Donnerstag, 20. April 2017

Gelesen: "Sehr gerne, Mama, du Arschbombe" von Patricia Cammarata




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Patricia Cammarata
Titel: "Sehr gerne, Mama, du Arschbombe - Tiefenentspannt durch die Kinderjahre"
Taschenbuch
Preis: 9,90 €
Verlag: Bastei Lübbe
239 Seiten
ISBN: 978-3-404-60840-9
Erscheinungstermin: 13.08.2015

Klappentext:
Bastelmuttihölle, Erledigungen, die vier Stunden mit Kind statt eine Stunde ohne dauern, die Fensterbank voller Raupenkacke und das Wort "Arschbombe" 100-mal am Tag - das Leben mit Kindern kann ganz schön anstrengend oder nervig sein. Wie man trotz allem den Humor nicht verliert und eine entspannte Haltung im Leben mit Kindern behält, verrät Patricia Cammarata warmherzig mit viel Selbstironie in diesem Buch.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir meine Schwägerin geschenkt, die selbst drei Kinder und ein turbulentes Leben hat. Ich habe es in jeder freien Minute gelesen und mich köstlich amüsiert. Vieles kennt man aus eigener Erfahrung, aber Patricia Cammarata schreibt es noch viel lustiger und es ist natürlich etwas anderes, selbst im Chaos zu stehen oder entspannt darüber zu lesen, dass es anderen auch so geht.

Tipp 1:
Patricia Cammarata bloggt seit 2004 (!) unter dasnuf.de über ihr Leben. Sicher kann man die Geschichten aus dem Buch auch dort finden, aber so ein Buch liest sich doch viel schöner. Und man kann es auch super verschenken, z.B. an Leute, die Kinder haben oder die Kinder haben wollen.

Tipp 2:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.



Donnerstag, 6. April 2017

Meine Kinder hören und lesen...


Unsere Stadtbücherei hat gleich vorn im Eingangsbereich einen Tisch mit Büchern und CDs zum Thema "Flucht". Wir haben mal ein Buch und eine CD davon ausgeliehen.



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Irena Kobald
Illustrationen: Freya Blackwood
Titel: Zuhause kann überall sein
Preis: 12,95 €
Altersempfehlung: Ab 5 Jahren
ISBN 978-3-86873-757-8

Klappentext:
Das kleine Mädchen Wildfang musste seine Heimat verlassen und vor dem Krieg in ein fremdes Land fliehen. Alles dort scheint kalt, abweisend und vor allem fremd: die Menschen, die Sprache, das Essen und sogar der Wind. Wildfang möchte sich am liebsten nur noch in ihre geliebte Decke wickeln, die gewebt ist aus Erinnerungen und Gedanken an zuhause. Doch dann trifft sie im Park ein anderes Mädchen, das ihr nach und nach die fremde Sprache beibringt und mit ihr lacht. Und so beginnt Wildfang wieder eine Decke zu weben aus Freundschaft, neuen Worten und neuen Erinnerungen, die sie wärmt und in der sie sich zuhause fühlt.

Unsere Meinung:
Dieses Buch ist ganz besonders zauberhaft gestaltet. Es zeigt ganz behutsam mit einfachen Bildern und Texten, dass Freundschaft auch ohne viele Worte möglich ist und wie einfach es sein kann, einem Menschen, besonders einem Kind, zu helfen. Es ist ein sehr guter Einstieg in das Thema und bietet viel Stoff für Gespräche über Freundschaft, Angst, Traurigkeit, Heimat, Geborgenheit.
Es ist allerdings kein Buch, das man mal schnell vorliest und dann zum nächsten Punkt der Tagesordnung übergeht. Nehmt Euch ein wenig Zeit und sprecht mit Eurem Kindern!



Autorin: Kirsten Boie
Titel: Bestimmt wird alles gut
gelesen von der Autorin
1 CD
Laufzeit: 48:28 min (incl. Interview)
ISBN 978-3-8337-3586-8
Preis: € 9,99

Klappentext:
Rahaf und ihre Geschwister kommen aus der syrischen Stadt Homs. Dort haben sie mit vielen Verwandten in einem großen Haus gelebt. Dann kam der Bürgerkrieg und Rahafs Eltern haben beschlossen, in ein anderes Land zu gehen. Auf einem viel zu kleinen Schiff reist die Familie nach Italien und mit dem Zug weiter nach Deutschland. In Deutschland ist zum Glück kein Krieg, aber vieles ist auch hier schwer, denn Rahaf versteht die Sprache nicht. Doch dann kommt sie in die Schule und lernt Emma kennen.

Unsere Meinung:
Das große Kind wollte die CD allein hören. Okay, das darf es natürlich. Ich habe später am Tag gefragt, wie die CD war und es hat mir sehr begeistert die Geschichte erzählt. Ich war beeindruckt, wie gut mein Kind die verschiedenen Stationen und Probleme der Flucht und die Situation später in Deutschland erfasst hat. Es hat auch verstanden, dass das eine wahre Geschichte ist und so oder ähnlich vielen Menschen passiert ist. Aber an unserer Grundschule gibt es ja auch mehrere Willkommensklassen, in denen Flüchtlingskinder aus dem nahe gelegenen Flüchtlingsheim erst deutsch lernen und ihr Wissensstand ermittelt wird, bevor sie dann auf die regulären Schulklassen verteilt werden. Auch in die Klasse vom großen Kind kamen schon mehrere "Willkommenskinder". (Ist diese Bezeichnung nicht wunderbar?)
Das kleine Kind hat die CD ein paar Tage später mit mir zusammen gehört. Es war ganz gebannt, war über die Schlepper ehrlich empört, hat mit der Familie mitgelitten, war einfach insgesamt sehr empathisch. Es hat auch die Geschichte gleich verstanden und mit mit drüber geredet.
Seitdem läuft die CD mehrmals täglich, oft im Hintergrund beim Spielen.
Mich überrascht das, denn ich hätte gedacht, dass die Kinder das Thema zu traurig finden, aber da kann man mal sehen, dass man Kinder halt oft unterschätzt...




Dienstag, 4. April 2017

Noch ein Sternkisen



Passend zum Mohairmonster bekommt meine Lieblingsschwiegermutter zum Geburtstag dieses Sternkissen in Brauntönen. Die Anleitung "Sternkissen Asterisk" von Gudrun Ohle gibt es kostenlos bei Ravelry. Für die Füllung nehme ich Füllungen aus alten Sofa- und Kopfkissen (nur Polyester, keine Federn). Manchmal gibt es die sehr billig bei Ebay/-Kleinanzeigen in unserer Nähe. Ich wasche sie natürlich sofort nach dem Kaufen in der Waschmaschine. Neulich hatte ich mal wieder ein großes Kissen gekauft und als ich sagte, was ich damit mache, gleich noch eine große Tüte Füllmaterial geschenkt bekommen, die der Verkäufer noch in der Garage hatte.  Er war froh, wieder mehr Platz zu haben und ich kann wieder viele Kissen füllen. Prima Sache!

Montag, 3. April 2017

Kind(8) hat gelesen: "Alfie Bloom - Das Geheimnis der Drachenburg" von Gabrielle Kent



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Gabrielle Kent
Titel: Alfie Bloom Band 1. Das Geheimnis der Drachenburg
Illustrator: Timo Grubing
gebundene Ausgabe
Erschienen am: 03.09.2015
320 Seiten
ISBN 978-3-505-13715-0
Preis: 12,99 €

Klappentext:
Der elfjährige Alfie macht sich auf die langweiligsten Ferien aller Zeiten gefasst, da erreicht ihn eine unglaubliche Nachricht. Er hat eine Burg geerbt! Burg Hexbridge übertrifft Alfies kühnste Träume. Neben Geheimgängen, Falltüren und versteckten Verliesen ist seine fantastischste Entdeckung ein sprechendes, fliegendes Bärenfell namens Artan. Die Freundschaft zwischen den beiden erweist sich bald schon als absoluter Glücksfall. Denn dank Artans Flugkünsten gelingt den beiden die Flucht vor einem finsteren Wesen mit zwei Köpfen, glutroten Augen und einem langen schuppigen Schwanz. Was zum Teufel war das? Alfie begibt sich auf Spurensuche, und die führt ausgerechnet zu seiner Burg …

Meinung von Kind(8):
Das Buch ist total spannend! Es gibt eine alte Burg, ein Rätsel und dazu noch Magie! 
Die Drachen neben den Kapitelnamen und Seitenzahlen sehen schön aus.
Hoffentlich gibt es bald den zweiten Band in der Bücherei!
Und hoffentlich schreibt die Autorin noch ganz viele weitere Bände und zwar möglichst schnell!

Sonntag, 2. April 2017

Kind(8) hat gelesen: "Das Schwein beim Friseur" von Erich Kästner




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Erich Kästner
Titel: Das Schwein beim Friseur und andere Geschichten
Einband: Walter Trier
Illustrationen: Horst Lemke
Dressler Verlag
112 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 € (D), 8,80 € (A), SFR 15,80
ISBN-13: 978-3-7915-3019-2
EAN: 9783791530192
Erscheinungstermin: Februar 1962


Klappentext:
Zum Friseur gehen? Welches Kind tut das schon gern! Der kleine Berthold jedenfalls würde sich nie freiwillig die Haare schneiden lassen. Bis ihn seine Mutter eine Tages mit zum "Friseur am Zoo" nimmt. Da staunt Berthold: Statt auf Stühlen sitzen die Kinder auf lebendigen Tieren, einem Pony, einem Esel, sogar auf einem kleinen Elefanten. Für Berthold ist gerade das grunzende Schwein in der Ecke frei - und was passiert, als er sich darauf setzt, ist wirklich haarsträubend. 
Erich Kästner erzählt außerdem, wie Sherlock Holmes höchstpersönlich den kleinen Friedrich, der allzu gerne rumspioniert, von seiner Neugierde heilt, und von vielen anderen lustigen und ernsteren Begebenheiten. Die sechzehn ganz unterschiedlichen Geschichten und Gedichte in diesem Band sind allesamt geprägt von Kästners verständnisvollem Ton für Kinder, die von ihm immer ernst genommen werden. Zum Selberlesen und zum Vorlesen für kleine und große Kästner-Fans.

Unsere Meinung:
Das Kind prescht derzeit durch Kästners Werke, diesmal hat es diese Sammlung von Kurzgeschichten verschlungen. Wie das immer so ist mit Kurzgeschichten, manche mag man mehr als andere. Aber Kästners unvergleichlicher Stil, seine einfühlsame Art, mit der er ganz zärtlich die Seele von Kindern beobachtet, das ist immer wunderbar. Besonders schön sind die Geschichten "Zwei Mütter und ein Kind" und "Ein Kind hat Kummer".



Samstag, 1. April 2017

Kind(8) hat gerade eben ausgelesen: "Der kleine Mann und die kleine Miss" von Erich Kästner



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autor: Erich Kästner
Titel: Der kleine Mann und die kleine Miss
Dressler Verlag
208 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Preis: 12,90 € (D), 13,30 € (A), SFR 24,00
ISBN-13: 978-3-7915-3018-5
EAN: 9783791530185
Erscheinungstermin: Februar 1967
Einband und Illustrationen von Horst Lemke

Klappentext:
Eigentlich heißt er Mäxchen Pichelsteiner, aber berühmt ist er als der kleine Mann. Denn Mäxchen ist nur fünf Zentimeter groß, schläft bequem in einer Streichholzschachtel und tritt außerdem mit Professor Jokus von Pokus als Artist im Zirkus Stilke auf. So berühmt ist der kleine Mann, dass Mister Drinkwater höchstpersönlich aus Amerika anreist, um sein turbulentes Leben zu verfilmen.
Ungewöhnliche Helden erleben nun einmal ungewöhnliche Abenteuer. Nach aufregenden Filmaufnahmen ist Mäxchen dann endlich weltweit im Fernsehen zu sehen. Im fernen Alaska sitzt ein kleines Mädchen und traut seinen Augen kaum. Das kleine Mädchen heißt Emily Simpson, ihre Mutter ist eine geborene Pichelsteiner und auch Emily ist nur - na, wie groß wohl?

Unsere Meinung:
Nachdem das Kind neulich "Der kleine Mann" gelesen und sehr gemocht hat, war nun endlich die Fortsetzung in der Bücherei verfügbar. Ich besitze zwar seit meiner Kindheit die Gesamtausgabe "Kästner für Kinder" in zwei Bänden, aber die sind so dick und schwer und die Schrift ist so klein, das will das Kind nicht lesen. Also habe ich "Der kleine Mann und die kleine Miss" aus der Stadtbücherei ausgeliehen. Und ich finde die Kästner-Ausgaben vom Dressler-Verlag wirklich sehr schön gestaltet und handlich.
Die Geschichte ist heute noch genauso bezaubernd wie damals und das Kind findet sie genauso schön wie ich. Hach, das ist so schön, wenn man die gleichen Bücher mag!


Freitag, 10. März 2017

Gelesen: "Liebe ist, den Partner NICHT so zu nehmen, wie er ist" von Christian Thiel



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Christian Thiel
Titel: "Liebe ist, den Partner nicht so zu nehmen, wie er ist. Wie Sie durch Veränderungen Ihre Beziehung positiv gestalten."
Paperback, Klappenbroschur
176 Seiten
ISBN: 978-3-517-09357-4
Preis: 14,99 € [D], 15,50 € [A], CHF 20,50
Verlag: Südwest
Erscheinungsdatum: 08.02.2016

Klappentext:
Die allermeisten Frauen suchen heute nach einer Antwort auf die Frage, wie um alles in der Welt der Mann an ihrer Seite wohl zu ändern sei. Und – zugegeben – auch Männer fragen sich ab und an: „Wie ändere ich meine Frau?” Es handelt sich also gewissermaßen um eine der Grundfragen der modernen Partnerschaft. 
Doch bei der Suche nach Antworten tappen die Beteiligten weitgehend im Dunkeln. Das hat Gründe: Viele Beziehungsexperten behaupten, den Partner zu verändern, das sei unmöglich. Auch wohlmeinende Freunde, Zeitschriften und Romane hauen in die gleiche Kerbe: Wer wirklich liebt, nimmt seinen Partner, so wie er ist. Dabei ist diese Ansicht grundfalsch. 
Christian Thiel beweist in diesem Buch, dass es nicht nur statthaft ist, den Partner verändern zu wollen, sondern sogar nötig, wenn Sie in einer dauerhaft glücklichen und stabilen Beziehung leben möchten. Denn gerade wenn Sie unzufrieden sind, gibt es nur einen Weg: Sie müssen dafür sorgen, dass Sie bekommen, was Sie brauchen – und dafür Ihren Partner verändern.

Meine Meinung:
Das Coverbild in freundlichem Grün und das Bild mit Hund und Katze hat mich sofort angesprochen. Der provokante Titel hat mich neugierig gemacht. Ich war aber auch misstrauisch: Was ist, wenn man den Partner liebt, wie er ist? Soll man ihn trotzdem ändern, um die Liebe noch mehr zu verbessern?
Das Buch richtet sich sehr deutlich an Frauen in Heterobeziehungen, auch wenn der Autor ab und zu den männlichen Leser anspricht und sehr lobt, dass er als Mann dieses Buch liest. Im ersten Drittel geht es eigentlich nur darum, dass Frauen ihre Männer mit Beziehungsgesprächen quälen, ja regelrecht foltern und damit Schuld an allen Problemen sind. Es werden jede Menge Beispiele aufgezählt, in denen die Männer sich den Frauen gegenüber respektlos oder lieblos verhalten und die Frauen darüber meckern. Ja ja, die Männer würden natürlich auch manches falsch machen, aber die FRAUEN mit ihren schrecklichen BEZIEHUNGSGESPRÄCHEN sind doch viel schlimmer!
Wenn man sich die Beispiele mal genauer anschaut, ist ein deutliches Muster zu erkennen: Die Männer sind in der ersten Zeit immer sehr liebevoll und aufmerksam, aber wenn die große Verliebtheit nachlässt, werden sie bequem und werben nicht mehr um ihre Partnerin. Im Grunde genommen müssten die Frauen also nicht den Partner ändern, sondern dieser Änderung Einhalt gebieten.
In den letzten beiden Dritteln des Buches geht es dann um die "Trias der Positivität": Belohnung, klare Ansagen und Sympathie. Jawohl, in DIESER Reihenfolge. Wir sollen Partner belohnen, wenn er unseren Wunsch erfüllt hat. Der Wunsch muss klar und deutlich geäußert werden. Und als drittes sollen wir uns dem Partner gegenüber nett verhalten. Also ich finde das etwas durcheinander gewürfelt. Ich würde annehmen, dass man sich in einer Partnerschaft grundsätzlich freundlich verhalten sollte. Wenn man einen Wunsch hat, muss man ihn dem Partner auch mitteilen und ihn später belohnen, wenn der Wunsch erfüllt wurde. Aber nein, der sogenannte "Experte", ein studierter Philosoph und Germanist (KEIN Psychologe oder Therapeut!) bleibt hartnäckig das ganze Buch hindurch bei seiner seltsamen Reihenfolge. Er hat (laut Klappentext) "lange Jahre" an einem psychologischen Institut mitgearbeitet. Wem da wohl die Jahre lang vorkamen? Und was er da gemacht hat, ist auch unklar. Vielleicht hat er im Sekretariat oder als Hausmeister gearbeitet? Seit 15 Jahren berät er Singles und Paare in seiner eigenen Praxis. Ich sage mal: Das kann ja jeder machen.
Die vielen Schreibfehler tragen leider auch nicht zu einer besseren Meinung bei...

Fazit: 
Nein, man muss den Partner nicht ändern. Man kann es auch gar nicht. Man kann hier und da das Verhalten ändern. Wünsche werden nicht erraten oder von den Augen abgelesen. Und natürlich sollte man freundlich sein, dazu gehört auch, sich zu bedanken, wenn man einen Wunsch erfüllt bekommt. Die 168 Seiten sind schnell gelesen. (Die restlichen Seiten sind nur der Anhang.)


Sonntag, 5. März 2017

WMDEDGT im März 2017


Es ist der fünfte und Frau Brüllen fragt wieder:

10:00 Ich wache auf. Herrlich, dass ich am Wochenende ausschlafen darf! Das haben wir damals so vereinbart, als ich wegen der Kinder nachts oft aufstehen musste. Ich bin immer nachts zuständig und darf dafür jeden Samstag und Sonntag ausschlafen. Das ist aber kein großes Opfer für den Mann, weil er eh jeden Morgen um halb sechs aufwacht.

10:10 Als ich aus dem Bad komme, mache ich mir einen Kaffee. Der Rest der Familie dreht einen Trickfilm.

10:20 Der Mann geht in die Küche, um Mittagessen zu kochen. Das ist noch so eine Vereinbarung, die wir uns im Laufe der Jahre erarbeitet haben. Ich koche Montag bis Freitag für die Kinder, er kocht am Wochenende. So erleben die Kinder, dass Kochen keine geschlechtsspezifische Arbeit ist.
Ich hole das Spiel "Café International" aus dem Schrank. Ich glaube, die Kinder sind inzwischen groß genug, um die Regeln zu verstehen. Die erste Runde spielen wir aber ohne Punkte und mit sehr einfachen Regeln. Es macht viel Spaß.


11:15 Essen ist fertig. Der Mann isst unter der Woche immer schon um 11 Uhr zu mittag, weil das so am besten in seinen Arbeitstag passt. Ich lasse am Wochenende deshalb meist das Frühstück ausfallen, weil ich in den ersten ein bis zwei Stunden nach dem Aufwachen eh nichts essen kann. Die Kinder aber haben ausgiebig gefrühstückt und lehnen das Mittagessen (Spaghetti mit Lachs in Sahnesoße) lautstark ab. Klar, sie haben noch gar keinen Hunger (In der Kita gibt es erst um 12 Uhr Mittag, das Schulkind isst zu Hause immer erst um 14 Uhr). Sie verkrümeln sich in ihre Zimmer. So können wir Eltern in Ruhe essen und uns auch mal ungestört unterhalten.

11:45 Wir räumen den Tisch ab und diskutieren kurz, ob man(n) nächstes Mal nur die halbe Menge kocht und ob wir den Rest jetzt einfrieren oder abends aufessen. Dann muss die optimale Gefrierbüchse gefunden werden.

12:00 Der Mann geht ins Schlafzimmer, um sich hinzulegen. Ich erkläre den Kindern, warum die Natur es so eingerichtet hat, dass Kinder grundsätzlich jede Nahrung ablehnen, die sie nicht kennen. Sie kosten daraufhin die Nudeln und finden sie auch gar nicht sooo schlimm ("so zwischen schlecht und mittel"). Jedes Kind isst ein Brot, etwas rohe Paprika und trinkt ein Glas Saft.

12:30 Wir spielen weiter "Café International", diesmal nach Punkten. Das große Kind spielt die "Bank" (das hab ich als Kind auch immer am liebsten gemacht) und das kleine Kind spielt gegen mich.

13:30 Nach einigen Dramen "Nein, jetzt will ich nicht mehr (nach Punkten) spielen!" haben wir die Runde nach den Regeln zu Ende gespielt, die Punkte gezählt und herausgefunden, dass das kleine Kind sogar gewonnen hat!

13:45 Der Mann hat ausgeschlafen und macht sich einen Kaffee. Die Kinder ziehen Jeans und Gummistiefel an und gehen in den Garten. Ich trinke einen Kaffee und schreibe hier.


14:50 Habe die ersten Fotos von der Kamera in den Computer geschoben und hier eingefügt.

15:00 Ich stricke die letzten Reihen an den Socken für den Mann und denke dabei darüber nach, dass man das Spiel „Café International“ heute bestimmt anders gestalten müsste. Unsere Ausgabe stammt von 1989, seitdem ist viel passiert. Nicht nur gibt es keine Sowjetunion mehr, sondern die Regeln „Zwei Frauen allein am Tisch sind verboten“ oder die „Kaffeekränzchen“ der Frauen und „Stammtische“ sind wirklich veraltet.

15:10 Die Socken sind fertig, auch die Fäden sind vernäht. Ich räume sie in den Schrank des Mannes und sammle in allen Zimmern die Wäsche ein, sortiere sie und stelle fest, dass ich heute nicht waschen muss.

15:20 Die Kinder räumen den Garten auf und kommen rein. Jetzt ist Zeit für Süßigkeiten. Wir haben letzte Woche Schwarz-Weiß-Kekse gebacken, von denen futtert jetzt jeder zwei Stück. Danach wollen sie einen Pippi-Langstrumpf-Film sehen. Sie haben die DVD-Box mit allen vier Filmen zu Weihnachten bekommen und heute ist endlich "Pippi in Takka-Tukka-Land" dran.

17:00 Ich wollte ja eigentlich beim Schauen stricken, musste aber dann die ganze Zeit die Hand des kleinen Kindes halten und immer wieder sagen: "Es ist zwar gefährlich, aber es passiert nichts Schlimmes. Alles wird gut!" Der Film ist wirklich aufregend und bei der Szene mit dem Vulkan hab ich heute noch Angst.

17:10 Wir essen zu Abend, dann machen die Kinder sich bettfertig. Der Mann badet das große Kind und ich föhne ihm hinterher die Haare.

17:30 Mann und Kinder schauen zusammen ein Buch an, während ich den Geschirrspüler einräume und meine Sporttasche für morgen packe.

18:20 Das Schulkind kontrolliert Schulranzen, Schwimmtasche und Turnbeutel. Dann legt es ausreichend Bücher auf den Nachttisch und kontrolliert die Trinkflasche am Bett. Das Kitakind kontrolliert auch die Trinkflasche, legt eine Hörbuch-CD ein und stellt das Nachtlicht auf. Ich fülle die Wärmflaschen, bringe sie den Kindern, rede und kuschle mit ihnen und dann sagen wir uns mit unseren 32 Ritualen "Gute Nacht".



18:30 Ich setze mich zum Mann auf das Sofa und wir gucken noch eine Folge „Deep Space 9“ und eine Folge "Türkisch für Anfänger".

20:30 Der Mann geht ins Bett. Ich tippe hier noch, stricke noch ein wenig und geh dann auch früh ins Bett.


Mit Kind(5) gelesen: "Der Wolkenkratzer schwingt die Bürste"




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Titel: Der Wolkenkratzer schwingt die Bürste. Wirklich verrückte Berufe.
Autor: Hubert Schirneck
Illustratorin: Ina Hattenhauer
ISBN: 978-3-219-11646-5
32 Seiten
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Verlag: Ueberreuter
Erscheinungsjahr: 2015

Klappentext:
Warum der Wolkenkratzer eine Leiter braucht und andere verrückte Berufsgeschichten
Was Eltern und andere Erwachsene den ganzen Tag treiben, ist oft nicht so leicht zu durchschauen. In diesem Buch werden endlich einige rätselhafte Berufe erklärt, über die sonst lieber geschwiegen wird. All diese »Berufe« werden höchst wissenschaftlich und wahrheitsgemäß vorgestellt – naja, zumindest fast. Auf jeden Fall kann man herzhaft lachen: über Landstreicher, die Länder mit riesigen Flachpinseln anstreichen, über Seeräuber, die für andere Leute Seen klauen, und über viele andere verrückte Berufe.

Unsere Meinung:
Dieses Buch macht unheimlich viel Spaß!
Wir kichern über Leute, die beruflich Zitronen falten oder Länder anstreichen.
Nebenbei sprechen wir noch darüber, was die vermeintlichen Berufsbezeichnungen wirklich bedeuten. Und schon allein die Bilder sind sehr lustig anzuschauen.



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Samstag, 4. März 2017

Mit Kind(5) gelesen: "Guck mal, Maditha, es schneit" von Astrid Lindgren



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Astrid Lindgren
Titel: Guck mal, Maditha, es schneit!
Illustrationen: Ilon Wikland
Übersetzerin: Silke von Hacht
36 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
Preis: 12,90 € (D), 13,30 € (A), SFR 24,00
ISBN-13: 978-3-7891-6035-6
EAN: 9783789160356
Erscheinungstermin: August 1984

Klappentext:
Es hat geschneit! Madita und ihre kleine Schwester Lisabet spielen den ganzen Tag draußen. Am nächsten Tag hat Madita Fieber und muss im Haus bleiben, während Lisabet mit Alva in die Stadt fahren darf, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Aber auch zu Hause ist es lustig - da kann man nämlich Pfefferkuchen backen! Doch während Madita mit ihrer Mama den Teig vorbereitet, erlebt Lisabet ein großes Abenteuer …

Unsere Meinung:
Die Geschichte ist sehr aufregend und wir sprechen beim Lesen immer wieder darüber, warum es sehr gefährlich ist, was Lisabeth macht, aber auch dass Erwachsene Kinder nicht einfach allein in einer schwierigen Situation stehen lassen dürfen. Wenn die Geschichte sehr dramatisch oder bedrohlich wird, fürchtet sich das Kind sehr, aber es weiß ja seit dem ersten Lesen, dass am Ende alles gut ausgeht. Es genießt die Spannung und die Erleichterung, wenn alles wieder gut ist.

Tipp 1:
Auf der Homepage des Verlags kann man ins Buch reinschauen und die wunderbaren Bilder sehen, die im Stil an die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch erinnern.

Tipp 2:
Auf der CD "Tomte und der Fuchs und andere Geschichten" ist auch die Geschichte "Guck mal, Maditha, es schneit" enthalten, ganz bezaubernd von August Zirner vorgelesen.


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Freitag, 3. März 2017

Kind(8) hat gelesen: Band 2 und 3 der Reihe "Friedhofstraße 43"




Autorin: Kate Klise
Titel: Friedhofstraße 43. Band 2 – Nur über meine Leiche!
Illustratorin: M. Sarah Klise
Übersetzerin: Nina Schindler
124 Seiten
Preis: 12,95 €
Verlag: Gerstenberg
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN 978-3-8369-5395-5

Klappentext:
Der elfjährige Severin wohnt mit Bestsellerautor Ignaz B. Griesgram und dem Gespenst Olivia in einer alten Villa, wo sie gemeinsam an einem Gespensterbuch arbeiten. Zur Schule geht Severin nicht. Als Dirk Tator davon erfährt, steckt er den Jungen kurzerhand ins Schauderburger Waisenhaus und lässt Griesgram in die Irrenanstalt einweisen. Aber es kommt noch schlimmer! Tator will das Schreiben, Lesen und Erzählen von Gespenstergeschichten verbieten und die Geschichten öffentlich verbrennen. "Nur über meine Leiche!", protestiert Bibliothekar Balsam.





Autorin: Kate Klise
Titel: Friedhofstraße 43. Band 3 – Ein Gespenst kommt selten allein
Illustratorin: M. Sarah Klise
Übersetzerin: Nina Schindler
130 Seiten
Preis: 12,95 €
Verlag: Gerstenberg
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-8369-5407-5

Klappentext:
Severin ist überglücklich: Ein riesiger, zotteliger Hund ist ihm nach Hause gefolgt. Der Junge hatte sich schon immer einen Hund gewünscht! Gespenst Olivia und die Nachbarn sind von dem neuen Bewohner weniger begeistert - sein Gebell könnte Tote wecken! Das Tier gehörte dem kürzlich verstorbenen Schauderburger Millionär Noah Schmöller, einem Mann mit Humor. Noch über den Tod hinaus bringt er die ganze Stadt mit rätselhaften Limericks auf Trab. Kurz vor der Eröffnung des Testaments taucht dann plötzlich ein weiteres Gespenst auf, denn: Ein Gespenst kommt selten allein!

Unsere Meinung:
Das Kind inhaliert diese Bücher förmlich. Band 2 und 3 hat es jetzt an einem einzigen Abend verschlungen. Wie gut, dass ich schon Band 4 und 5 aus der Bücherei besorgt habe.


Kind(8) hat gelesen: "Friedhofstraße 43 - Gespenster gibt es doch!" (Band 1)



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Kate Klise
Titel: Friedhofstraße 43. Band 1 – Gespenster gibt es doch!
Illustratorin: M. Sarah Klise
Übersetzerin: Nina Schindler
159 Seiten
Preis: 12,95 €
Verlag: Gerstenberg
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN 978-3-8369-5321-4

Klappentext:
Der berühmte Kinderbuchautor Ignaz B. Griesgram mietet für den Sommer ein Haus in der Friedhofstraße 43, um dort endlich den 13. Band seiner Geisterbezwinger-Serie zu verfassen. Verlegerin Bessie Seller sitzt ihm im Nacken, denn den Vorschuss für das Buch hat er längst ausgegeben und noch keine Zeile geschrieben! Aber in dem Haus wohnt bereits jemand: ein elfjähriger Junge mit seiner Katze und ein Gespenst! Es heißt Olivia, ist 190 Jahre alt und quicklebendig. Seine Spezialität sind lautes Türenknallen, mitternächtliches Klavierspiel und Paprikahuhn. Als der Kristalllüster nur wenige Zentimeter vor Bestsellerautor Griesgram herunterfällt, muss auch er so allmählich einsehen: Gespenster gibt es doch! Die Lektüre dieser temporeichen, verrückten und herrlich abgedrehten Gespenstergeschichte ist ein absolutes Muss für alle Gespensterliebhaber und Bücherfreunde.

Unsere Meinung:
Zuerst war das Kind empört, "weil das ja gar kein richtiges Buch ist, sondern nur Briefe!"
Aber ich habe es überredet, mal die ersten Seiten zu lesen, schließlich waren da auch Grundrisse und die sind immer interessant. Zwei Stunden später war das Buch ausgelesen und das Kind sehr begeistert. Band 2 und 3 liegen schon bereit.


Mittwoch, 1. März 2017

Me Made Mittwoch: grauer Pulli und neues Häkel-Tuch



Es ist Mittwoch und ich hab's mal wieder geschafft, ein Me-Made-Outfit zu fotografieren. Me Made zu tragen ist einfach. Fotos zu machen irgendwie weniger. Mal ist der Saum schief...


...mal stehe ich schief.
Aber egal. Den Pullover mag ich noch immer.
Und das Tuch ist neu.


Es ist ein Bruinen, das ich aus allerlei Sockenwollresten gehäkelt habe. Die Anleitung ist kostenlos und sehr gut geschrieben. Wenn man das Tuch spannt, sieht es natürlich bestimmt viel ordentlicher aus. Aber ich wollte es einfach schnell um meinen Hals wickeln, als es fertig war. Und seither trage ich es jeden Tag.


Das Häkeln hat mir sehr viel Spaß gemacht.
(Das Fädenvernähen - naja ging so.)
Mal schauen, vielleicht vergrößere ich das Tuch noch.
Das Schöne am Häkeln ist ja, dass man ohne großen Aufwand einfach immer noch weitere Reihen nachträglich anfügen kann.

Mehr alte oder neue Lieblingskleidungsstücke sehen wir auf dem MMM-Blog.



Dienstag, 28. Februar 2017

Faschingskostüm-Update



Die Berliner sind ja als Faschingsmuffel bekannt. Aber am Faschingsdienstag wird hier immerhin in den Schulen und Kitas gefeiert, dass die Schwarte kracht. Das Kitakind wollte gern wieder als Drache gehen. Aber das Kostüm ist leider aus gewebtem Samt und völlig unelastisch, sodass die Schultern nicht mehr reinpassten. Also habe ich vorn einen Reißverschluss eingenäht. Mit viel Hilfe beim An- und Ausziehen ging es also doch noch einmal.


Nächstes Jahr passt das Kostüm hier wohl leider niemandem mehr.
Es ist ungefähr Größe 104 bis 122. Vielleicht mag es jemand haben?
Schreibt mir!



Sonntag, 26. Februar 2017

Kind(8) hat gelesen: "Der kleine Mann" von Erich Kästner



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Erich Kästner
Titel: Der kleine Mann
Einband und Illustrationen: Horst Lemke
Verlag: Cecilie Dressler
208 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Preis: 12,90 € (D), 13,30 € (A), SFR 24,00
ISBN-13: 978-3-7915-3017-8
EAN: 9783791530178
Erscheinungstermin: Februar 1963

Klappentext:
Eigentlich heißt er Mäxchen Pichelsteiner, aber das wissen die wenigsten. Weil er nicht größer als 5 Zentimeter ist und bequem in einer Streichholzschachtel schlafen kann, wird er nur der kleine Mann genannt. So ungewöhnlich wie seine Körpergröße ist auch sein Beruf: Er ist Artist, Mäxchen tritt bei dem bekannten Professor Jokus von Pokus im Zirkus Stilke als Zauberlehrling auf. Sein Handwerk erlernt er auf dem schönen Waldemar und der lässt sich auf der Nase herumtanzen, denn er ist eine Schaufensterpuppe. Mit der Nummer "Der kleine Mann und der große Dieb" wird Mäxchen weltberühmt und bekommt die verlockendsten Angebote von den größten Zirkussen der Welt. Und eines Tages ist er weg, wie vom Erdboden verschluckt. Professor Jokus von Pokus ist am Verzweifeln. Die Polizei ist ratlos. Wurde der kleine Mann von einer internationalen Verbrecherbande entführt?

Unsere Meinung:
Das Buch ist ein wunderbarer, zeitloser Klassiker: spannend, schön, mal traurig, aber auch sehr lustig und oft sehr philosophisch. Unbedingt lesen, falls Ihr es noch nicht kennt!

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe. 
Anschauen lohnt sich, schon allein wegen der bezaubernden Illustrationen!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Hörbuch: "Aklak, der kleine Eskimo - Spuren im Schnee" von Anu Stohner




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Anu Stohner
Titel: Aklak, der kleine Eskimo - Spuren im Schnee
gelesen von Sigrid Burkholder
Illustrationen von Henrike Wilson
Hörbuch CD (gekürzt)
1 CD, Laufzeit: ca. 79 Minuten
ISBN: 978-3-8371-3484-1
Preis: € 9,99 [D], € 11,20 [A], CHF 14,90
Verlag: cbj audio
Erscheinungsdatum: 28.11.2016

Klappentext:
Vor Eisbären sollte man sich in Acht nehmen, das weiß jedes Eskimokind. Doch die frischen Spuren, die Aklak in der Nähe des Eskimodorfs entdeckt, können nur von einem kleinen Eisbärjungen stammen. Da sich seine Freunde verspäten, folgt er allein mit seinem Husky Tuktuk der Spur. Tuktuk warnt Aklak: Wo ein kleiner Eisbär ist, ist auch die Eisbärmutter nicht weit. Aber der kleine Eskimo will noch ein kleines Stück weiter, nur noch hundert Schritte. Doch das Schneetreiben wird immer stärker und die Eisbärmutter ist den beiden längst auf der Spur...

Unsere Meinung:
Die Geschichte ist sehr schön und spannend. Gut ist, dass zwar deutlich wird, wie gefährlich Aklaks Ausflug ist und dass er ein schlimmes Ende hätte nehmen können, aber es gibt keine direkt bedrohliche Situation. Jede Person trägt auch mit ihren eigenen Talenten zur Lösung der Probleme bei und obwohl es ein paar Reibereien hier und da gibt, halten doch alle zusammen. 
Ein schönes Beispiel für wahre Freundschaft!

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Hörprobe.

Freitag, 17. Februar 2017

Gelesen: "Tagediebe" von Kathrin Tsainis





Autorin: Kathrin Tsainis
Titel: Tagediebe
Verlag: rororo
Taschenbuch
Preis: 7,00 €
ISBN 3499234823
223 Seiten

Klappentext:
Juli Blume ist auf dem Absprung: Weg aus Hamburg, rein in ein neues Leben. Als die junge Architektin den Schriftsteller und Gelegenheitsjournalisten Ben kennenlernt, denkt sie nicht im Traum daran, sich zu verlieben. Das wäre verrückt. Ben ist in festen Händen und Juli bleiben nur noch 36 Tage bis zum Umzug nach Amsterdam. Aber hört der Bauch wirklich auf den Kopf? 
Eine Liebe mit eingebautem Haltbarkeitsdatum: Jeder Tag zählt...... 

Meine Meinung:
Eine eigentlich zeitlose Geschichte, aber mit typischem 90er-Jahre-Gefühl (auch wenn sie angeblich 2002 spielt). Sehr ehrlich geschrieben, immer auf dem schmalen Grad zwischen Leichtigkeit und Schwermut balancierend. Hat mir gut gefallen.


Montag, 13. Februar 2017

Kind(8) hat gelesen: "Drachenreiter" von Cornelia Funke



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Drachenreiter
Autorin: Cornelia Funke
Illustrationen: Cornelia Funke
448 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Preis: 9,99 € (D), 10,30 € (A), SFR 14,90
ISBN-13: 978-3-8415-0264-3
EAN: 9783841502643
Erscheinungstermin: 1997
Dressler Verlag

Klappentext:
Eine Reise zum Saum des Himmels.
Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen. Zusammen mit dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben ist er auf der Suche nach einem sicheren Ort für seine Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. So folgt Lung dem Rat des weisen Schieferbart und setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen „Saum des Himmels“. Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Doch auch Nesselbrand, der bedrohliche Goldene, hat schon seine Raben auf die Suche geschickt…

Meinung von Kind(8):
Schon nach der ersten Seite war das Buch so schön und spannend, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Ich habe es an vier Abenden ausgelesen. Als nächstes lese ich den zweiten Teil "Die Feder eines Greifs".

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.


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Donnerstag, 9. Februar 2017

Kind(8) hat gelesen: "Momo" von Michael Ende





Autor: Michael Ende
Titel: "Momo - Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte"
ISBN 978-3-522-17750-4
Gebundene Ausgabe
Verlag: Thienemann
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
304 Seiten
Preis: 14,99€
Erscheinungstermin: 12.07.2005 (Diese Ausgabe! Erstmals erschien der Roman 1973.)

Klappentext:
Momo lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines Amphitheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt, und eine außergewöhnliche Gabe: Sie hat immer Zeit und ist eine wunderbare Zuhörerin. Eines Tages treten die grauen Herren auf den Plan. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo ist die Einzige, die ihnen noch Einhalt gebieten kann ...

Unsere Meinung:
Ich hab dieses Buch vor 30 Jahren gelesen und es ist für mich eins der besten und wichtigsten Kinderbücher überhaupt. Aber mit Empfehlungen muss ich beim großen Kind immer sehr vorsichtig sein. Was ich nämlich sehr mag, wird grundsätzlich zunächst abgelehnt. Stattdessen habe ich es neben vielen anderen Büchern aus der Bibliothek ausgeliehen und einfach ins Regal gestellt. Ab und zu hab ich eine Andeutung gemacht oder ein Zitat ins Gespräch geschmuggelt (z.B. wie der Straßenkehrer immer nur auf den nächsten Schritt schaut, nicht auf die gesamte Strecke, die er kehren muss). Vor ein paar Tagen dann hat das Kind abends Momo aus dem Regal genommen und im Bett gelesen. Als ich später am Abend sah, dass es vor lauter Spannung über die Licht-aus-Zeit hinausgelesen hatte, wusste ich, dass es am Haken hing. Nach drei Abenden ist das Buch nun ausgelesen und wird sehr geliebt. Mission erfüllt!


Mittwoch, 8. Februar 2017

Me Made Mittwoch: Probekleid "Wilde Pfoten"



Dieses Probekleid  aus dehnbarem Fleece vom Ufer lag mir auf dem Nähtisch im Weg und deshalb hab ich es nach 1,5 Jahren einfach mal fertig genäht. Ja, das Muster ist auffällig und es trägt auf. Es ist ja auch nur ein Probekleid (Schnitt: mein eigener). Aber als es fertig war, habe ich beschlossen, dass es ausreicht, um zur Kita und zum Sport zu fahren.


In der Kita lasse ich ja die Jacke drüber. Und beim Sport, naja, wenn viele Frauen in verschiedensten Bekleidungsstadien umeinander wuseln, man zusammen Sport treibt, duscht, in der Sauna sitzt, ist auch so ein Kleid nicht mehr peinlich. Die Alternative wäre, es nie zu tragen.
Den Hals wärmt meine Strickbanane und an den Fußgelenken trage ich meine Bärenstulpen.


Vom Fleece war noch ein ausreichend großes Stück für ein Sofakissen übrig, also hab ich schnell einen Bezug genäht. Hat etwa 10 Minuten gedauert. Es muss ja nicht jedes Projekt anderthalb Jahre rumgammeln. Und das Design passt ganz gut zu unseren Animal-Print-Kissen. Der Mann fragte: "Kannst du nicht mal was ohne Flecken nähen?" Er würde ja alles einfarbig dunkelblau einrichten...


Der Reißverschluss ist eigentlich ein teilbarer, denn er stammt aus einer Jacke meiner Schwester, die so abgetragen war, dass ich sie nur noch ausschlachten konnte.

Das Kleid macht mit beim Me Made Mittwoch, einer wunderbaren Institution, die mich immer wieder inspiriert. Mal sehen, was es heute dort zu sehen gibt.



Dienstag, 7. Februar 2017

Sternkissen - Achtung, ansteckend!



Jetzt hat mich der/das Virus auch erwischt!
Ich stricke Sternkissen und es macht sooo Spaß!
Mit selbstmusternder Sockenwolle oder aus Resten.
Das erste bekam das kleine Kind, weil es so gut zum Bett passt.
Es ist aus Sockenwolle von Kaufland gestrickt.


Nummer zwei und drei bekam das große Kind.
In ihnen habe ich Reste sehr dicker Wolle mit Nadelstärke 7 mm verarbeitet.

Alle Sternkissen werden sehr geliebt und weitere sind in Arbeit.



Montag, 6. Februar 2017

Gelesen: "Hab ich selbst gemacht" von Susanne Klingner



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Susanne Klingner
Titel: "Hab ich selbst gemacht. 365 Tage, 2 Hände, 66 Projekte"
Verlag: KiWi
ISBN: 978-3-462-04285-6
Erschienen am: 19.05.2011
336 Seiten, Broschur
Preis: 8,99 € (D), 9,30 € (A)

Klappentext:
Die neue Lust am Selbermachen – das Buch zum Trendthema.
Das Selbermachen ist längst zum Megatrend geworden – und es sieht ganz anders aus als früher: Baumärkte drehen die verrücktesten Werbespots, statt in den Schrebergarten geht’s zum urban gardening, Kreativ-Zeitschriften sprießen aus dem Boden – und die schönsten Klamotten kauft keiner mehr in schicken Boutiquen, sondern kreiert sie mit den besten Freundinnen in hippen Szeneläden beim abendlichen Nähkurs. Was hat es auf sich mit diesem Trend? Warum wird im ganzen Land wieder mit Hingabe gehämmert, gegärtnert, gehäkelt und gebrutzelt?
Die Journalistin Susanne Klingner startet den Selbstversuch: Frühling, Sommer, Herbst und Winter im Rausch des Selbermachens. Unter größtem Einsatz und mit brennender Leidenschaft bleibt nichts unversucht: vom Käse bis zum Stollen, vom Kleinen Schwarzen bis zu den Schuhen, von der Seife bis zur Zahnpasta.

Meine Meinung:
Meine Schwester hat mir dieses Buch vor einiger Zeit geschenkt und es hat mir viel Spaß gemacht. Die Autorin führt eine Art Tagebuch des Selbermachens. Sie beschäftigt sich dabei mit vielen, sehr unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens: baut ein Regal für die Küche, streicht die Fliesen in ihrem Badezimmer, pflanzt Kartoffeln, Kräuter und Gemüse an, strickt, näht, häkelt, siedet Seife, fertigt Schuhe, macht Käse, bäckt Brot, ...
Das eine oder andere hab ich ja auch schon gemacht, vieles aber noch nicht und beim Lesen hab ich richtig Lust bekommen, einige für mich neue Dinge auszuprobieren, z.B. mal Kartoffeln anzubauen.
Besonders sympathisch ist, dass bei der Autorin nicht alles auf Anhieb ein Erfolg ist und sie machmal auch improvisieren muss. 
Nur an einer Stelle muss ich ihr widersprechen: Bei einem Stricktreff kann man deutlich mehr und andere gemeinsame Interessen entdecken als nur das Stricken! Selbst wenn die anderen alles Omas sind!

Tipps:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe, die Linksammlung aus dem Anhang des Buches und ein Interview mit der Autorin.



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Mittwoch, 1. Februar 2017

Nuvem oder: Das Mohair-Monster


Kennt Ihr das?
Das Garn ist da, 
die Anleitung ist da, 
Ihr wollt es stricken, 
aber Ihr wollt das Ergebnis gar nicht selber haben? 
Mir geht es manchmal so...


Es war einmal ein Flauschpulli, der wollte lieber eine Decke sein. Ich hab ihn geribbelt und zusammen mit dem "Rest", also insgesamt 500 g Garn, zu einem Nuvem (kostenpflichtige Anleitung von Martina Behm) verstrickt.


Die Anleitung ist im Büchlein "Strickmich!" enthalten, das mir die bezaubernde Loh-La geschenkt hat. Ich hab aber den Rand anders gemacht: Statt der Rüschenkante hab ich nur ein Kästchenmuster gestrickt. Ist leider auf dem Foto kaum zu erkennen. Es ist 2 rechts 2 links und immer nach 2 Reihen wechseln.


Schon beim Stricken hab ich das Ding immer "Das Mohair-Monster" genannt, weil es so groß war. In der Badewanne sah es dann aus wie Kutteln oder Tentakeln. Gruselig!


Vier Tage hat es gedauert, bis das Monster trocken war.


Zu Weihnachten habe ich es dann der Lieblingsschwiegermutter geschenkt, weil es so gut zu ihrem Sofa passt. Sie hat sich sehr gefreut.


Vor allem mag sie, dass sie sich damit sogar im Liegen zudecken kann.
Ich wünsche ihr viele kuschelige Stunden damit!








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