Samstag, 15. Juli 2017

Gelesen: "Die Blütensammlerin" von Petra Durst-Benning



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Petra Durst-Benning
Titel: Die Blütensammlerin
(Band 3 der Maierhofen-Reihe)
erschienen am 20.03.2017 
Taschenbuch, Klappenbroschur
512 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0012-3 
9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 13,90
Verlag: Blanvalet

Klappentext:
Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings ...
Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …

Meine Meinung:
Dieser Roman hat mich mehrmals überrascht. Ich hatte eine leichte Sommer-Lektüre erwartet, aber die Geschichte hat mehr Tiefgang, als ich dachte. Dass es sich um den dritten Band einer Reihe handelt, habe ich auch nicht gewusst. Es scheint heutzutage üblich zu sein, solche Informationen weder außen auf dem Einband noch auf den ersten Seiten vor dem ersten Kapitel zu vermerken. Hier ist das zum Glück nicht so schlimm, "Die Blütensammlerin" kann sehr gut als einzelne Geschichte gelesen werden. Weiterhin erweckt der Titel den Eindruck, das Buch wäre nur aus der Perspektive der Hauptfigur geschrieben. Das stimmt auch für die ersten fünf Kapitel, das sind immerhin 74 Seiten. Dann wird die Geschichte plötzlich multiperspektivisch erzählt. Das hat mich beim Lesen schon ein wenig geärgert. Allerdings profitiert die Geschichte sehr, vor allem beim Thema Selbstbild vs. Fremdbild. Den Titel finde ich auch nicht so gelungen, denn das Sammeln von Blüten wird eher am Rande erwähnt. Am schlimmsten war aber der Klappentext. Christine richtet keine "Single-Wochenenden" aus. Es geht um eine einzelne  Woche, die eine Gruppe von Singles in der Casa Christine verbringt. Und es findet auch nicht "jeder Topf seinen Deckel". Bei solchen Klappentexten frage ich mich immer, warum die nicht dem Autor/der Autorin sicherheitshalber vorgelegt werden, wenn der Schreiberling schon nicht das Buch richtig lesen mag.
Im Anhang finden sich noch ein kleiner Ratgeber für Singles auf Partnersuche sowie eine Reihe Rezepte für alle möglichen Speisen und Getränke, die in der Geschichte erwähnt werden.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es die ersten 38 Seiten des Romans als Leseprobe.

Freitag, 7. Juli 2017

Crunchy-Müsli Freestyle DIY



Manchmal kaufen wir Müsli, das dann doch keiner aus der Familie essen mag. Ich hatte hier drei (!) angefangene Packungen, die mich täglich stumm, aber vorwurfsvoll anblickten. Also fasste ich mir ein Herz bzw. den Pürierstab...


Das Müsli habe ich zusammen mit Nüssen und Sonnenblumenkernen zerkleinert, dann auf einem Backblech verteilt, anschließend Honig und erwärmtes Kokosfett darüber verteilt. Das ganze habe ich eine halbe Stunde bei ca. 150 °C im Backofen crunchiert.


Nun könnte man die gesamte Menge in ein großes Gefäß füllen, allerdings bröselt das Zeug schon vom Hingucken und wenn sich dann die großen Brocken von den kleinen Krümeln trennen, bleibt wieder so ein Bodensatz, den keiner essen will. Also habe ich ganz viele Behälter mit 50 g Portionen befüllt. Wer keine Plastikbüchsen mag, nimmt einfach Schraubgläser.


So sind viele Frühstücksportionen griffbereit. Deckel auf, Milch rein, loslöffeln!
Und es schmeckt den Kindern sehr!!!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Kampf dem Plastik! Spüllappen aus Baumwolle gehäkelt


Mein Mann hat einen Spüllappen mit in die Ehe gebracht, der nun nach über 13 Jahren endgültig hinüber ist. Es gibt ihn leider nicht mehr zu kaufen, vermutlich weil er so gut war und so lange gehalten hat. Den Unternehmen geht es ja oft nur noch um Profit, nicht darum, gute Produkte herzustellen.

Allerdings weiß man ja auch, welche Probleme Plastik / Kunststoffe / Microfasern / Kunstfasern mit sich bringen. Deshalb würde ich den gleichen Lappen eh nicht wieder kaufen.

Als ich meiner Schwester neulich mein "Leid" klagte, dass der Lappen ausgedient hat und wir keinen vernünftigen Ersatz finden, sagte sie lapidar: "Strick dir doch einen, du machst doch sonst auch fast alles selbst."

Hmmm, die Idee war gut!
Gestrickte Lappen mag ich zwar nicht so, weil man da beim Schrubben schnell mit den Fingerspitzen bzw. Fingernägeln zwischen die Maschen rutscht, aber ich könnte ja mal was häkeln. Baumwollreste sind ja genug da.


Also habe ich ein Rechteck aus festen Maschen gehäkelt...


...und auf die eine Seite ein paar Rippen drauf gehäkelt, ebenfalls aus festen Maschen. Mit dem Rest habe ich noch fix drei Kanten umhäkelt, für die vierte hat es nicht mehr gelangt.


Mit diesen Rippen kann man prima Herd, Esstisch, Arbeitsplatten, Geschirr, Töpfe, Pfannen usw. schrubben. Außerdem trocknet er schneller als ein "glatter" Lappen, wenn er auf den Rippen liegt. 


Hurra! Ich habe einen neuen Lieblingsspüllappen!
Er ist waschbar bei 60°C in der Waschmaschine.
Jetzt muss ich dringend noch mehr häkeln, damit ich nicht immer auf das Ende des Waschprogramms warten muss, wenn ich abwaschen will.



Sonntag, 2. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 6. Reizklima


Gegen Erkältungskrankheiten soll das Reizklima am Meer oder in den Bergen helfen. Ich persönlich liebe ja das Meer. Dort einfach nur zu sein, macht mich schon glücklich: im Wasser zu schwimmen, in den Wellen zu planschen, den Sand durch die Finger rieseln zu lassen, den Wind und die Möwen zu hören...

Am Meer macht mir auch die größte Sommerhitze nichts aus. Dort weht ja immer der Wind. Und sollte es mir doch mal zu warm sein, gehe ich einfach ins Wasser. Schuhe und Strümpfe ziehe ich am Wasser eh immer sofort aus. Sand in den Schuhen und Strümpfen mag ich gar nicht, aber mit nackten Füßen durch den Sand zu stapfen oder die Wellen um meine Knöchel zu spüren, das gefällt mir. Kaltes Wasser, heißer Sand, das sind auch wechselnde Reize, die das Immunsystem anregen. Auch an Flüssen oder Seen lasse ich gern auf einem Steg sitzend die Füße ins kalte Wasser baumeln oder ich stakse mit hochgekrempelten Hosen im Wasser herum. Und sogar zuhause kann man das Wassertreten praktizieren: Wenn das Planschbecken im Garten steht, stakse ich da ab und zu durchs Wasser. Und wer keinen Garten hat, stellt sich einen Eimer kaltes Wasser auf den Balkon oder füllt die Badewanne.

Da ich sehr helle, sonnenempfindliche Haut habe, achte ich auf ausreichenden Sonnenschutz, wenn ich in der Mittagshitze am Wasser bin. Allerdings braucht unser Körper auch UV-Strahlung für die Bildung von Vitamin D, das nicht nur für den Calciumhaushalt, sondern auch für die Reifung von Immunzellen benötigt wird. Deshalb bin ich im Urlaub gern morgens und abends viel im Freien.

So, das war meine kleine Blogserie über mein Immun-Booster-Programm.
Ich hoffe, ich konnte Euch motivieren, auch etwas für Eure Abwehrkräfte zu tun, damit Ihr besser durch den nächsten Winter kommt.
Welcher Trick bei mir jetzt am besten geholfen hat, weiß ich nicht.
Aber es geht mir viel besser. Und das ist doch die Hauptsache!

Samstag, 1. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 5. Kneipp & Co.


Ich friere nicht gern. Ich schwitze nicht gern. Aber ich lese immer wieder, dass Sauna und Kneippkuren gut für die Abwehrkräfte sein sollen. Also habe ich mich überwunden und einfach mal damit angefangen.

Wenn ich ins Fitness-Studio gehe, besuche ich nach dem Training den Wellnessbereich. Ich dusche mich, und gehe in die Sauna. Anfangs waren es nur wenige Minuten und ich habe auf der untersten Bank gesessen. Inzwischen halte ich es 10 bis 15 Minuten liegend auf der obersten Bank aus. Weil mein Kreislauf manchmal schlapp ist, setze ich mich für die letzten Minuten wieder auf eine untere Bank, bevor ich dann Wechselduschen mache. Der Vorteil im Studio ist, dass ich mir zwei benachbarte Duschen aussuchen kann, die eine stelle ich kalt ein, die andere warm. Da stelle ich mich abwechselnd drunter und muss nicht dauernd wie zuhause die Temperatur regeln. Ich habe genug damit zu tun, zu atmen, ohne zu schreien.

Wenn ich zuhause dusche, mache ich am Ende immer kalte Güsse nach Kneipp, d. h. ich lasse kaltes Wasser im breiten Strahl aus dem Hahn über meine Füße und Unterschenkel laufen.

Zu den Kneipp-Kuren gehört ja auch das Wassertreten. Das mache ich aber nicht im Fitness-Studio, sondern...
Das lest Ihr morgen!


Freitag, 30. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 4. Bewegung


"Tun Sie mal was für Ihre Abwehrkräfte!"
Diesen Rat gab mir meine Hausärztin. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei Sport. Ich habe eigentlich immer Sport gemacht. Als Kind rennt man ja eh dauernd rum, hüpft, krabbelt, dreht sich im Kreis, tobt stundenlang auf dem Spielplatz. Bevor ich selbst Kinder hatte, habe ich fast alle Wege in Berlin mit dem Fahrrad erledigt, auch von einem Ende der Stadt zum anderen. (Für alle Ortsfremden: Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 Kilometer.)
Ich habe Tischtennis gespielt, war im Turnverein, in einer Volkstanzgruppe, beim Ballett, in den Sommerferien fast jeden Tag im Freibad oder an einer der vielen Badestellen, die unsere Stadt zu bieten hat. Am und im Wasser bin ich einfach glücklich! Ich mag das schwerelose Gefühl, vor allem beim Tauchen. Im Winter waren wir auf der Havel oder auf einem der Seen Schlittschuhlaufen oder auf einem der vielen Hügel der Stadt Schlitten fahren. 

Während des Studiums habe ich Tae Bo, Stepaerobic und jede Menge Tanzkurse gemacht. Es ist mir ein natürliches Bedürfnis, mich zur Musik zu bewegen. Wenn das Radio läuft, kann ich kaum still sitzen. Die Berliner Unis haben ein sehr breites Angebot an Sportkursen aller Art, die übrigens auch für "Externe" zugänglich sind. Beim Tanzen habe ich auch meinen Mann kennen gelernt. Sich zu zweit zur Musik zu bewegen, ist noch schöner. Diese Harmonie und der Körperkontakt beim Paartanz sind einfach wunderbar. Dazu trainiert man quasi nebenbei die Koordination, das Gleichgewicht, die Ausdauer und viele verschiedene Muskeln.

In den letzten Jahren habe ich unter anderem zur Entspannung und gegen Rückenschmerzen Pilates und Yoga gemacht, allerdings fanden diese Kurse zu festen Zeiten statt und mit den Kindern kommt es leider oft vor, dass ich es nicht schaffe, zum Kurs zu gehen, weil eines krank ist oder es sind Schulferien, Studientag, Betriebsausflug, Streik. Oder die Kinder haben mich nachts wach gehalten, sodass ich einfach den Schlaf nachholen musste. So hat sich bei mir unbemerkt ein gewisser Schlendrian eingeschlichen. Dazu kam noch, dass ich mir vor knapp zwei Jahren ein Auto gekauft habe, weil ich das Hin und Her mit Kita und Schule, Einkaufen, Arztterminen, Kinderchor, Schwimmschule etc. zu Fuß bzw. mit Bus & Bahn einfach nicht mehr geschafft habe. Dadurch sind aber viele Kilometer weggefallen, die ich vorher täglich gelaufen bin. Der Rat meiner Ärztin ließ mich die Sache mal genauer betrachten und ich musste erkennen: Ich könnte mehr Sport machen. Durch Zufall kam ich kurz danach an einem Fitness-Studio vorbei, das für die Sommermonate ein besonders günstiges Kennenlernangebot hatte. Spontan habe ich mir das Studio zeigen und alles erklären lassen und mich angemeldet. Ich kann dort im Cardiobereich meine Ausdauer und an den Geräten meine Muskeln trainieren, aber auch spontan an einem der vielen Kurse teilnehmen. Für mich ist das perfekt. Ich kann dort morgens hingehen, wenn ich die Kinder weggebracht habe oder abends, wenn mein Mann zuhause ist. Notfalls könnte ich die Kinder im Studio auch am Nachmittag betreuen lassen.

Außerdem hat das Studio einen großen Wellnessbereich.
Wie dieser mein Immunsystem auf Trab bringt, darüber schreibe ich morgen.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 3. Leidenschaften & Ehrenamt


Glückliche Menschen sind gesündere Menschen, das wissen wir spätestens seit Hirschhausen. Aber was macht uns glücklich? Regelmäßig das neueste Handy? Mehr Geld verdienen als der Nachbar? Dünn sein? Nein, das alles hat nichts mit Glück zu tun!

Wir wissen es doch eigentlich alle: Wir sind glücklich, wenn wir etwas tun, was uns Spaß macht. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, die wir mögen. Und wenn wir anderen helfen und damit die Welt ein Stückchen besser machen können.

Wenn ich nähe, stricke oder häkle, bin ich schnell im Flow. In Wolle oder Stoffen zu wühlen, die unterschiedlichen Farben zu sehen, Texturen zu spüren, Material und Schnitt- bzw. Strickmuster zu kombinieren, mir selber neue Sachen auszudenken, das spricht all meine Sinne an und ich fühle mich wunderbar dabei.

Das ganze nicht nur allein im stillen Kämmerlein zu tun, sondern gemeinsam mit anderen, ist noch viel schöner. Der Austausch hier im Netz hat mir vor etwa 10 Jahren ganz neue Dimensionen eröffnet, da gibt es Tutorials und Knit Alongs oder Sew Alongs, Blogs, Audio- und Videopodcasts. Und ich kann mir genau aussuchen, wen und was ich mag.

Am schönsten sind aber echte Begegnungen mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft haben. Es lohnt sich immer, zu einem Stricktreffen zu gehen! Egal, ob wir gemeinsam schweigen, weil wir gerade im Flow sind oder ob wir uns über Materialien, Techniken oder über Politik, Bücher, Filme und Reisen unterhalten. Es ist immer wunderbar!

Anfang Juni habe ich noch eine weitere Stufe kennen gelernt. Es handelt sich um eine Gruppe, die gemeinsam für Berliner Obdachlose strickt. Es ist eine bunt gemischte Truppe, die sich monatlich trifft. Als ich das erste Mal dabei war, habe ich mit ganz unterschiedlichen Leuten bezaubernde Gespräche geführt. Und es war so schön, diesen Berg an gestrickten und gehäkelten Mützen, Schals, Socken, Handschuhen und Stulpen zu sehen, die mit Anhängern mit der Aufschrift "Wir schenken Dir ein wenig Wärme" versehen an verschiedene Berliner Einrichtungen verteilt werden, damit die geschätzten 5000 Berliner Obdachlosen auch den nächsten Winter überstehen. An diese Menschen zu denken, rückt auch die Sicht auf das eigene Leben wieder etwas zurecht. Und es tut so gut zu helfen. Und helfen muss kein Opfer sein! Ich stricke gern. Die Wolle stammt aus Privathaushalten. Es sind Reste oder Stash-Leichen. Einige Wollgeschäfte spenden auch Resteknäuel.

Wenn Ihr auch helfen wollt, dann schaut doch mal in die Gruppe rein bzw. sucht mal, ob es in Eurer Nähe vielleicht etwas ähnliches gibt oder gründet eine Gruppe! Ihr könnt auch Wolle spenden oder gestrickte Sachen per Post an die Gruppe schicken. Die können auch aus Eurem eigenen Kleiderschrank stammen. Manchmal strickt man sich ja etwas, findet es auch wunderschön, trägt es aber nie. Da ist es doch eine schöne Idee, wenn das Teil jemanden wärmt, der diese Wärme wirklich braucht!

Falls Ihr selber gar keine Handarbeiten macht, habt Ihr vielleicht eine andere Leidenschaft, die Ihr zum Helfen nutzen könnt? Ihr könnt z.B. in Krankenhäusern oder Pflegeheimen Musik machen, Bücher vorlesen, Spaziergänge machen oder den Menschen einfach nur zuhören und ihre Hand halten. Ihr könnt als Lesepate in Kitas oder Schulen Flüchtlingskindern (bzw. Willkommenskindern, wie sie an unserer Schule heißen) beim Lesenlernen helfen. Oder als freiwillige Großeltern Zeit mit Kindern verbringen.

Meine Schwester engagiert sich ehrenamtlich für Tiere. Sie half schon sehr vielen Hunden aus dem Tierschutz, ein neues Zuhause zu finden.  Für die Vermittlung von Pflegehunden und Adoptionen macht sie im Auftrag eines Vereins Vorkontrollen und führt Beratungsgespräche mit Interessenten. Wenn ein Tier für die Vermittlung eine längere Reise antreten muss, weil z.B. der Hund in Frankfurt an der Oder lebt und der Mensch in Aachen, dann ist sie manchmal Teil der Fahrkette. Später macht sie die Nachbetreuung. Sie war auch selbst schon Pflegestelle. Diese Arbeit wird nicht bezahlt, zumindest nicht mit Geld. Aber es liegt ihr am Herzen, dass Menschen und Tiere zusammen finden, die zusammen passen. Eine gelungene Vermittlung macht sie glücklich.

Andere Leidenschaften von mir sind das Tanzen und Schwimmen.
Darüber werde ich morgen schreiben.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 2. Essen & Trinken


Keine Sorge, ich werde jetzt keine langen Vorträge über Vitamine und Mineralstoffe halten. Ich denke auch nicht, dass es die eine einzig wahre Ernährungsform gibt, die für alle Menschen perfekt ist. Wir stammen ja auch nicht alle von denselben Vorfahren ab. Die einen kommen von der Küste, wo es immer viel Fisch gab, die anderen kommen vom Land, wo es viel Getreide and Gemüse gab. Da haben sich die Menschen durch Mutation und Selektion im Laufe der Zeit angepasst. Die einen mussten große Kälte aushalten, andere mussten hart arbeiten oder schnell rennen. Und auch heute haben wir nicht alle die gleichen Randbedingungen im Leben. Jede/r muss ausprobieren, was dem eigenen Körper gut tut.

Ich esse gern Gemüse, egal ob roh, gekocht, gegrillt, gebraten, überbacken, als Suppe oder Salat. Ich versuche dabei, möglichst viel Abwechslung zu haben, zum Einen weil es lecker ist, zum Anderen, weil mein Körper so eine große Auswahl an unterschiedlichen Nährstoffen bekommt.

Ich lege dabei aber auch Wert darauf, Bio-Lebensmittel zu kaufen, weil ich meinem Körper keine Pestizide & Kunstdünger (im Gemüse), Antibiotika & Hormone (im Fleisch) oder gar radioaktiv bestrahltes Obst zumuten möchte. Ich freue mich sehr, dass es inzwischen so viele erschwingliche Bio-Lebensmittel gibt. Vor 15 Jahren sah das ja noch ganz anders aus.

Ich bemühe mich auch, möglichst oft fair gehandelte Produkte zu kaufen. Zum Einen bin ich einfach gegen jede Art von Sklaverei. "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen", das passt ja auch zum Thema von gestern. Zum Anderen werden fair gehandelte Rohstoffe auch nicht so heftig mit Pestiziden behandelt wie die "unfairen", was nicht nur den Plantagenarbeitern, sondern auch meiner Gesundheit zugute kommt.

Ich kaufe auch möglichst regional und saisonal. Erdbeeren kaufe ich z.B. nur aus Deutschland und im Sommer. Außerhalb der Saison und von weit weg schmecken sie einfach nicht! Und dass die Früchte vor dem Transport radioaktiv bestrahlt werden, um die Reifung zu verzögern schmeckt mir noch viel weniger.

Was ich so oft wie möglich vermeide, sind Aromen. Ich esse und trinke nichts, dem "Aroma", "natürliches Aroma" oder "naturidentisches Aroma" zugesetzt wurde. Da wird nämlich dem Körper etwas vorgegaukelt, was gar nicht da ist. Wer mehr darüber wissen will, kann z.B. das Buch "Die Suppe lügt" lesen.

Ich trinke hauptsächlich Wasser ohne Kohlensäure. Mein Körper besteht schließlich zum größten Teil daraus. Saft trinke ich manchmal zum Mittagessen. Alkohol trinke ich nur sehr selten. Über Kaffee habe ich ja schon gestern geschrieben, dass ich darauf nach 15 Uhr verzichte. Und ich erlaube mir auch nur maximal drei Tassen pro Tag.

Wenn ich schon bei Drogen bin, kann ich gleich noch ergänzen, dass ich noch nie geraucht habe (zumindest nie aktiv) und es auch überhaupt nicht verstehen kann. Es stinkt, es ist ungesund und es kostet so viel Geld. Das weiß heutzutage jedes Kind. Und trotzdem fangen so viele Leute damit an.
Und auch andere Drogen habe ich nie genommen. Ich hätte viel zu große Sorge wegen irgendwelcher Nebenwirkungen und wegen der Suchtgefahr.

Dafür bin ich süchtig nach Handarbeiten. Morgen werde ich darüber schreiben, wie diese Leidenschaft meine Abwehrkräfte stärkt.

Dienstag, 27. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 1. Schlaf


Guten Morgen!
Hast Du gut geschlafen?

Wie gestern angekündigt, schreibe ich heute über den Schlaf, der schließlich einen großen Einfluss auf unser Immunsystem und damit auf unsere Gesundheit, aber auch allgemein auf unser Wohlbefinden hat.

Ich schlafe oft zu wenig, weil ich eine Nachteule bin. Abends komme ich nicht ins Bett, morgens kann ich dann kaum aufstehen. Daran lässt sich leider auch nicht so viel drehen, denn ob man Frühaufsteher oder Langschläfer ist, ist keine Frage der Disziplin, sondern genetisch bedingt und auch vom Alter abhängig. Aber es gibt ein paar Tricks, wie ich doch zu etwas mehr Schlaf und besserer Schlafqualität komme. So ziehe ich mir abends schon früh meine Schlafkleidung an, wasche mich, putze meine Zähne, damit ich das alles schon erledigt habe und dann direkt ins Bett gehen kann, wenn ich merke, dass es schon wieder so spät ist. 

Wenn es meine Zeit erlaubt, lege ich mich auch tagsüber mal hin und mache ein Schläfchen. Ich weiß, da habe ich als Hausfrau einen großen Vorteil. Aber auch am Wochenende und an Feiertagen oder im Urlaub kann man sich zur Mittagsruhe hinlegen, so macht das auch mein Mann. Unsere Kinder machen immer eine Stunde Mittagsruhe. Nur wenn sie sich daran halten, gibt es danach (quasi zur Kaffeestunde) etwas Süßes zu essen. Sie können in dieser Zeit in ihren Zimmern lesen, malen oder spielen. Hauptsache, sie sind leise. Das trägt auch sehr zum Familienfrieden bei und hilft den Kindern, sich nach Schule und Kita zu entspannen.

Wir lüften vor dem Schlafengehen, und im Sommer bleibt das Fenster meistens nachts gekippt. Im Winter steht die Heizung im Schlafzimmer nur auf 17 °C. Warme Heizungsluft trocknet nämlich Nase und Rachen aus, dann können sich Keime dort vermehren und zack! ist die nächste Erkältung da. 

Abends friere ich leicht, dafür ist mir morgens eher zu warm. Deshalb trage ich zum Einschlafen gestrickte Socken, die ich mir nachts leicht abstrampeln kann. Ich habe je eine warme und eine leichte Bettdecke, die ich je nach Jahreszeit benutze. Im Winter nehme ich zusätzlich eine Wolldecke. Die Bettwäsche ist aus Baumwolle und sie wird regelmäßig gewechselt, um Staub zu reduzieren. Ich schüttle unser Bettzeug auch wie Frau Holle am Fenster aus (außer wenn draußen gewisse Pollen rumfliegen, die mich belasten).

Licht bzw. Verdunklung beeinflussen unseren Schlaf erheblich. Wenn Leuchtreklamen, Weihnachtsblinkgedöns oder vorbeifahrende Autos in Euer Schlafzimmer leuchten, verdunkelt Eure Fenster!  Oder überlegt, ob Ihr vielleicht ein anderes Zimmer zum Schlafen nutzen könnt, das zum Hof oder zum Garten legt. Legt Telefone mit dem Display nach unten, wenn sie schon unbedingt am Bett liegen müssen. Dreht den Wecker so, dass die Leuchtziffern Euch nicht ins Gesicht leuchten. Eine Schlafmaske ist natürlich die einfachste Lösung gegen störendes Licht.

Lärm z.B. durch schnarchende Partner, polternde Mülltonnen in den Morgenstunden oder pöbelnde Passanten am Abend lässt sich mit Ohrenstöpseln fernhalten. Da gibt es verschiedene Firmen, die ganz unterschiedliche Modelle anbieten. Fragt mal in der Apotheke Eures Vertrauens nach.

A propos Partner, manche Menschen wälzen sich im Schlaf viel herum, während andere von der kleinsten Bewegung aufwachen. Da hilft ein möglichst stabiles Bett mit getrennten Matratzen und Lattenrosten oder notfalls sogar zwei Einzelbetten, die mit mindestens einem Zentimeter Abstand nebeneinander stehen. Oder sogar in zwei verschiedenen Zimmern.

Nach 15 Uhr trinke ich keinen Kaffee, schwarzen Tee, Cola oder ähnliches, weil mein Körper sechs bis acht Stunden braucht, um das Koffein abzubauen. Das kann bei Euch anders sein. Aber es ist einen Versuch wert. Auch Zucker macht mich ganz aufgedreht, deshalb verzichte ich ab 15 Uhr auch darauf.

Und weil wir schon beim Essen und Trinken sind, geht es morgen direkt damit weiter.


Montag, 26. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken!


Hier im Blog ist seit einiger Zeit wenig los.
Obwohl bzw. weil im Leben so viel los ist.
Ich hätte viel zu erzählen und zu zeigen, vor allem ganz viele DIY- und Upcycling-Projekte. Das werde ich auch alles nachholen.

Aber eine Sache ist mir so wichtig, dass ich endlich mal darüber schreiben werde. Ich habt es ja schon an der Überschrift gesehen: Es geht um die Gesundheit.
Jetzt denkt Ihr vielleicht: Warum sollte ich ausgerechnet jetzt an die Erkältungszeit denken? Ich bin froh, dass ich die letzte hinter mir habe und jetzt ist eh Sommer...

Wer hier schon länger mitliest, weiß vielleicht, dass ich in der kalten Jahreszeit oft erkältet bin. Von Oktober 2015 bis Mai 2016 war ich durchgehend am husten und schniefen, habe dadurch immer schlecht oder zu wenig geschlafen und mich permanent elend gefühlt. Natürlich bin ich zu meiner Hausärztin gegangen und habe auch mehrfach Antibiotika genommen. Aber die Seuche ging nie richtig weg. Sie hat mich auch zum Lungenfacharzt geschickt, aber das hat auch nichts gebracht. Sie empfahl mir, eine Kur zu beantragen. Aber das deutsche Gesundheitssystem ist da leider echt bescheuert. Als Hausfrau kann ich keine normale Kur beantragen, weil das die Rentenversicherung zahlen müsste und das geht nur bei Arbeitnehmern. Also habe ich auf ihr Anraten hin eine Mutter-Kind-Kur beantragt, obwohl meine Kinder gesund sind. Die Kur wurde dann von der Krankenkasse abgelehnt mit der Begründung, dass diese Maßnahme nur für Alleinerziehende gedacht sei. Allein das finde ich sehr seltsam. Wie auch immer, ich bin da also überall durch's Raster gefallen. Dabei will ich doch meiner Krankenkasse Kosten ersparen. Denn die vielen Arztbesuche, insbesondere beim Spezialisten sowie die Medikamente kosten doch sehr viel Geld.

Die Ärztin gab mir natürlich auch den Rat: "Tun Sie mal was für Ihre Abwehrkräfte." Ich war etwas genervt. Schließlich mach ich doch schon ganz viel für mein Immunsystem!
Dennoch hat ihr Rat etwas in mir angeschoben. Mache ich da wirklich genug? Was könnte ich noch tun? Wenn ich ehrlich war, gab es da schon einiges, was ich bisher nicht oder zumindest nicht regelmäßig gemacht hatte. Also beschloss ich, noch mehr zu tun und dabei vor allem aus meiner Komfortzone herauszukommen. Ich habe mir eine Liste mit allen Punkten erstellt, die ich so als Immun-Booster kannte und geschaut, wo ich noch mehr bzw. mal überhaupt etwas tun könnte.

Und damit Ihr auch etwas davon habt, teile ich die Liste mit Euch und empfehle Euch, falls Ihr im Winterhalbjahr auch zu Erkältungen neigt, jetzt im Sommer bewusst etwas für Eure Gesundheit zu tun, damit es Euch im nächsten Winter besser geht. 
Denn mir hat es geholfen! Ich war im Winter 2016/17 insgesamt nur 4 Wochen lang krank. Das ist doch eine deutliche Verbesserung gegenüber 7 Monaten im Vorjahr!

Morgen geht es los mit dem ersten Punkt: Schlaf.

Freitag, 9. Juni 2017

Gelesen: "Glücklich wie ein Däne. Die 10 Geheimnisse der zufriedensten Menschen der Welt" von Malene Rydahl


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autor: Malene Rydahl
Titel: Glücklich wie ein Däne. Die 10 Geheimnisse der zufriedensten Menschen der Welt
Übersetzung: Ingrid Glienke
Erscheinungstermin: 27. März 2017
Preis: 14,99 € [D], 15,50 € [A], CHF 20,50
Paperback, Klappenbroschur
159 Seiten
ISBN: 978-3-579-08656-9
Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Klappentext:
Warum sind gerade die Dänen eines der glücklichsten Völker der Welt? Menschen eines Landes, das viele Monate im Jahr kaum Sonne sieht und in dem die Einkommenssteuer fast 60 % beträgt. Welche Werte und Einstellungen liegen dieser positiven Lebensauffassung zugrunde? Und: Was können wir von den glücklichen Dänen lernen?
Witzig und kurzweilig, informativ und inspirierend berichtet Malene Rydahl vom dänischen Alltag und zeigt, wie das gesellschaftliche Leben in Dänemark funktioniert. 

Meine Meinung:
Ich liebe Dänemark und die dänische Lebensweise seit meiner Kindheit. Für mich ist das, was die Autorin in diesem Buch schreibt, völlig normal. Aber es ist schön, es mal sachlich in Worte gefasst zu lesen, was für mich bisher nur so ein Gefühl war.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, dem das typisch deutsche "höher, schneller, weiter", die Elitenbildung, das große Misstrauen und der Egoismus hierzulande auf die Nerven gehen!

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine kostenlose Leseprobe.



Donnerstag, 25. Mai 2017

Kind(9) hat gelesen: "Familie Gruz hat Ärger" von Philip Ardagh



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Familie Grunz hat Ärger
Autor: Philip Ardagh
Illustrationen: Axel Scheffler
Übersetzer: Harry Rowohlt
Gebundene Ausgabe
237 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Deutsche Erstausgabe (3. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3407820327
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Klappentext:Hier kommt die wohl SELTSAMSTE Familie aller Zeiten ...!
Herr und Frau Grunz sind griesgrämig, grummelig, grunzend blöd und so stinkig, dass man sie bereits zehn Meter gegen den Wind riecht. Aber keine Bange: Ihr Sohn ist nicht ganz so seltsam. Mal abgesehen von den schiefen Ohren, den zu Berge stehenden Haaren und dem ollen blauen Kleid. Sohnemann ist sogar ziemlich helle und auf Zack. Höflich, hilfsbereit, mitfühlend. So ganz und gar anders als Herr und Frau Grunz. Und deshalb fragt er sich völlig zu Recht: KÖNNEN DAS WIRKLICH MEINE ELTERN SEIN???!!
Schon ist Sohnemann mittendrin in einer abenteuerlichen Elternsuche, die irrwitzigste Wendungen nimmt ...

Meinung von Kind(9):
Familie Grunz ist so witzig! Sie essen ganz scheußliche Sachen, machen chaotisches Zeug, aber man hat sie trotzdem irgendwie gern.

Tipp:
Auf www.familie-grunz.de gibt es mehr über Familie Grunz.


Mittwoch, 24. Mai 2017

Kind(9) hat gelesen: "Drachenzähmen leicht gemacht" von Cressida Cowell



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Cressida Cowell
Titel: Drachenzähmen leicht gemacht (1)
Limitierte Jubiläumsausgabe
lieferbar seit August 2015
Artikelnummer: 978-3-401-50760-6
Preis: 6,66 € [D], 6,66 € [A]
Alter ab: 10 Jahre
200 Seiten


Klappentext:

Hicks ist der Außenseiter des Wikingerstammes. Doch mehr unfreiwillig als freiwillig schafft er es, für alle der Held zu werden. Und das durch seine einmalige aber belächelte Fähigkeit, mit Drachen zu sprechen. Dazu ist er auch noch ziemlich schlau – im Gegensatz zu den meisten anderen Wikingern – und kann den fiesen Seedrachen überlisten.

Meinung von Kind(9):
Die Geschichte hat sehr viele Stellen, die mir Angst gemacht haben, z.B. wenn die Drachen miteinander kämpfen und sich gegenseitig unter lauten Schmerzensschreien Stücke aus dem Körper beißen. Aber es war gleichzeitig so spannend, dass ich wissen wollte, wie es weitergeht. Aber ich konnte es nur tagsüber lesen, nicht vor dem Einschlafen. Ich will ja nicht davon träumen.

Tipp:Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe.


Mittwoch, 17. Mai 2017

Kind(9) hat eine spannende Buchreihe entdeckt: "Sagenhafte Abenteuer" von Annette Neubauer





Autorin: Annette Neubauer
Titel: Das rätselhafte Schwert
Band 1 der Reihe „Sagenhafte Abenteuer“
Illustrationen: Achim Ahlgrimm
128 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis: 7,95 € (D), 8,20 € (A) 14,90 sFr
ISBN 978-3-551-55521-2
Erscheinungstermin: 22. Juli 2009
Altersempfehlung: 8 bis 10 Jahre

Klappentext:
Nele und Tom verbringen die Herbstferien bei ihrem Onkel Gunther in Worms. Er ist Wissenschaftler und sucht schon jahrelang nach Balmung, dem verschollenen Schwert der Nibelungen. Klar, dass die beiden ihm dabei helfen! Um Mitternacht schleichen sie in den Dom, um dort zu suchen - doch da huscht ein Schatten an ihnen vorbei. Jemand scheint dem Schwert schon auf der Spur zu sein! Tom und Nele müssen sich beeilen, um es noch vor dem geheimnisvollen Unbekannten zu finden.

Meinung von Kind (9):
Das Buch ist sehr spannend und aufregend. Ich habe es an einem einzigen Abend ausgelesen. Die mittelalterliche Geschichte um das Nibelungenlied ist sehr interessant und am liebsten würde ich jetzt auch mal Ferien in Worms machen, so wie Nele und Tom.

Tipp:
Bei Lovelybooks findet Ihr eine Liste mit allen Bänden der Reihe "Sagenhafte Abenteuer". Leider gibt es die Bücher nur noch gebraucht zu kaufen und natürlich in Bibliotheken.


Dienstag, 16. Mai 2017

Gelesen: "Traumprinz" von David Safier



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: David Safier
Titel: Traumprinz
Illustrationen: Oliver Kurth
Erscheinungstermin: 27.10.2016
Hardcover
ISBN: 978-3-463-40604-6
Preis: 19,95 €
Verlag: Kindler
Erscheinungstermin: 27.10.2016
320 Seiten

Klappentext:
Du findest keinen? Mal dir einen!
Welche Frau würde sich nicht gerne den perfekten Mann malen? Die verträumte Comiczeichnerin Nellie hat schlimmen Liebeskummer, als ihr zufällig eine alte tibetische Lederkladde in die Hände fällt. In die zeichnet Nellie ihren Traumprinzen: stark, edel und dreitagebärtig. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, hat der Prinz das Zeichenblatt verlassen und steht leibhaftig vor ihr. Mit Schwert und Kettenhemd. Gemeinsam mit dem ungestümen Prinzen namens Retro macht Nellie sich in Berlin auf die Suche nach dem Geheimnis der magischen Kladde. Denn alles, was man in sie hineinzeichnet, erwacht zum Leben. Dabei erlebt das ungleiche Paar jede Menge Abenteuer: Nellie und Retro kämpfen gegen Skinheads, sie fliehen vor der Polizei und stellen fest, dass böse Kräfte mit der Magie der Lederkladde die Welt zerstören wollen. Das größte Abenteuer jedoch, das die beiden zu bestehen haben, ist das der Liebe.

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist so rasant, lustig und phantasievoll, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe. Großartig!

Tipp:
Auf der Verlagshomepage gibt es das erste Kapitel als Leseprobe.


Montag, 8. Mai 2017

Gelesen: "Im Wald" von Nele Neuhaus





Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autorin: Nele Neuhaus
Titel: Im Wald
aus der Reihe "Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi", Band 8
gebundene Ausgabe
560 Seiten
ISBN-13 9783550080555
Erschienen: 14.10.2016
Preis: € 22,00 [D], € 22,70 [A]

Klappentext:
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

Meine Meinung:
Ich mag diese Taunuskrimis. Ich habe sie alle entweder gelesen oder die Verfilmungen mit Felicitas Woll und Tim Bergmann gesehen, teilweise sogar beides. "Im Wald" ist meiner Meinung nach der bisher beste Band, weil man endlich mal mehr, sehr viel mehr über Kommissar Oliver von Bodenstein erfährt als in allen Bücher zuvor. Aber das ist nicht der einzige Grund. Es geht dieses Mal darum, wie gefährlich es sein kann, in einem kleinen Ort wie Ruppertshain zu leben, wo jeder jeden kennt oder zu kennen glaubt. Es geht auch darum, wie grausam Kinder sein können, ohne dass die Darstellung so schrecklich ist, dass ich es nicht aushalte. Nele Neuhaus behandelt gerade diesen Teil der Geschichte wirklich sehr vorsichtig. Es geht um Fremdenfeindlichkeit. Und je kleiner der Ort, desto schneller ist man dort fremd, selbst wenn man seit Jahrzehnten dort lebt oder sogar aus dem Nachbarort stammt. Und es geht auch um Frauen, die Karriere machen.
Wie der Titel vermuten lässt, spielt die Geschichte zum großen Teil im Wald und Nele Neuhaus beschreibt diese Atmosphäre so plastisch, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich fand es großartig! Mehr will ich dazu gar nicht sagen. 

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es eine Leseprobe (die ersten 39 Seiten!) und eine Hörprobe.


Samstag, 6. Mai 2017

Kindergeburtstag, mal wieder ohne Plastiktütchen


Das Kitakind hatte Geburtstag.
Und auch in diesem Jahr haben wir zum Verteilen von Süßigkeiten in der Kita keine kleinen Plastiktütchen gekauft, sondern leere Erdnussbutterbüchsen verschönert. Diesmal haben wir ganz viele Aufkleber verarbeitet, die sich hier im Laufe der Jahre angesammelt haben.


König der Löwen, Olchis, Pumuckl, Biene Maja, Benjamin Blümchen, da ist für jeden was dabei.


Dann haben wir leere Kaffeedosen mit einseitig bedrucktem Papier (Fehldrucke, nicht mehr benötigte Briefe) beklebt.



Diese Büchsen wurden dann auf der Feier von den kleinen Gästen nach Herzenslust bemalt und beklebt. In diesen Büchsen wurden am Ende stolz die Gewinne abtransportiert.
Ich habe eine Kiste, in der ich immer alle Sticker aufbewahre, die sich hier so ansammeln. Und eine zweite Kiste mit Buntstiften, Filzstiften, Stempeln etc., die teilweise noch aus meiner Kindheit stammen.



Wir benutzen für Partys keine Wegwerfbecher, sondern lieber seit Jahren diese festen Plastikbecher, die wir mit Namensschildern bekleben. Die Trinkhalme mit den Fähnchen waren noch vom letzten Jahr übrig.



Beim Kuchenbacken finde ich immer faszinierend, dass es sofort nach Kuchen duftet, sobald ich Zucker und Butter verrühre, bzw. verrühren lasse. Die Anschaffung einer Küchenmaschine war damals eine der besten Entscheidungen ever! So viel Teig wie ich im Laufe der Jahre für Geburtstagskuchen, Weihnachtsplätzchen, Brot, Brötchen und Pizza rühren oder kneten musste...


Der Kerzenzug hat nur Platz für 5 Kerzen und die Zahlen gehen nur bis zur 6. Mal schauen, ob wir nächstes Jahr einen zweiten kaufen, um mehr Waggons zu haben und die Zahlen überkleben oder einen anderen Zug kaufen oder eine ganz andere Lösung finden.

Noch mehr Upcycling-Projekte für Kindergeburtstage 
oder mit Kaffee- und Erdnussbutterbüchsen findet Ihr dort:












Freitag, 5. Mai 2017

Tagebuchbloggen am 5. Mai 2017 - WMDEDGT


Es ist der 5te und Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"

06:25
Der Wecker piept. Ich schalte ihn aus und stehe auf. Dabei sackt mein rechtes Bein unter mir weg und ich schaffe es zum Glück, mich rückwärts auf das Bett fallen zu lassen. Was war das denn? Ist das Bein eingeschlafen? Nein, ich kann es schon bewegen, aber ich fühle kaum was. Es kribbelt auch nicht. Ich sitze einen Moment da und übe, das Bein zu bewegen, massiere die Muskeln mit den Händen, dann stehe ich vorsichtig auf und gehe ganz langsam ins Bad. Zum Glück gehorcht mir das Bein wieder. Unterwegs schaue ich ins Zimmer des Schulkindes. Es sitzt verstrubbelt im Dinosaurierschlafanzug auf der Bettkante. Ich sage: "Guten Morgen! Zieh dich bitte an", zu mehr Kommunikation reicht es bei uns beiden um diese Zeit nicht. Das Kind folgt brav.

06:35
Kaffee machen. Das Schulkind schleicht in die Küche und nimmt sich Cornflakes.

06:40
Kaffee trinken. Das Schulkind knurpst Cornflakes. Da ruft mich das Kitakind. Ich gehe hin. Unterwegs kreuzt der Mann meinen Weg und will über die Essensplanung für das Wochenende reden. Nicht jetzt, später. Das Kitakind liegt gemütlich im Bett und nuschelt: "Guten Morgen, Mama! Ich hab gut geschlafen. Gib mir deine Hand!" Ich reiche meine Hände ins Hochbett. "Hach, Mama, deine Hände sind immer so schön kalt!" Die Hände werden mit Küssen übersät.

06:50
Das Kitakind zieht sich an und frühstückt anschließend.

07:00
Das Schulkind schmiert sich ein Schulbrot, nimmt eine geschälte Möhre aus dem Kühlschrank (ich schäle immer gleich das ganze Kilo und lagere sie in einer Plastikbox) und legt beides in die Brotbox. Dazu kommen zwei kleine Schokoeier von Ostern. Anschließend geht es Zähne putzen, Ohren waschen und Haare kämmen.

07:10
Das Schulkind verlässt das Haus. Ich stehe in der Tür und winke ihm nach.
Das Kitakind kramt irgendwas mit Lego. Ich gehe mich anziehen. Leider sind keine Lieblingssocken* mehr im Schrank. Also nehme ich ein paar schlichte schwarze. Aber die sind unterschiedlich lang. Man kann es kaum sehen, aber ich fühle es und es macht mich irre. HSP, da kann man nichts machen. Also ziehe ich sie wieder aus und gehe ins Bad, wo Lieblingssocken auf dem Wäscheständer hängen. Ach, wenn ich schon mal da bin, kann ich ja gleich die Wäsche von der Leine nehmen und den Trockner ausräumen. Ich stelle drei Wäschekörbe auf und sortiere die trockene Wäsche nach: Schulkind, Kitakind und Rest. Den Kindern stelle ich ihre Wäsche so in die Zimmer. Sie falten ihre Kleidung selbst und räumen sie in die Schränke. Ich bin zwar Hausfrau, aber ich betrachte es als meine Aufgabe, meinen Kindern alles Wichtige beizubringen, anstatt alles für sie zu erledigen. Auch wenn es dreimal so lange dauert und ich regelmäßig das Chaos in ihren Schränken aufräume, wenn sie nicht da sind.
*Lieblingssocken sind zurzeit solche mit Snoopy drauf, bei denen sich Paare eindeutig finden lassen.

07:30
Als ich mich anziehe, kommt der Mann dazu und wir besprechen den Speiseplan. Dabei erfahre ich indirekt, dass er heute zuhause arbeitet. "Im Homeoffice", wie das heute heißt. Gut zu wissen, da schalte ich gleich mal noch eine Maschine Wäsche an. Ich lasse nämlich sonst nie die Waschmaschine laufen, wenn ich das Haus verlasse, weil uns einmal eine Waschmaschine ausgelaufen ist und die halbe Wohnung überschwemmt hat. Den Wasserschaden in der Wohnung darunter hat zum Glück die Haftpflichtversicherung bezahlt. Aber bei uns mussten wir selber alles aufwischen.

07:40
Das Kitakind zeigt mir, dass es sein Legoregal umgeräumt hat. Ich lobe ausgiebig.

07:45
Einkaufstaschen mit Leergut und Einkaufsliste an die Tür stellen.
Das Kitakind und ich ziehen Schuhe und Jacke an und fahren zur Kita.

08:00
Die Kita hat eine neue Spielzeug-Gartenküche aus Holz. Sie ist wunderschön, aber noch toller ist der große Pappkarton, in dem sie verpackt war. Die Kinder klettern hinein und versuchen, ihn von innen zu verschließen. Es werden Pläne geschmiedet, ob man ein Haus oder ein Piratenschiff oder einen Bus daraus baut.
Ich passe eine Runde auf die Kinder auf, weil die Erzieherin den Hausmeister suchen muss, denn nach dem gestrigen Ministromausfall ist die Heizung kalt.

08:20
In der Kitaküche steht eine befreundete Mutter und bereitet das "Elternfrühstück" vor. Jede Familie macht einmal pro Halbjahr freitags Frühstück für die Kita. Das ist immer ein Highlight für alle Kinder, weil jede Familie ja andere Vorlieben hat. Mal gibt es Nutella, mal Erdnussbutter, mal ganz viel exotisches Obst...
Wir plaudern kurz, weil wir uns schon eine Weile beim Bringen und Abholen immer verpasst haben.

08:30
Ich fahre zum Supermarkt, gebe das Leergut ab und kaufe ein.

09:00
Ankunft zuhause. Ich wuchte den Einkauf aus dem Auto und trage ihn zum Haus. Beim dritten Schritt zeckt es in meinem linken Oberfuß. Aua. Aua. Aua. Ich schleppe mich und die Lebensmittel mit zusammengebissenen Zähnen zum Haus. Dort trage ich die Taschen lieber einzeln durch's Treppenhaus und in die Wohnung. Der Mann hilft mir beim Auspacken und Verräumen. Dabei erzähle ich endlich vom Ministromausfall, aber den hatte er schon bemerkt, weil irgendein Gerät den Akku über Nacht nicht vollständig geladen hatte.

09:15
Ich schreibe hier und esse dabei ein belegtes Brot.

09:45
Ich räume das saubere Geschirr aus der Spülmaschine, das schmutzige hinein und anschließend die Küche auf. Dann ist die Wäsche fertig und ich hänge sie auf. Anschließend falte ich die trockene Wäsche aus dem Rest-Korb und räume sie in die Schränke. Ich lüfte die Schlafzimmer, sammle schmutzige Wäsche ein und sortiere sie in unsere Wäschebank. Inzwischen kümmert sich der Mann ums Mittagessen.


11:30
Wir essen und unterhalten uns. Anschließend geht der Mann wieder an seine Arbeit und ich verpacke einige Geschenke für das Schulkind, das nächste Woche Geburtstag hat.

12:20
Es klingelt. Der Nachbar will über den Stromausfall und die Heizungsanlage reden.

12:35
Ich hole das Kitakind ab, wir fahren zur Schule. 

13:15 Im Bücherbus stöbern wir nach Atlanten, LTBs und Hörspielen vom magischen Baumhaus. Ich gebe den unterschriebenen Aufruf für die Anschaffung eines neuen Bücherbusses ab. Bücherbusse sind wichtig!


13:35
Das Schulkind kommt über den Schulhof gewankt. Es hat mit seinem vollem Schulranzen und der großen Sporttasche (groß genug für ein Paar Draußenschuhe, ein Paar Hallenschuhe und Kleidung) schwer zu schleppen. Ich übernehme die Sporttasche, damit das Kind die Hände frei hat und sich auch Lesefutter aussuchen kann.

14:00
Ankunft zuhause. Die Kinder zicken sich ununterbrochen an, deshalb verbanne ich sie nach dem Händewaschen in ihre Zimmer. Sie teilen sich aber vorher die Hörspiel-CDs gerecht auf. Bei den Büchern gibt es zurzeit keine Überschneidungen.
Ich nutze die Ruhe, um die Landkarte aufzuhängen, die mir das Kitakind gemalt hat und um hier noch eine Runde zu schreiben.


14:45
Die Kinder sind wieder nett, auch zueinander. Jetzt hat das Schulkind Hunger und isst zu Mittag.

15:00
Das Kitakind kommt im Herbst endlich auch in die Schule und braucht einen Schulranzen. Der Schulbedarfsladen unseres Vertrauens hat zurzeit 20% Rabatt auf Schulranzen, also wollen wir das nutzen. Das Kitakind will aber unbedingt genau den gleichen Ranzen haben wie das Schulkind. Und das Schulkind wächst langsam aber sicher aus ebenjenem Ranzen raus. Also kaufen wir lieber einen neuen für das Schulkind und der alte wird "vererbt". Das Kitakind bleibt mit Papa zuhause, der zwar noch arbeiten muss, aber allein ist dieses Kind recht pflegeleicht. Die Auswahl im Laden dauert sehr lange, unter anderem deshalb, weil es dort auch Spielzeug gibt. So sagt das Kind dauernd: "Mama, schau mal, hier gibt es Lego Ninjago/Brio Eisenbahn/coole Rennstrecken/..." und ich antworte ebenso oft: "Ja schön, wir sind aber heute hier, um dir einen neuen Schulranzen zu kaufen. Wie findest du denn den hier?"
Hinzu kommt noch, dass so wichtige Angaben wie z.B. das Fassungsvermögen entweder sehr versteckt oder gar nicht angegeben sind. Ist ja schön, dass das Leergewicht überall groß draufsteht, aber zwei Taschen kann ich notfalls noch in die Hand nehmen und das Gewicht vergleichen. Aber beim Volumen täuscht man sich schnell.
Schließlich haben wir einen gefunden, der fast 4 Liter mehr fasst als der alte und gleichzeitig dem Kind gefällt. Wenigstens müssen wir uns nicht mit dem Preis beschäftigen, denn die Großeltern zahlen.

16:00
Auf dem Weg zum Auto - das Kind trägt stolz den neuen Ranzen auf dem Rücken - fällt mir ein, dass dieses Kind auch noch neue Basketballschuhe braucht. Also fahren wir ins nahe gelegene Einkaufszentrum, suchen ein Schuhgeschäft auf und finden nach etwa 10 Paaren endlich ein Paar, das wir kaufen.

17:10
Als ich aus dem schrägen Parkhafen ausparken will, blockiert der dicke Lieferwagen neben mir komplett die Sicht. Ich will mich schon ganz langsam vortasten, da kommt ein junger Mann angelaufen und signalisiert mir, dass er mich rauswinkt. Das macht er auch super. Es gibt doch auch nette Menschen!

17:35
Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Apotheke sind wir endlich zuhause. Das Kitakind hat schon zu Abend gegessen und gebadet. Wir zeigen kurz, was wir gekauft haben, dann essen wir auch. Anschließend machen sich die Kinder bettfertig, ich putze ihnen die Zähne nach.

17:50
Der Mann hat heute abend Besuch von zwei alten Freunden. Die Kinder dürfen noch je eine halbe Stunde was auf dem iPad spielen, danach bringe ich sie ins Bett.

19:00
Feierabend.
Ich setze Brötchenteig für morgen früh an und schreibe hier.
Danach schau ich mir vielleicht noch "The Commitments" auf DVD an, den Film mag ich sehr und hab ich lange nicht gesehen.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Kind(8) hat gelesen: "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Rico, Oskar und die Tieferschatten
Hardcover
Autor: Andreas Steinhöfel
Illustrationen: Peter Schössow
Preis: 12,90 € (D), 13,30 € (A)
224 Seiten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN 978-3-551-55551-9



Klappentext:
Eigentlich soll Rico ja nur ein Ferientagebuch führen. Schwierig genug für einen, der leicht den roten oder den grünen oder auch den blauen Faden verliert. Aber als er dann auch noch Oskar mit dem blauen Helm kennen lernt und die beiden dem berüchtigten ALDI-Kidnapper auf die Spur kommen, geht es in seinem Kopf ganz schön durcheinander. Doch zusammen mit Oskar verlieren sogar die Tieferschatten etwas von ihrem Schrecken. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Meinung von Kind(8):
Das Buch ist lustig, spannend und cool. Manchmal ist es ein wenig schlimm, aber ich wollte wissen, wie es weitergeht, also habe ich immer weitergelesen.

Tipp:
Auf der Verlagshomepage gibt es eine Leseprobe.


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Mittwoch, 3. Mai 2017

Kind(8) hat gehört: "Paul Vier und die Schröders" von Andreas Steinhöfel




Autor: Andreas Steinhöfel
Titel: Paul Vier und die Schröders
Hörspiel mit Barbara Auer, Ulrike Grote, Anton Sprick
Verlag: Hörbuch Hamburg
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
1 CD, 51 Minuten Laufzeit
ISBN 978-3-86742-078-5
Erschienen am 20.01.2011
Preis: 9,99 € [D], 9,99 € [A]

Klappentext:
Als Frau Schröder mit ihren vier Kindern neu in die Nachbarschaft zieht, ist dort schon bald die Hölle los. Nicht nur, dass die Schröders alle höchst seltsame Namen tragen, sie sind auch sonst nicht gerade das, was sich die spießigen Bewohner der Ulmenstraße unter "artigen" Kindern vorstellen. Aber Paul Walser, genannt Paul Vier, mag die Schröders, vor allem Delphine mit den wunderschönen grünen Chromaugen.

Meinung von Kind(8):
Das Hörspiel ist komisch. Man lernt auch etwas über Vorurteile. Das hat mir gefallen. Ich höre die CD immer wieder gern.

Tipp:
Auf der Homepage von Hörbuch Hamburg gibt es eine Hörprobe.


Montag, 1. Mai 2017

Kind(8) hat gelesen: "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" von Michael Ende



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Michael Ende
Titel: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Illustrationen: Regina Kehn
Verlag: Thienemann Taschenbuch Omnibus
Erscheinungsjahr: 2003 (erstmals veröffentlicht 1989)
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
240 Seiten
ISBN: 3-570-26095-X
Preis: 7,50 €
Taschenbuch

Klappentext:
Der Geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben ein großes Problem: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und beide haben ihr Soll an bösen Taten noch lange nicht erfüllt. Daran sind nur Kater Maurizio und der Rabe Jakob schuld, die ihnen vom Hohen Rat der Tiere auf den Hals gehetzt wurden. Doch mit einem besonders raffinierten Plan könnte es den beiden Zauberern noch gelingen, den Rückstand an bösen Taten aufzuarbeien. Maurizio und Jakob entdecken die bösen Absichten, aber können sie diese auch verhindern? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Meinung von Kind(8):
Das Buch ist super! Es ist spannend, lustig und hat schöne Bilder. Ich mag, dass in der Geschichte viele Reime und Gedichte vorkommen. Aber das schönste ist, dass ein Rabe und eine Katze Freunde sind.


Sonntag, 30. April 2017

Zwei wunderbare Hörspiele, nicht nur für Kinder



Coverbilder freundlicherweise von Oetinger Audio zur Verfügung gestellt

Kind(8) hat in letzter Zeit viel von Erich Kästner gelesen, unter anderem "Der kleine Mann" sowie die Fortsetzung "Der kleine Mann und die kleine Miss". Weil die Geschichten so schön sind, haben wir auch die Hörspiele aus der Bücherei ausgeliehen. Das erste ist schon schön und Hans Clarin eine gute Besetzung für Mäxchen Pichelsteiner. Allerdings klingt er für mich immer nach Pumuckl und Hui Buh. Deshalb mag ich Lutz Mackensy als Besetzung im zweiten Teil noch lieber. Außerdem hatte ich als Kind nur den zweiten Teil auf Kassette, das prägt natürlich. Auf jeden Fall gefallen die Hörspiele Kind(8) genauso gut wie mir. Und das ist schön!



Samstag, 29. April 2017

Kind(6) hat gelesen: "Henriette Bimmelbahn und ihre Freunde" von James Krüss



Die aktuelle Ausgabe hat ein Cover mit gelbem Hintergrund, aber ich finde unser blaues schöner

Autor: James Krüss
Titel: Der große James Krüss Bilderbuchschatz. Henriette Bimmelbahn und ihre Freunde
Illustrationen: Lisl Stich
Preis: 18,00 €
Boje Verlag
Hardcover
112 Seiten
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-414-82462-2
Erscheinungstermin: 2009
(Die Einzelbände sind zwischen 1958 und 1965 erstmals erschienen.)

Klappentext:
Wer kennt sie nicht? So vergnügt wie am ersten Tag fährt Henriette durch die Lande, in unvergesslichen Reimen von James Krüss. Dieser Sammelband ist ein wahrer Bilderbuchschatz und enthält die vier beliebten Klassiker:
  • Henriette Bimmelbahn
  • Der kleine Doppeldecker
  • Die ganz besonders nette Straßenbahn
  • Der blaue Autobus
Unsere Meinung:
Diese Geschichten kann man immer wieder lesen, hören und anschauen. Man kann die Verse auswendig lernen, auf den Bildern die Tiere und Blumen zählen, mit dem Finger die Schienen nachfahren, die ängstlich schauenden Häuser ins Herz schließen und noch vieles mehr.
Ich habe diese Geschichten schon als Kind geliebt und meine Kinder finden sie seit Jahren auch wunderbar. Wenn abends nur wenig Zeit ist, lesen wir eine der Geschichten, dafür reicht die Zeit immer. Wenn wir anstrengenden (nörgelnden oder rücksichtslosen) Kinderbesuch haben, ziehe ich das Buch aus dem Regal, setze mich aufs Sofa, lese vor und sofort sind die Kinder ganz fasziniert und brav.
Ein Muss für jede Familie!

Freitag, 28. April 2017

Kind(8) hat gelesen: "Der Leuchtturm auf den Hummerklippen" von James Krüss




Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Titel: Der Leuchtturm auf den Hummerklippen
Autor: James Krüss
Illustrationen: Jutta Bauer
Hardcover
Preis: 11,90 € (D),  12,30 € (A)
Seiten 215 
Altersempfehlung: ab 8 Jahren 
ISBN 978-3-551-55266-2 
1. Auflage 1999
(erstmalig erschienen: 1956)

Klappentext:
Alle Möwen heißen Emma. Bis auf eine. Die heißt Alexandra. Und die ist die Freundin von Johann, dem Leuchtturmwärter auf den Hummerklippen. Beide lieben es, Geschichten zu erzählen: lustige, traurige, wundersame und manchmal auch lehrreiche. Und das machen sie so gut, dass die dicke Wolke das Regnen lässt und der übellaunige Wassermann seinen gemeinen Plan vergisst. Und weil das so ist, schaffen es Tante Julie und Poltergeist Hans im Netz doch noch, mit ihrem kleinen Ruderboot wohlbehalten auf den Hummerklippen zu landen.

Meinung von Kind(8):
Das Buch ist sooo schön! Es ist lustig, spannend und überraschend. Besonders gefallen mir die vielen kleinen Geschichten, die darin erzählt werden.


Donnerstag, 27. April 2017

Gelesen: "Aufräumen" von Angelika Waldis



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Angelika Waldis
Titel: Aufräumen
gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
152 Seiten
ISBN 978-3-905811-76-6
Preis: 18,– € (D)
Verlag: Europa Verlag Zürich
Erscheinungsjahr: 2013

Klappentext:
Luisa hat beschlossen aufzuräumen. Als erstes muss Alfred weg. Alfred, das dunkle Kneiftier ihres Lebens. Noch zwei weitere Männer sind zu entsorgen. Dass es lauter Männer sind, ist Zufall. Es sind einfach drei, die ihr leben verwüsten. Auf der Reise zur Beseitigung Alfreds ziehen die berührenden Bilder ihres Lebens an ihr vorbei: der Schmerz um die beienden Töchter - die behinderte Maya und die unglückliche Miriam -, ihre geheime Liebe zu Silvan, die Zeiten des Glücks und die Zeiten der Wut. Ein eigenartiger Begleiter bringt ihre Reise durcheinander: der aus der psychiatrischen Klinik entlaufene Flack. Mit ihm erfährt die tüchtige Luisa zum ersten Mal die Lust am Unsinn und den Spass am Absurden. Aber das Aufräumen gibt sie nicht auf.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist in kleinen Häppchen geschrieben und genauso habe ich es auch gelesen. Die Geschichte ist spannend, lustig und sehr berührend. Wunderbar!




Mittwoch, 26. April 2017

Farben und Formen


Zuletzt hatte ich über meine Nachteile als Mädchen mit ungewöhnlichen Interessen und als Frau im Ingenieurstudium und -beruf geschrieben.

Heute möchte ich den Fokus mal auf die Einschränkungen der Jungs und Männer lenken. Wenn man sich mal so umschaut, dürfen Mädchen heutzutage nämlich viel mehr als Jungs! Sie dürfen lange Haare tragen oder kurze. Sie können Röcke, Kleider, Hosen oder Leggins in allen Farben anziehen. Sie dürfen alle Berufe lernen, ohne dass man gleich über ihre sexuelle Orientierung nachdenkt. Weibliche Elektriker mögen selten sein und im Berufsalltag Nachteile haben, aber niemand bezeichnet sie gleich als Lesbe. Das ist bei Männern anders, die Friseur, Kosmetiker, Tänzer, Erzieher oder Krankenpfleger sind.

Oft genügt auch nur ein vermeintlich weibliches Detail, um gleich die Genderpolizei auf den Plan zu rufen. Hat der Junge in der Kita eine dunkelblaue Latzhose mit grauen Ziernähten an, ist das kein Problem, aber wehe da ist ein kleines Herz auf die Tasche gestickt! "Das ist doch eine Mädchenhose! Das würde ich meinem Sohn ja nicht anziehen!!!"

Als vor Jahren ein neues Kind in unsere Kita kam, habe ich kurz "Hallo! Bist du neu hier? Wie heißt du denn?" gefragt. Der Name war ungewöhnlich, es hätte ein Mädchen oder Junge sein können. Das Kind hatte schulterlange Locken. Als ich bemerkte, dass ich darüber nachdenke, welches Pronomen ich nun verwenden soll, wenn ich die Mutter (oder war es der Vater? Das war auch nicht so eindeutig zu erkennen) frage, ob es dem Kind hier gefällt, habe ich mich geärgert, dass ich darüber überhaupt nachdenken muss. Denn eigentlich ist es mir völlig egal, welches Geschlecht das Kind hat. Es ist für mich nicht relevant. Ich will darüber nicht nachdenken müssen, was das Kind da in der Hose trägt. Irgendwie habe ich jedenfalls das Pronomen umgangen und habe aus einer Aussage des Elternteils entnommen, dass es ein Junge ist. Okay, ich war froh, nun das korrekte Pronomen verwenden zu können. Aber schon fünf Minuten später hörte ich eine andere Mutter lautstark blöken: "Waaas? Ein Junge mit langen Haaren???" *seufz*

Ich wünsche mir die Abschaffung der männlichen und weiblichen Personalpronomina genauso wie das Ende des Gender-Marketings. Steht man im Spielzeugladen vor den Lego-Schachteln, wird schon von weitem klar, wer die Zielgruppe der jeweiligen Produkte ist: die Muffin-Bäckerei in der rosa Schachtel für Mädchen, die Feuerwehr in der blauen Schachtel für Jungs. Und wenn ein Mädchen kein rosa, aber Bäckereien mag, hat sie ebenso Pech wie ein Junge, der lieber rosa mag oder die Bäckerei, aber kein rosa. Wobei es ja noch geht, wenn ein Mädchen mit einer Feuerwehr aus der blauen Packung spielt. Aber wehe ein Junge spielt mit Mädchenspielzeug! ALARM!!! Meistens wird er dann gnadenlos von anderen Jungen deswegen gehänselt und ausgegrenzt. Natürlich kann man sagen, dass ein selbstbewusstes Kind darunter nicht leidet. Aber es wäre doch schöner, wenn es einfach keine Rolle spielen würde. Und manche Kinder sind sensibel und und schüchtern, sie haben es eh schon schwer genug mit den sozialen Kontakten. Da passen sie sich lieber den ungeschriebenen Gesetzen an.



Neulich war ein Junge bei uns zu Besuch, der bei einer Süßigkeit (!) gesagt hat: "Das nehm ich nicht, das ist rosa und rosa ist eine Mädchenfarbe." Ich habe ganz ernst gesagt: "Oh ja, rosa ist totaaaal  gefährlich für Jungs. Die explodieren, wenn sie etwas rosanes berühren! Man muss schon ein starkes Mädchen sein, um diese Farbe auszuhalten. Jungs sind dafür viel zu schwach."
Ich bin gemein, nicht wahr?



Um eins klarzustellen: Ich habe nichts dagegen, wenn Mädchen die Farbe rosa lieben und sich von Kopf bis Fuß darin kleiden. Ich will auch keinen Jungen zwingen, rosa oder Glitzer zu tragen. Aber wenn ein Junge rosa, lila oder Glitzer mag, gern mit Puppen oder Einhörnern spielt, muss das in Ordnung sein und unkommentiert bleiben.

Es ist doch nur eine Farbe!
Ich sage meinen Kindern immer: "Es gibt keine Mädchen- oder Jungsfarben. Es gibt auch kein Mädchen- oder Jungsspielzeug. Wer mit Puppen spielen will, soll mit Puppen spielen. Das ist doch schön. Und wer gern mit der Eisenbahn spielt, soll das bitte tun. Hauptsache, es macht Spaß!"

Es gibt schließlich auch kein Mädchenbrot und kein Jungsobst.
Also lasst doch einfach mal den Quatsch!

Ich wünsche mir Rennautos, Eisenbahnen, Dinos, Puppenküchen, Fußbälle, Einhörner und Werkbänke in allen Farben, mit und ohne Glitzer! Und bitte ohne die Notiz auf der Packung, ob das für "Girls" oder "Kerle" ist!

Tipps zum Weiterlesen:


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