Donnerstag, 21. September 2017

Kampf dem Plastik: Noch ein Spüllappen


Aus Baumwollresten gehäkelt, diesmal sind die Farben sehr schrill.


Wie ich das gehäkelt habe, habe ich ja schon beim letzten Lappen beschrieben.


Die Rippen schrubbeln wirklich sehr gut Pfannen, Herd, Arbeitsflächen und Spüle sauber.


Bei der Größe orientiere ich mich an der Größe meiner Hand.


Mittwoch, 20. September 2017

Me Made Mittwoch: Mütze, Tuch, Pulli und Rock


Es ist Herbst. Morgens ist es kalt, mittags aber mild. Da ist der Lagenlook genau richtig:
Den Rock hab ich neulich aus einer alten Jeans meines Mannes upgecycelt. Wozu soll ich mich mit Bund, Gürtelschlaufen und Taschen abmühen, wenn das doch alles schon vorhanden ist? Anleitungen dafür gibt es im Netz haufenweise.




Dazu trage ich den "Jeans-Pullover mit Umwegen",
und meine neue Turn-A-Broken-Sock-Mütze.

(Die Sweatjacke hat mir neulich meine Schwester vermacht.)


Die Mütze begann als Sock-Head-Hat, das Muster ist von den Broken-Seed-Stitch-Socken und die Krone hab ich beim Turn-A-Square-Hat abgeschaut. Das sind alles kostenlose Strickmuster von Ravelry. Die Wolle hab ich letztes Jahr in Dänemark gekauft.

Ob es beim MMM wohl noch mehr Lagenlooks zu sehen gibt?



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Dienstag, 19. September 2017

Eckart von Hirschhausen & Ralph Caspers: "Ist das ein Witz? Vol.4 - Kommt ein Kind zum Arzt..."



Coverbild freundlicherweise vom Hörverlag zur Verfügung gestellt


1 CD, Laufzeit: 70 Minuten
ISBN: 978-3-8445-2598-4
Preis: 14,99 € [D], 16,90 € [A], CHF 21,90
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungsdatum: 11.09.2017

Klappentext:
Wie heißt das Reh mit Vornamen? – Kartoffelpü!
Das finden Sie nicht komisch? Dann fragen Sie mal Kinder! Sie entdecken bereits im Vorschulalter ihren Sinn für Humor, für Reime, Doppelbedeutungen und Witze – und hören am liebsten gar nicht mehr auf, sich gegenseitig zum Lachen zu bringen. Es ist Zeit, ihnen zuzuhören. Zusammen mit dem Fernsehmoderator und "Frag doch mal die MAUS"-Kollegen Ralph Caspers bittet Eckart von Hirschhausen Kinder auf die Bühne, um ihre liebsten Witze zu erzählen. Lassen Sie sich anstecken vom prustenden, glucksenden Kinderlachen und dem Glücksgefühl, wenn den Kleinen eine große Pointe gelingt. Hirschhausen selbst begann in der Grundschule seine legendäre Witzesammlung, er gibt Tipps für passende und unpassende Situationen, und kann als ehemaliger Arzt in der Kinderneurologie auch berichten, wie eng die geistige Entwicklung mit der Fähigkeit zum Humor zusammenhängt. Mit dem Erlös des Hörbuches bringt Eckart von Hirschhausen mit seiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN heilsame Stimmung ins Krankenhaus: mit Clowns auf den Stationen, Workshops für Pflegekräfte und wissenschaftlicher Forschung, warum Lachen tatsächlich die beste Medizin ist.

Meine Meinung:
Ich mag Eckart von Hirschhausen und Ralph Caspers. Meine Kinder erzählen unheimlich gern Witze.    Diese CD wird hier rauf und runter gehört und wir können immer wieder über die Witze lachen. Es sind auch so viele, dass man sie sich gar nicht alle merken kann. Und ich finde super, dass der Erlös der Stiftung "Humor hilft heilen" zugute kommt.

Also, wir wissen jetzt, wie das Reh mit Vornamen heißt.
Aber wie heißt es mit Nachnamen???
Wenn Ihr es wissen wollt, müsst Ihr die CD hören...

Tipp:
Es gibt eine Hörprobe, einfach auf der Produktseite rechts oben auf "reinhören" klicken.

Mittwoch, 13. September 2017

Stricken: Toe-Up Käppchenferse ohne verkürzte Reihen


Ich stricke ja schon seit fast 35 Jahren Socken und im Laufe der Zeit habe ich immer wieder neue Techniken kennen gelernt, z.B. die Herzchenferse, die Bummerangferse, das Stricken von der Spitze zum Bündchen, Socken auf der Rundstricknadel (Magic Loop) und sogar zwei Paar gleichzeitig mit Magic Loop. 
Inzwischen stricke ich am liebsten beide Socken gleichzeitig mit Magic Loop und Toe-Up, also von der Spitze zum Bündchen, weil ich so die Wolle vollkommen verbrauchen kann und weder Yarn Chicken spielen muss noch Reste behalte. Außerdem muss ich viel weniger Reihen zählen, weil ja beide Socken immer gleich viele Reihen haben. Der einzige Nachteil bisher war, dass ich Toe-Up nur Fersen mit verkürzten Reihen kannte. Und ich mag die nicht. Also habe ich das Internet durchsucht nach einer Methode, die klassische Käppchenferse quasi rückwärts zu stricken. Aber ich habe nichts gefunden. Also habe ich den Vorgang im Kopf umgedreht und es einfach mal ausprobiert. Und siehe da: Es funktioniert!
Damit nicht jede(r) das Rad neu erfinden muss, habe ich beim zweiten Mal ein paar Fotos gemacht und zeige Euch jetzt, wie es geht. Leider war es draußen schon dunkel und die Fotos sind entsprechend schlecht, aber ich hoffe, dass Ihr alles nötige sehen könnt. Ich bemühe mich auch, die Schritte ausführlich zu beschreiben. Aber falls Ihr trotzdem Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar. Und jetzt geht's los...


Zuerst zeige ich die Technik auf dem Nadelspiel. 
Diese Socke ist, wie man sieht, von der Spitze aus gestrickt. Vor dem Fersenbeginn habe ich auf beiden Seiten an der Sohle drei Spickelmaschen zugenommen, aber wie Ihr das genau macht, ist natürlich von Eurer Fußform abhängig. Wer einen hohen Spann hat, braucht mehr Weite an dieser Stelle, wer eher L-förmige Füße und hat, braucht vielleicht gar keinen Spickel. Und wer einen hohen Spann, aber eine schmale Ferse hat, macht den Spickel vielleicht lieber auf der Oberseite, nimmt also vor der Ferse auf der Oberseite Maschen zu und nach der Ferse auch dort wieder ab. Die benötige Länge könnt Ihr Euch ausrechnen, indem Ihr von der Fußlänge die Länge des Fersenkäppchens abzieht. Wie lang das ist, werdet Ihr gleich sehen.


Diese Socke stricke ich mit 60 Maschen. Die Ferse stricke ich mit einer Kontrastfarbe. Die Maschen der Oberseite des Fußes (30) sind stillgelegt, der Arbeitsfaden hängt entweder am Anfang oder am Ende dieser Nadel, das ist egal. Die Maschen der Sohle (36, das sind 6 mehr als auf der Oberseite wegen des Spickels) teile ich auf drei Nadeln auf:
13 - 10 - 13
Die mittleren 10 Maschen (das ist ein Sechstel der Gesamtmaschenzahl ohne die Spickelmaschen) stricke ich nun mit der Kontrastfarbe glatt rechts ab. Würde ich keine Kontrastfarbe benutzen, würde ich mit dem bunten Arbeitsfaden einfach die Runde stricken, bis nur die letzten 13 Maschen der Sohle übrig sind.


Die 10 mittleren Maschen stricke ich in Reihen glatt rechts, bis es insgesamt 20 Reihen sind und der Arbeitsfaden rechts ist. Dabei hebe ich immer die erste Masche ab, als wollte ich sie stricken (in rechten Reihen also wie zum Rechtsstricken, in linken Reihen wie zum Linksstricken).
Jetzt könnt Ihr die Gesamtlänge der Sohle messen, denn dieses Rechteck ist das Fersenkäppchen. Für die benötigte Sohlenlänge vor der Ferse müsst Ihr also ausmessen, wie lang 20 Reihen sind, das könnt Ihr einfach an der bisher gestrickten Sohle tun. Diese Länge zieht Ihr von der gesamten Fußlänge ab. Ich halte hier nichts von Tabellen, denn wie hoch 20 Reihen sind, hängt ganz davon ab, wie fest oder locker Ihr strickt. 
Achtung! Bei einer anderen Maschenzahl hat das Fersenkäppchen natürlich auch eine andere Breite und eine andere Reihenanzahl:





Aus den Seitenkanten des nun entstandenen Rechtecks nehme ich jeweils halb so viele Maschen auf, wie ich Reihen gestrickt habe, in meinem Fall also auf jeder Seite 10 Maschen. Ich mache das immer mit der Methode von Brentusfirmus, da werden von der linken Seite aus erst alle Maschen aus der Kante auf die Nadel genommen und danach abgestrickt.

Dann stricke ich die aufgenommenen Maschen der rechten Kante (von der Außenseite betrachtet) des Rechtecks ab, das sind also linke Maschen, wir schauen dabei auf die Innenseite der Socke. Die letzte orange Masche hebe ich wie zum Linksstricken ab, dann stricke ich die erste bunte Masche links und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.  


*Ich wende die Arbeit, schaue jetzt also auf die Außenseite der Socke. Ich hebe die erste Masche ab wie zum Rechtsstricken und stricke alle orangen Maschen rechts. Die letzte orange Masche hebe ich wie zum Rechtsstricken ab, stricke die erste bunte Masche rechts und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Jetzt wende ich die Arbeit wieder, hebe die erste Masche wie zum Linksstricken, stricke alle folgenden orangen Maschen links, hebe die letzte orange wie zum Linksstricken ab, stricke die erste bunte Masche links und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Ab dem * wiederhole ich diese beiden Reihen, bis alle bunten Maschen weg sind.


Das ist die Fersenwand. Der Arbeitsfaden ist links. Das Kontrastgarn kann nun abgeschnitten werden. Jetzt wird wieder in Runden mit der Hauptfarbe gestrickt. Wer die Socke nur mit einer Garnsorte strickt, arbeitet einfach von hier aus weiter in Runden.



Jetzt zeige ich noch, wie das ganze mit Magic Loop aussieht. 
Ich hebe die ersten 13 Maschen der Sohle ab und stricke mit der Kontrastfarbe 10 rechte Maschen. Diese stricke ich in Reihen glatt rechts, bis es insgesamt 20 Reihen sind. Dabei hebe ich immer die erste Masche ab, in rechten Reihen wie zum Rechtsstricken, in linken Reihen wie zum Linksstricken. Nach 20 Reihen ist der Arbeitsfaden am rechten Ende der Reihe. Ihr habt nun das Fersenkäppchen fertig.


Dann wende ich die Arbeit und schaue auf die Innenseite. Dort nehme ich 10 Maschen aus der Kante des Rechtecks auf und stricke sie links ab. Die letzte Masche hebe ich ab wie zum Linksstricken, dann stricke ich die erste bunte links und ziehe die abgehobene orange darüber.


Ich wende die Arbeit, schaue auf die Außenseite, hebe die erste Masche wie zum Rechtsstricken ab und stricke alle orangen Maschen rechts.


Ich wende die Arbeit, nehme 10 Maschen aus der Kante auf.


*Ich wende die Arbeit wieder und stricke die aufgenommenen orangen Maschen rechts. Die letzte Masche hebe ich wie zum Rechtsstricken ab, stricke die erste bunte rechts und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Jetzt wende ich die Arbeit wieder, hebe die erste Masche wie zum Linksstricken, stricke alle folgenden orangen Maschen links, hebe die letzte orange wie zum Linksstricken ab, stricke die erste bunte Masche links und ziehe die abgehobene orange Masche darüber.
Ab dem * wieder hole ich diese beiden Reihen, bis alle bunten Maschen weg sind. Die Fersenwand ist nun fertig. Die letzte Reihe ist eine rechts gestrickte und der Arbeitsfaden ist am linken Ende.
Das Kontrastgarn kann nun abgeschnitten werden. Jetzt wird wieder in Runden mit der Hauptfarbe gestrickt. Wer die Socke nur mit einer Garnsorte strickt, arbeitet einfach von hier aus weiter in Runden.


Es wirkt komplizierter, als es ist. Wenn man die Ferse in einer Kontrastfarbe strickt, sieht man gut, was zu tun ist. Ich finde die Käppchenferse Toe-Up sogar einfacher als Top-Down, weil man weniger Maschen aus der Kante aufnehmen und weil man weniger zählen muss, denn die Spickelmaschen verschwinden einfach beim Zusammenstricken an der Seite der Fersenwand.

Probiert es einfach mal aus! Ich wünsche Euch viel Spaß & Erfolg und ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Kommentar schreibt, ob Ihr die Anleitung verstanden habt oder wo es noch offene Fragen gibt. Eure gestrickten Werke dürft Ihr hier auch gern im Kommentar verlinken.


Donnerstag, 31. August 2017

Meine Gedanken zum Film "Embrace"


Es ist schon ein paar Monate her, dass dieser Film durch die Presse und die sozialen Medien ging, aber ich habe ihn erst jetzt auf DVD gesehen. Das war ein sehr interessantes Erlebnis, denn vieles, was da kritisiert wurde, z.B. Frauenzeitschriften, TV-Sendungen, Mode-Labels, hat nichts mit mir und meinem Leben zu tun. Ich lese schon seit etwa 15 Jahren keine Frauenzeitschriften mehr. Ich sehe fast genauso lange schon fast gar kein TV mehr (wenige Sendungen per Mediathek und die Fußball-WM). Ich kaufe fast keine Kleidung mehr für mich. Deshalb kam mir vieles, was ich nun durch Embrace über diese Dinge mal wieder gesehen habe, so völlig absurd vor. Ich bin davon einfach schon so weit weg. Trotzdem ist der Film absolut sehenswert und wichtig!

Einiges kenne ich natürlich aus meinem Leben, vor allem die verletzenden Kommentare von Menschen, die sich über mich ärgern und mich deshalb, ja genau, verletzen wollen. Da fahre ich mit dem Fahrrad ganz normal auf der Straße, weil es keinen Radweg gibt, halte dabei den empfohlenen Sicherheitsabstand zu den geparkten Autos ein und werde von überholenden Autofahrern als "fette Kuh" angepöbelt. Hä? Mit 10 Kilo weniger würde ich auch nicht weniger Platz auf der Straße beanspruchen.
Einmal war ich mit einer Freundin in der legendären Hafenbar in Berlin. Wir tanzten, sangen lauthals die Schlager mit und hatten einfach unseren Spaß. Da kam ein Typ an und erklärte, dass meine Freundin ja eigentlich ganz hübsch sei, nur ihr Lippenstift sei zu dunkel. Ich sagte nur: "Wen interessiert das?" und drehte mich weg. Wir waren nicht auf Männersuche. Und selbst wenn, gibt es bestimmt auch welche, die dunklen Lippenstift mögen oder denen das egal ist. Er ließ nicht locker und laberte mich weiter voll. Es war deutlich zu riechen, dass er schon einiges an Alkohol getrunken hatte. Ich sagte also: "Es ist mir egal, was du hübsch findest. Und außerdem hast du eine stinkende Alkoholfahne." Nur mal so als netter Hinweis, wenn wir schon Tipps austauschen. Daraufhin motzte er mich an, ich solle lieber zwei Kilo abnehmen, dann würde ich vielleicht auch mal einen abkriegen. Also ehrlich, als ob man zwei Kilo so genau sehen würde. Und als ob das überhaupt wichtig wäre. Und last but not least war ich damals verlobt. Also mehr abkriegen geht ja wohl kaum.

Ich finde es einfach so absurd, dass Menschen sich erlauben, das Aussehen anderer Mensch ungefragt zu kritisieren. Und genauso absurd ist es, sich diese blöden Sprüche zu Herzen zu nehmen. Würdet Ihr genauso reagieren, wenn Euch jemand sagt, dass ihm Euer Sternzeichen nicht gefällt? Gebt diesen Leuten einfach keinen Raum! Und gebt Euer Geld nicht für solch oberflächlichen Kram aus! Mit jeder Frauenzeitschrift, jedem Diätpulver, jeder Cellulitecreme unterstützt Ihr diese Industrie, die davon lebt, dass Frauen ihren Körper hassen.

Diese ganze Energie, die man aufwenden muss, um einem Schönheitsideal nachzujagen, das unerreichbar ist (nicht einmal die Supermodels sehen in echt so aus wie auf den Fotos!), können wir nutzen, um unser Leben und auch um diesen Planeten schöner zu machen. Dieser ewige Kampf um Schönheit, Jugend, Schlanksein kostet nicht nur viel Zeit, Geld und Energie, sondern er schwächt uns. Er macht uns angreifbar. Und wenn unsere Gedanken immer nur um unser Aussehen kreisen, können wir andere, wichtigere Dinge gar nicht denken.

Wenn es schon um Euren Körper geht, dann überlegt lieber mal, was Ihr an ihm mögt!
Ich zeige mal, wie das geht:
Mein Körper hat zwei wunderbare Menschen erschaffen und lange Zeit im Alleingang ernährt. Er kann langsamen Walzer, Tango, Quickstep, Wiener Walzer, Slowfox, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble, Jive, Samba, Salsa, Merengue, Polka und Discofox tanzen und zwar stundenlang! Er kann zwei Stunden am Stück schwimmen. Meine Hände können schreiben, malen, nähen, sticken, stricken, häkeln und knüpfen. Und mein Gehirn vollbringt die seltsamsten Dinge, merkt sich absurde Sachen (z.B. Songtexte und Gedichte), rechnet prima, ist kreativ, kann sehr gut englisch, ein wenig französisch sowie urlaubstauglich italienisch, spanisch und griechisch. Ich habe mir noch nie einen Knochen gebrochen, hatte noch nie eine Bänderdehnung oder einen Bänderriss. 

So. Ich finde, mein Körper macht supertolle Sachen und ich möchte gern eine schöne Zeit mit ihm haben für den Rest unseres Lebens. Denn das Leben ist eh schon viel zu kurz. Lasst uns die Zeit bitte mit einer gesunden Mischung aus Spaß und sinnvollen Dingen verbringen!

Gelesen: "Danke, wir kommen schon klar!" von Anja Fröhlich



Den Klopp-Verlag gibt es leider nicht mehr, das Buch wurde zuletzt von Oetinger verlegt, ist aber nicht mehr lieferbar. Man kann es aber noch ab 0,99 € gebraucht kaufen, z.B. bei Rebuy (nein, ich werde für diese Empfehlung nicht bezahlt.)


Autorin: Anja Fröhlich
Titel: Danke, wir kommen schon klar
172 Seiten
broschiert
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN-13: 978-3-8415-0229-2
EAN: 9783841502292
Illustration: Horst Klein

Klappentext:
Wer braucht schon nervige Eltern?
Wer uns nicht haben will, der hat uns auch nicht verdient, denken sich die drei Fritsche-Kinder Luna, Finn und Leandra. Mit ein paar gefälschten E-Mails tricksen sie ihre genervten und getrennt lebenden Eltern aus und verbringen die Sommerferien heimlich allein zu Hause. Aber damit sie sich mehr als Katzenfutter leisten können, muss ein Job her. Und zu allem Überfluss ist ihnen auch noch der lästige Nachbar mit dem käsefarbenen Kleinwagen auf der Spur …
Eine Familiengeschichte mit Witz und Charme - und mit der coolsten Nacktkatze der Welt!

Meine Meinung:
Einerseits habe ich mit den Kindern mitgefiebert, wie sich sich wohl durchmogeln und ich habe ihnen innerlich die Daumen gedrückt, dass sie ihren Plan durchziehen können. Andererseits habe ich mich auch mit den ausgetricksten Eltern identifiziert und beim Lesen der Geschichte regelrecht Gänsehaut gehabt. Drei Kinder ganz allein? Was da alles passieren kann!
Das Buch ist lustig, spannend und man bekommt eine Menge Denkanstöße zum Umgang mit den eigenen Kindern und auch mit dem anderen Elternteil. Ich kann es nur wärmstens empfehlen, sowohl für Eltern als auch für Kinder.



Mittwoch, 30. August 2017

Upcycling bzw. Hundebett-Rettung mit Hilfe von Jeans




Meine Schwester brachte mir neulich dieses Hundebett bzw. den Bezug mit. Ihre Hunde lieben das Teil sehr, aber das sieht man ihm leider auch an:
Es ist total zerkratzt und an zwei Stellen sogar gerissen.


Da musste ein großer, robuster Flicken her. Also habe ich Reste einer teilweise bereits verwerteten Jeans sowie ein Reststück anderen festen Webstoff aus meiner Kiste gewühlt und probehalber aufgelegt. Passt!


Die Stoffstücke habe ich mit Doppelnähten (wie bei Jeanshosen) zusammengefügt. Abschließend habe ich den "Flicken" auf den Bezug gesteppt. Dank der großen Reißverschlussöffnung und dem Freiarm meiner Nähmaschine hat das gut funktioniert.


Mal eine Nahaufnahme der Naht.
Nicht schön, aber funktional.
Und die Hunde freuen sich.
Als Füllung benutzt meine Schwester übrigens ein altes Deckbett.




Donnerstag, 17. August 2017

Upcycling: Aus gebrauchten Tuschkästen "neue" machen und damit Gutes tun!


Mein Kind(9) brachte am Ende des Schuljahres den Tuschkasten wieder mit nach Hause. Viele Farben waren sehr verbraucht, aber trotzdem habe ich mich gesträubt, diesen Kasten deshalb einfach in den Müll zu werfen. Einzelne Farben neu zu kaufen lohnt sich aber finanziell leider nicht, da bekommt man ab der vierten Farbe schon für das gleiche Geld einen neuen Kasten.



Hmmmm, denk, denk, .... das geht doch nicht nur mir so. Alle Schulkinder bringen doch jetzt so einen alten Kasten mit nach Hause und wenn mal hier und mal da ein paar Farben noch brauchbar sind, kann man die doch vielleicht kombinieren.

Also habe ich in der FB-Gruppe unserer Gegend einen Aufruf geschrieben, dass die Eltern die alten Tuschkästen bitte nicht in den Müll werfen, sondern mir geben sollen. Und da ich mich nicht am Müll anderer bereichern, sondern gleichzeitig Gutes tun will, sollen die recycelten Tuschkästen den Willkommenskindern (Flüchtlingskindern) unserer Schule gespendet werden.
Natürlich gab es da auch Antworten vom Typ "Die kriegen doch alles vom Amt bezahlt... Das wollen die doch eh nicht haben." Aber naja, Nörgler gibt es immer. *seufz*
Es gab auch viele positive Antworten und ein paar Leute haben mir tatsächlich ihre alten Kästen gebracht. 


Ich habe sie gereinigt, dabei vor allem die Farben unter der typisch braunen Schicht wieder freigelegt, Namensschildchen beseitigt und die Farben ausgetauscht bzw. aufgefüllt. Man kann Farbreste zerkleinern (am besten wäre mörsern, aber meinen Küchenmörser wollte ich dafür nicht nehmen), mit ein paar Tropfen Wasser mischen und wieder in die Formen füllen.



Nach den Ferien werden wir die Tuschkästen der Lehrerin der Willkommenskinder geben, mit der ich natürlich vorher geklärt habe, ob wirklich Bedarf besteht. Die Dame war begeistert und ist für meine Idee und Initiative sehr dankbar.
Malen macht Spaß.
Flüchtlingskinder sind oft traumatisiert. Das Malen kann ihnen helfen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten und Gefühle auszudrücken. Malen hat pädagogische und therapeutische Effekte.
Und wir haben der Umwelt einen Berg Plastikmüll erspart.

Nachahmung ausdrücklich erwünscht!

Samstag, 12. August 2017

Ferien-Lektüre: "Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen" von Carola Becker


Bei uns sind Sommerferien 
und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine prima Aktion:
"Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren".
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil. 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.


Autorin: Carola Becker

Titel: Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen
Illustrationen: Ina Krabbe
92 Seiten
gebundene Ausgabe
41 s/w-Illustrationen
ISBN 978-3-943086-28-7
Preis: 8,99 € (D), 9,30 €(A)
Lesealter: ab 7 Jahre
Vorlesealter: ab 5 Jahre


Klappentext:
Zwischen Dudelsack und fliegenden Baumstämmen

Was ist bloß auf Mäc Miefs Wiese los? Ständig fliegt ihm etwas um die Ohren: Heusäcke, geblümte Gummistiefel – sogar ganze Baumstämme werden über seine Weide geschleudert! Die Familie Olifant trainiert für die Highland Games, das traditionelle schottische Volksfest. Zum Glück sind Mäc Mief und Hütehund Bonnie mit von der Partie, denn plötzlich sind die Geldbörsen der Olifants verschwunden ...

Unsere Meinung:
Wir hatten viel Spaß an dieser lustigen und spannenden Geschichte. Die kurzen Kapitel sind auch für Gelegenheiten geeignet, wenn eigentlich zum Vorlesen fast keine Zeit ist. Die Bilder sind sehr liebevoll gezeichnet und die Hauptfiguren sind wunderbar sympathisch. Die Lösung des "Rätsels" haben meine Kinder zwar sofort durchschaut, aber trotzdem waren sie gespannt, wie die Geschichte ausgeht.
Es handelt sich hier übrigens um den zweiten Teil einer Reihe, was mal wieder von außen bzw. vor der Lektüre nicht zu erkennen war. Aber immerhin werden zu Anfang die Hauptpersonen vorgestellt.
Interessant finde ich, dass der Südpol-Verlag zwischen Lesealter und Vorlesealter unterscheidet.


Tipp:
Schaut unbedingt mal die Leseprobe an. 
Sind die Illustrationen nicht bezaubernd?

Freitag, 11. August 2017

Ferien-Lektüre: "Minus Drei geht baden" von Ute Krause



Bei uns sind Sommerferien 
und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine prima Aktion:
"Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren".
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil. 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Ute Krause
Titel: Minus Drei geht baden
Illustrationen: Ute Krause
Altersempfehlung: ab 4 Jahren
gebundenes Buch
80 Seiten
ISBN: 978-3-570-17182-0
Preis: 9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 13,90
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 24.05.2016


Klappentext:
Regen, Regen, nichts als Regen … und das auch noch in den Ferien! Der kleine Dinosaurier Minus und sein Haustier, das Urmädchen Lucy, freuen sich, als über Farnheim endlich wieder die Sonne scheint. Und es wartet eine große Überraschung auf sie: Im Tal hat sich ein riesiger See gebildet. Minus' Freunde stürzen sich sofort ins kühle Nass und auch Lucy möchte gerne plantschen. Nur Minus findet ständig neue Ausreden, warum er nicht mitmachen kann. Den wahren Grund verrät er niemandem. Minus hat nämlich ein Geheimnis, das ihm etwas peinlich ist…

Unsere Meinung:
Meinen Kindern (6 und 9) hat die Geschichte sehr gefallen, sie waren richtig gebannt und mucksmäuschenstill, als ich vorgelesen habe, das ist wirklich selten. Die Geschichte ist spannend, macht aber auch ein wenig Angst, weshalb ich die Altersempfehlung "ab 4 Jahren" etwas kritisch sehe. Mein kleines Kind ist zwar nicht hochsensibel, wollte aber an einer Stelle der Lektüre am liebsten fast weglaufen. Also für empfindliche oder ängstliche 4-jährige ist das sicher noch nichts!
Anfangs waren wir etwas verwirrt: Wir dachten, Minus ist der kleine Urmensch und sein Haustier Lucie ist der Dinosaurier. Dass es in Wahrheit umgekehrt ist, finde ich zwar lustig, ich hätte mir aber einen Hinweis dazu vor oder zu Beginn der Geschichte gewünscht (Klappentexte lese ich aus Prinzip nicht, weil sie oft zu viel verraten und manchmal sogar falsche Details enthalten). Es steht auch außen oder auf den ersten Seiten nirgends, dass dieses Buch der fünfte Band einer Reihe ist, das haben wir erst im Anhang gesehen. Mir scheint, das ist ein neuer Trend, denn in letzter Zeit habe ich oft auf Teilen von Serien nach der Nummer gesucht und selten einen Hinweis gefunden, wenn dann nur indirekt.



Dienstag, 8. August 2017

Ferien-Lektüre: "Das große Fest im Häschenwald" von Ulf Stark


Bei uns haben die Sommerferien begonnen und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine tolle, neue Aktion: "Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren". 
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil. 


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt

Autor: Ulf Stark
Titel: Das große Fest im Häschenwald
Illustrationen: Eva Eriksson
Übersetzung: Birgitta Kicherer
124 Seiten
gebundene Ausgabe
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Preis: 16,99 € (D), 17,50 € (A)
ISBN: 978-3-7891-0491-6
Erscheinungstermin: Februar 2017

Klappentext:
Endlich Frühling! Bei den Häschen wird gefeiert! Mit den ersten Sonnenstrahlen kommt Leben in den Winterwald. Die Häschen schlüpfen aus ihren Verstecken und lassen sich vergnügt die laue Frühlingsluft um die süßen Nasen wehen. Nina verliebt sich in den mutigen Hasenjungen Anton. Als der Hasenbau bei einem Gewitter überflutet wird, rettet Anton erst Hasenpapas Hut aus dem Wasser und muss später selbst gerettet werden. Erst als alle Aufregung vorüber ist, kann doch noch gefeiert werden: Mittsommer und eine wunderschöne Häschen-Hochzeit.

Unsere Meinung:
Ein zauberhaftes Buch, das besonders gut zum Vorlesen geeignet ist. Es geht um Freundschaft, Familie, Mut, Fürsorge, Liebe und das Leben in all seinen Facetten.


Montag, 7. August 2017

Ferien-Lektüre: "Die supergeheime Pfötchen-Gäng - Die geheimnisvolle Glückskatze" von Katja Alves



Bei uns haben die Sommerferien begonnen und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine tolle, neue Aktion: "Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren". 
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil. 



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt 

Autorin: Katja Alves
Titel: Die supergeheime Pfötchen-Gäng (2). Die geheimnisvolle Glückskatze.

Erscheinungstermin: Januar 2017
ISBN: 978-3-401-70918-5
Preis: 8,99 € [D], 9,30 € [A]
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
88 Seitengebundene Ausgabe

Klappentext:
Seit bei Kater Rufus eine winkende Glückskatze im Wohnzimmer steht, läuft einfach alles schief! Am Schlimmsten sind die drei frechen Mäuse, die sich bei ihm eingenistet haben. Als sie über Nacht verschwinden, wird Rufus verdächtigt, sie aufgefressen zu haben. Aber so etwas würde er nie tun! Jetzt können ihm nur noch seine Freunde von der Pfötchen-Gäng helfen. Gemeinsam heften sie sich an die Fersen eines listigen Käsediebs und decken einen raffinierten Plan auf.

Unsere Meinung:
Auch der zweite Band ist wieder lustig und spannend. Wir begegnen den Figuren aus dem ersten Band, aber auch ein paar neuen und auch diesmal hat jedes Tier seine Stärken und Schwächen, aber alle sind liebenswert. Die Altersempfehlung bezieht sich bestimmt auf das Selberlesen. Man kann die Geschichte aber auch gut kleineren Kindern vorlesen.

Montag, 24. Juli 2017

Ferien-Lektüre: "Die supergeheime Pfötchen-Gäng - Der Zwei-Millionen-Körnerschatz" von Katja Alves


Bei uns haben die Sommerferien begonnen und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine tolle, neue Aktion
"Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren". 
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil.



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Katja Alves
Titel: Die supergeheime Pfötchen-Gäng (1). Der Zwei-Millionen-Körnerschatz
Verlag: Arena
Illustrationen: Marta Balmaseda
Erscheinungstermin: Januar 2017
Artikelnummer: 978-3-401-70688-7
Preis: 8,99 € [D], 9,30 € [A]
Altersempfehlung: ab 7 Jahren
Seitenzahl: 88
gebundene Ausgabe

Klappentext:
Seit Meerschweinchen Bertie den total genialen Tür-auf-Trick entdeckt hat, erkundet die Pfötchen-Gäng jeden Tag das Haus am Nusskernweg. Und sofort stoßen die fünf Freunde auf ihren ersten Fall. Nymphensittich Elvis' Karte mit dem Zwei-Millionen-Körnerschatz ist verschwunden! Wer ist bloß der gemeine Dieb? Eine spannende Spurensuche lockt die Pfötchen-Gäng in ein großes Abenteuer.

Unsere Meinung:
Die Geschichte ist lustig und spannend. Jedes Tier hat seine Stärken und Schwächen, aber alle sind liebenswert. Die Altersempfehlung bezieht sich bestimmt auf das Selberlesen. Man kann die Geschichte aber auch gut kleineren Kindern vorlesen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Ferien-Lektüre: "Füchse lügen nicht" von Ulrich Hub


Bei uns haben die Sommerferien begonnen und unsere Stadtbücherei hat passend dazu eine tolle, neue Aktion
"Spuren ins Abenteuer - Tierische Geschichten für Kinder von 7 bis 11 Jahren". 
Dieses Buch nimmt an der Aktion teil.


Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autor: Ulrich Hub
Titel: Füchse lügen nicht
Illustrationen: Heike Drewelow
Verlag: Carlsen
Preis: 12,90 € [D], 13,30 € [A], sFr 18,90
gebundene Ausgabe (gibt es auch als Taschenbuch und eBook)
144Seiten
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
ISBN 978-3-551-55649-3

Klappentext:
"Alle Flüge sind ersatzlos gestrichen!", sagt der Hund vom Sicherheitsdienst. Und so sitzen der Panda, der Affe, die Gans, der Tiger und die beiden Schafe am Flughafen fest. Aber wieso ist eigentlich das ganze Gebäude verlassen? Nicht nur auf diese Frage hat der Hund keine Antwort.
Dann taucht ein feuerrotes Tier auf und stellt sich als Fuchs vor. Mit ihm erleben die Tiere endlich mal was – und dank all der tollen Sachen aus dem Duty Free Shop lässt sich eine knallige Party feiern.
Doch wo sind nur ihre Reisepässe hin?

Unsere Meinung:
Die Geschichte ist lustig und spannend für Groß und Klein, allerdings gibt es zwei "schlimme" Stellen, weshalb man die Altersempfehlung unbedingt beachten oder das Buch mit den Kindern gemeinsam lesen sollte. Letzteres empfiehlt sich sowieso, denn die Geschichte ist eine wunderbare Satire!
Inhaltlich geht es um Wahrheit und Lüge, um Sicherheit und Freiheit, aber vor allem um Freundschaft und Individualität.

Samstag, 15. Juli 2017

Gelesen: "Die Blütensammlerin" von Petra Durst-Benning



Coverbild freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt


Autorin: Petra Durst-Benning
Titel: Die Blütensammlerin
(Band 3 der Maierhofen-Reihe)
erschienen am 20.03.2017 
Taschenbuch, Klappenbroschur
512 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0012-3 
9,99 € [D], 10,30 € [A], CHF 13,90
Verlag: Blanvalet

Klappentext:
Die Träume des Winters sind die Blumen des Frühlings ...
Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden …

Meine Meinung:
Dieser Roman hat mich mehrmals überrascht. Ich hatte eine leichte Sommer-Lektüre erwartet, aber die Geschichte hat mehr Tiefgang, als ich dachte. Dass es sich um den dritten Band einer Reihe handelt, habe ich auch nicht gewusst. Es scheint heutzutage üblich zu sein, solche Informationen weder außen auf dem Einband noch auf den ersten Seiten vor dem ersten Kapitel zu vermerken. Hier ist das zum Glück nicht so schlimm, "Die Blütensammlerin" kann sehr gut als einzelne Geschichte gelesen werden. Weiterhin erweckt der Titel den Eindruck, das Buch wäre nur aus der Perspektive der Hauptfigur geschrieben. Das stimmt auch für die ersten fünf Kapitel, das sind immerhin 74 Seiten. Dann wird die Geschichte plötzlich multiperspektivisch erzählt. Das hat mich beim Lesen schon ein wenig geärgert. Allerdings profitiert die Geschichte sehr, vor allem beim Thema Selbstbild vs. Fremdbild. Den Titel finde ich auch nicht so gelungen, denn das Sammeln von Blüten wird eher am Rande erwähnt. Am schlimmsten war aber der Klappentext. Christine richtet keine "Single-Wochenenden" aus. Es geht um eine einzelne  Woche, die eine Gruppe von Singles in der Casa Christine verbringt. Und es findet auch nicht "jeder Topf seinen Deckel". Bei solchen Klappentexten frage ich mich immer, warum die nicht dem Autor/der Autorin sicherheitshalber vorgelegt werden, wenn der Schreiberling schon nicht das Buch richtig lesen mag.
Im Anhang finden sich noch ein kleiner Ratgeber für Singles auf Partnersuche sowie eine Reihe Rezepte für alle möglichen Speisen und Getränke, die in der Geschichte erwähnt werden.

Tipp:
Auf der Homepage des Verlags gibt es die ersten 38 Seiten des Romans als Leseprobe.

Freitag, 7. Juli 2017

Crunchy-Müsli Freestyle DIY



Manchmal kaufen wir Müsli, das dann doch keiner aus der Familie essen mag. Ich hatte hier drei (!) angefangene Packungen, die mich täglich stumm, aber vorwurfsvoll anblickten. Also fasste ich mir ein Herz bzw. den Pürierstab...


Das Müsli habe ich zusammen mit Nüssen und Sonnenblumenkernen zerkleinert, dann auf einem Backblech verteilt, anschließend Honig und erwärmtes Kokosfett darüber verteilt. Das ganze habe ich eine halbe Stunde bei ca. 150 °C im Backofen crunchiert.


Nun könnte man die gesamte Menge in ein großes Gefäß füllen, allerdings bröselt das Zeug schon vom Hingucken und wenn sich dann die großen Brocken von den kleinen Krümeln trennen, bleibt wieder so ein Bodensatz, den keiner essen will. Also habe ich ganz viele Behälter mit 50 g Portionen befüllt. Wer keine Plastikbüchsen mag, nimmt einfach Schraubgläser.


So sind viele Frühstücksportionen griffbereit. Deckel auf, Milch rein, loslöffeln!
Und es schmeckt den Kindern sehr!!!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Kampf dem Plastik! Spüllappen aus Baumwolle gehäkelt


Mein Mann hat einen Spüllappen mit in die Ehe gebracht, der nun nach über 13 Jahren endgültig hinüber ist. Es gibt ihn leider nicht mehr zu kaufen, vermutlich weil er so gut war und so lange gehalten hat. Den Unternehmen geht es ja oft nur noch um Profit, nicht darum, gute Produkte herzustellen.

Allerdings weiß man ja auch, welche Probleme Plastik / Kunststoffe / Microfasern / Kunstfasern mit sich bringen. Deshalb würde ich den gleichen Lappen eh nicht wieder kaufen.

Als ich meiner Schwester neulich mein "Leid" klagte, dass der Lappen ausgedient hat und wir keinen vernünftigen Ersatz finden, sagte sie lapidar: "Strick dir doch einen, du machst doch sonst auch fast alles selbst."

Hmmm, die Idee war gut!
Gestrickte Lappen mag ich zwar nicht so, weil man da beim Schrubben schnell mit den Fingerspitzen bzw. Fingernägeln zwischen die Maschen rutscht, aber ich könnte ja mal was häkeln. Baumwollreste sind ja genug da.


Also habe ich ein Rechteck aus festen Maschen gehäkelt...


...und auf die eine Seite ein paar Rippen drauf gehäkelt, ebenfalls aus festen Maschen. Mit dem Rest habe ich noch fix drei Kanten umhäkelt, für die vierte hat es nicht mehr gelangt.


Mit diesen Rippen kann man prima Herd, Esstisch, Arbeitsplatten, Geschirr, Töpfe, Pfannen usw. schrubben. Außerdem trocknet er schneller als ein "glatter" Lappen, wenn er auf den Rippen liegt. 


Hurra! Ich habe einen neuen Lieblingsspüllappen!
Er ist waschbar bei 60°C in der Waschmaschine.
Jetzt muss ich dringend noch mehr häkeln, damit ich nicht immer auf das Ende des Waschprogramms warten muss, wenn ich abwaschen will.



Sonntag, 2. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 6. Reizklima


Gegen Erkältungskrankheiten soll das Reizklima am Meer oder in den Bergen helfen. Ich persönlich liebe ja das Meer. Dort einfach nur zu sein, macht mich schon glücklich: im Wasser zu schwimmen, in den Wellen zu planschen, den Sand durch die Finger rieseln zu lassen, den Wind und die Möwen zu hören...

Am Meer macht mir auch die größte Sommerhitze nichts aus. Dort weht ja immer der Wind. Und sollte es mir doch mal zu warm sein, gehe ich einfach ins Wasser. Schuhe und Strümpfe ziehe ich am Wasser eh immer sofort aus. Sand in den Schuhen und Strümpfen mag ich gar nicht, aber mit nackten Füßen durch den Sand zu stapfen oder die Wellen um meine Knöchel zu spüren, das gefällt mir. Kaltes Wasser, heißer Sand, das sind auch wechselnde Reize, die das Immunsystem anregen. Auch an Flüssen oder Seen lasse ich gern auf einem Steg sitzend die Füße ins kalte Wasser baumeln oder ich stakse mit hochgekrempelten Hosen im Wasser herum. Und sogar zuhause kann man das Wassertreten praktizieren: Wenn das Planschbecken im Garten steht, stakse ich da ab und zu durchs Wasser. Und wer keinen Garten hat, stellt sich einen Eimer kaltes Wasser auf den Balkon oder füllt die Badewanne.

Da ich sehr helle, sonnenempfindliche Haut habe, achte ich auf ausreichenden Sonnenschutz, wenn ich in der Mittagshitze am Wasser bin. Allerdings braucht unser Körper auch UV-Strahlung für die Bildung von Vitamin D, das nicht nur für den Calciumhaushalt, sondern auch für die Reifung von Immunzellen benötigt wird. Deshalb bin ich im Urlaub gern morgens und abends viel im Freien.

So, das war meine kleine Blogserie über mein Immun-Booster-Programm.
Ich hoffe, ich konnte Euch motivieren, auch etwas für Eure Abwehrkräfte zu tun, damit Ihr besser durch den nächsten Winter kommt.
Welcher Trick bei mir jetzt am besten geholfen hat, weiß ich nicht.
Aber es geht mir viel besser. Und das ist doch die Hauptsache!

Samstag, 1. Juli 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 5. Kneipp & Co.


Ich friere nicht gern. Ich schwitze nicht gern. Aber ich lese immer wieder, dass Sauna und Kneippkuren gut für die Abwehrkräfte sein sollen. Also habe ich mich überwunden und einfach mal damit angefangen.

Wenn ich ins Fitness-Studio gehe, besuche ich nach dem Training den Wellnessbereich. Ich dusche mich, und gehe in die Sauna. Anfangs waren es nur wenige Minuten und ich habe auf der untersten Bank gesessen. Inzwischen halte ich es 10 bis 15 Minuten liegend auf der obersten Bank aus. Weil mein Kreislauf manchmal schlapp ist, setze ich mich für die letzten Minuten wieder auf eine untere Bank, bevor ich dann Wechselduschen mache. Der Vorteil im Studio ist, dass ich mir zwei benachbarte Duschen aussuchen kann, die eine stelle ich kalt ein, die andere warm. Da stelle ich mich abwechselnd drunter und muss nicht dauernd wie zuhause die Temperatur regeln. Ich habe genug damit zu tun, zu atmen, ohne zu schreien.

Wenn ich zuhause dusche, mache ich am Ende immer kalte Güsse nach Kneipp, d. h. ich lasse kaltes Wasser im breiten Strahl aus dem Hahn über meine Füße und Unterschenkel laufen.

Zu den Kneipp-Kuren gehört ja auch das Wassertreten. Das mache ich aber nicht im Fitness-Studio, sondern...
Das lest Ihr morgen!


Freitag, 30. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 4. Bewegung


"Tun Sie mal was für Ihre Abwehrkräfte!"
Diesen Rat gab mir meine Hausärztin. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei Sport. Ich habe eigentlich immer Sport gemacht. Als Kind rennt man ja eh dauernd rum, hüpft, krabbelt, dreht sich im Kreis, tobt stundenlang auf dem Spielplatz. Bevor ich selbst Kinder hatte, habe ich fast alle Wege in Berlin mit dem Fahrrad erledigt, auch von einem Ende der Stadt zum anderen. (Für alle Ortsfremden: Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 Kilometer.)
Ich habe Tischtennis gespielt, war im Turnverein, in einer Volkstanzgruppe, beim Ballett, in den Sommerferien fast jeden Tag im Freibad oder an einer der vielen Badestellen, die unsere Stadt zu bieten hat. Am und im Wasser bin ich einfach glücklich! Ich mag das schwerelose Gefühl, vor allem beim Tauchen. Im Winter waren wir auf der Havel oder auf einem der Seen Schlittschuhlaufen oder auf einem der vielen Hügel der Stadt Schlitten fahren. 

Während des Studiums habe ich Tae Bo, Stepaerobic und jede Menge Tanzkurse gemacht. Es ist mir ein natürliches Bedürfnis, mich zur Musik zu bewegen. Wenn das Radio läuft, kann ich kaum still sitzen. Die Berliner Unis haben ein sehr breites Angebot an Sportkursen aller Art, die übrigens auch für "Externe" zugänglich sind. Beim Tanzen habe ich auch meinen Mann kennen gelernt. Sich zu zweit zur Musik zu bewegen, ist noch schöner. Diese Harmonie und der Körperkontakt beim Paartanz sind einfach wunderbar. Dazu trainiert man quasi nebenbei die Koordination, das Gleichgewicht, die Ausdauer und viele verschiedene Muskeln.

In den letzten Jahren habe ich unter anderem zur Entspannung und gegen Rückenschmerzen Pilates und Yoga gemacht, allerdings fanden diese Kurse zu festen Zeiten statt und mit den Kindern kommt es leider oft vor, dass ich es nicht schaffe, zum Kurs zu gehen, weil eines krank ist oder es sind Schulferien, Studientag, Betriebsausflug, Streik. Oder die Kinder haben mich nachts wach gehalten, sodass ich einfach den Schlaf nachholen musste. So hat sich bei mir unbemerkt ein gewisser Schlendrian eingeschlichen. Dazu kam noch, dass ich mir vor knapp zwei Jahren ein Auto gekauft habe, weil ich das Hin und Her mit Kita und Schule, Einkaufen, Arztterminen, Kinderchor, Schwimmschule etc. zu Fuß bzw. mit Bus & Bahn einfach nicht mehr geschafft habe. Dadurch sind aber viele Kilometer weggefallen, die ich vorher täglich gelaufen bin. Der Rat meiner Ärztin ließ mich die Sache mal genauer betrachten und ich musste erkennen: Ich könnte mehr Sport machen. Durch Zufall kam ich kurz danach an einem Fitness-Studio vorbei, das für die Sommermonate ein besonders günstiges Kennenlernangebot hatte. Spontan habe ich mir das Studio zeigen und alles erklären lassen und mich angemeldet. Ich kann dort im Cardiobereich meine Ausdauer und an den Geräten meine Muskeln trainieren, aber auch spontan an einem der vielen Kurse teilnehmen. Für mich ist das perfekt. Ich kann dort morgens hingehen, wenn ich die Kinder weggebracht habe oder abends, wenn mein Mann zuhause ist. Notfalls könnte ich die Kinder im Studio auch am Nachmittag betreuen lassen.

Außerdem hat das Studio einen großen Wellnessbereich.
Wie dieser mein Immunsystem auf Trab bringt, darüber schreibe ich morgen.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 3. Leidenschaften & Ehrenamt


Glückliche Menschen sind gesündere Menschen, das wissen wir spätestens seit Hirschhausen. Aber was macht uns glücklich? Regelmäßig das neueste Handy? Mehr Geld verdienen als der Nachbar? Dünn sein? Nein, das alles hat nichts mit Glück zu tun!

Wir wissen es doch eigentlich alle: Wir sind glücklich, wenn wir etwas tun, was uns Spaß macht. Wenn wir mit Menschen zusammen sind, die wir mögen. Und wenn wir anderen helfen und damit die Welt ein Stückchen besser machen können.

Wenn ich nähe, stricke oder häkle, bin ich schnell im Flow. In Wolle oder Stoffen zu wühlen, die unterschiedlichen Farben zu sehen, Texturen zu spüren, Material und Schnitt- bzw. Strickmuster zu kombinieren, mir selber neue Sachen auszudenken, das spricht all meine Sinne an und ich fühle mich wunderbar dabei.

Das ganze nicht nur allein im stillen Kämmerlein zu tun, sondern gemeinsam mit anderen, ist noch viel schöner. Der Austausch hier im Netz hat mir vor etwa 10 Jahren ganz neue Dimensionen eröffnet, da gibt es Tutorials und Knit Alongs oder Sew Alongs, Blogs, Audio- und Videopodcasts. Und ich kann mir genau aussuchen, wen und was ich mag.

Am schönsten sind aber echte Begegnungen mit Menschen, die dieselbe Leidenschaft haben. Es lohnt sich immer, zu einem Stricktreffen zu gehen! Egal, ob wir gemeinsam schweigen, weil wir gerade im Flow sind oder ob wir uns über Materialien, Techniken oder über Politik, Bücher, Filme und Reisen unterhalten. Es ist immer wunderbar!

Anfang Juni habe ich noch eine weitere Stufe kennen gelernt. Es handelt sich um eine Gruppe, die gemeinsam für Berliner Obdachlose strickt. Es ist eine bunt gemischte Truppe, die sich monatlich trifft. Als ich das erste Mal dabei war, habe ich mit ganz unterschiedlichen Leuten bezaubernde Gespräche geführt. Und es war so schön, diesen Berg an gestrickten und gehäkelten Mützen, Schals, Socken, Handschuhen und Stulpen zu sehen, die mit Anhängern mit der Aufschrift "Wir schenken Dir ein wenig Wärme" versehen an verschiedene Berliner Einrichtungen verteilt werden, damit die geschätzten 5000 Berliner Obdachlosen auch den nächsten Winter überstehen. An diese Menschen zu denken, rückt auch die Sicht auf das eigene Leben wieder etwas zurecht. Und es tut so gut zu helfen. Und helfen muss kein Opfer sein! Ich stricke gern. Die Wolle stammt aus Privathaushalten. Es sind Reste oder Stash-Leichen. Einige Wollgeschäfte spenden auch Resteknäuel.

Wenn Ihr auch helfen wollt, dann schaut doch mal in die Gruppe rein bzw. sucht mal, ob es in Eurer Nähe vielleicht etwas ähnliches gibt oder gründet eine Gruppe! Ihr könnt auch Wolle spenden oder gestrickte Sachen per Post an die Gruppe schicken. Die können auch aus Eurem eigenen Kleiderschrank stammen. Manchmal strickt man sich ja etwas, findet es auch wunderschön, trägt es aber nie. Da ist es doch eine schöne Idee, wenn das Teil jemanden wärmt, der diese Wärme wirklich braucht!

Falls Ihr selber gar keine Handarbeiten macht, habt Ihr vielleicht eine andere Leidenschaft, die Ihr zum Helfen nutzen könnt? Ihr könnt z.B. in Krankenhäusern oder Pflegeheimen Musik machen, Bücher vorlesen, Spaziergänge machen oder den Menschen einfach nur zuhören und ihre Hand halten. Ihr könnt als Lesepate in Kitas oder Schulen Flüchtlingskindern (bzw. Willkommenskindern, wie sie an unserer Schule heißen) beim Lesenlernen helfen. Oder als freiwillige Großeltern Zeit mit Kindern verbringen.

Meine Schwester engagiert sich ehrenamtlich für Tiere. Sie half schon sehr vielen Hunden aus dem Tierschutz, ein neues Zuhause zu finden.  Für die Vermittlung von Pflegehunden und Adoptionen macht sie im Auftrag eines Vereins Vorkontrollen und führt Beratungsgespräche mit Interessenten. Wenn ein Tier für die Vermittlung eine längere Reise antreten muss, weil z.B. der Hund in Frankfurt an der Oder lebt und der Mensch in Aachen, dann ist sie manchmal Teil der Fahrkette. Später macht sie die Nachbetreuung. Sie war auch selbst schon Pflegestelle. Diese Arbeit wird nicht bezahlt, zumindest nicht mit Geld. Aber es liegt ihr am Herzen, dass Menschen und Tiere zusammen finden, die zusammen passen. Eine gelungene Vermittlung macht sie glücklich.

Andere Leidenschaften von mir sind das Tanzen und Schwimmen.
Darüber werde ich morgen schreiben.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Jetzt schon an die nächste Erkältungszeit denken! - 2. Essen & Trinken


Keine Sorge, ich werde jetzt keine langen Vorträge über Vitamine und Mineralstoffe halten. Ich denke auch nicht, dass es die eine einzig wahre Ernährungsform gibt, die für alle Menschen perfekt ist. Wir stammen ja auch nicht alle von denselben Vorfahren ab. Die einen kommen von der Küste, wo es immer viel Fisch gab, die anderen kommen vom Land, wo es viel Getreide and Gemüse gab. Da haben sich die Menschen durch Mutation und Selektion im Laufe der Zeit angepasst. Die einen mussten große Kälte aushalten, andere mussten hart arbeiten oder schnell rennen. Und auch heute haben wir nicht alle die gleichen Randbedingungen im Leben. Jede/r muss ausprobieren, was dem eigenen Körper gut tut.

Ich esse gern Gemüse, egal ob roh, gekocht, gegrillt, gebraten, überbacken, als Suppe oder Salat. Ich versuche dabei, möglichst viel Abwechslung zu haben, zum Einen weil es lecker ist, zum Anderen, weil mein Körper so eine große Auswahl an unterschiedlichen Nährstoffen bekommt.

Ich lege dabei aber auch Wert darauf, Bio-Lebensmittel zu kaufen, weil ich meinem Körper keine Pestizide & Kunstdünger (im Gemüse), Antibiotika & Hormone (im Fleisch) oder gar radioaktiv bestrahltes Obst zumuten möchte. Ich freue mich sehr, dass es inzwischen so viele erschwingliche Bio-Lebensmittel gibt. Vor 15 Jahren sah das ja noch ganz anders aus.

Ich bemühe mich auch, möglichst oft fair gehandelte Produkte zu kaufen. Zum Einen bin ich einfach gegen jede Art von Sklaverei. "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen", das passt ja auch zum Thema von gestern. Zum Anderen werden fair gehandelte Rohstoffe auch nicht so heftig mit Pestiziden behandelt wie die "unfairen", was nicht nur den Plantagenarbeitern, sondern auch meiner Gesundheit zugute kommt.

Ich kaufe auch möglichst regional und saisonal. Erdbeeren kaufe ich z.B. nur aus Deutschland und im Sommer. Außerhalb der Saison und von weit weg schmecken sie einfach nicht! Und dass die Früchte vor dem Transport radioaktiv bestrahlt werden, um die Reifung zu verzögern schmeckt mir noch viel weniger.

Was ich so oft wie möglich vermeide, sind Aromen. Ich esse und trinke nichts, dem "Aroma", "natürliches Aroma" oder "naturidentisches Aroma" zugesetzt wurde. Da wird nämlich dem Körper etwas vorgegaukelt, was gar nicht da ist. Wer mehr darüber wissen will, kann z.B. das Buch "Die Suppe lügt" lesen.

Ich trinke hauptsächlich Wasser ohne Kohlensäure. Mein Körper besteht schließlich zum größten Teil daraus. Saft trinke ich manchmal zum Mittagessen. Alkohol trinke ich nur sehr selten. Über Kaffee habe ich ja schon gestern geschrieben, dass ich darauf nach 15 Uhr verzichte. Und ich erlaube mir auch nur maximal drei Tassen pro Tag.

Wenn ich schon bei Drogen bin, kann ich gleich noch ergänzen, dass ich noch nie geraucht habe (zumindest nie aktiv) und es auch überhaupt nicht verstehen kann. Es stinkt, es ist ungesund und es kostet so viel Geld. Das weiß heutzutage jedes Kind. Und trotzdem fangen so viele Leute damit an.
Und auch andere Drogen habe ich nie genommen. Ich hätte viel zu große Sorge wegen irgendwelcher Nebenwirkungen und wegen der Suchtgefahr.

Dafür bin ich süchtig nach Handarbeiten. Morgen werde ich darüber schreiben, wie diese Leidenschaft meine Abwehrkräfte stärkt.
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